Medizinische Kurznachrichten der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie
(Prof. Helmut Schatz, Bochum)

Die 10 besten US-Kliniken für Diabetes und Endokrinologie und die 10 besten US-Krankenhäuser in der Gesamtbeurteilung 2016-2017


Bochum, 16. August 2017:

Am 5. Januar 2016 wurde im DGE-Blog (1)  das Ranking 2015-2016 des Magazins US News & World Report über die besten Kliniken der USA 1.) für Diabetes und Endokrinologie und 2.) insgesamt gebracht. Jetzt erschien im gleichen Journal das Ranking für den Zeitraum 2016-2017 (2). Es wurden ~125.000 Ärzte  gebeten, die Kliniken zu benennen, welche sie für schwierige Fälle aus ihrer Spezialität am geeignetsten hielten. Erhoben wurden überwiegend harte, objektive Daten (Wiederaufnahmeraten, Risiko-adjustiertes Überleben, Zahl der behandelten Patienten, Patienten-Erfahrung, Sicherheit und Pflegequalität).

Diabetes und Endokrinologie 2016-2017:

Unverändert gegenüber 2015-2016 nimmt auch in diesem Jahr die Mayo-Klinik in Rochester den Spitzenplatz ein, und ebenso wie im Vorjahr das Massachusetts General Hospital in Boston den 2. Rang. Den dritten Platz teilen sich diesmal die Cleveland-Klinik  (voriges Jahr allein auf dem 3. Platz) mit dem John Hopkins-Hospital in Baltimore.

Die vollständige Liste der besten 10 Kliniken für Diabetes und Endokrinologie finden sie nachstehend:

1. Mayo Clinic, Rochester, Minnesota
2. Massachusetts General Hospital, Boston
3. aequo loco:
Johns Hopkins Hospital in Baltimore, Maryland
Cleveland Clinic, Cleveland, Ohio
5. New York-Presbyterian Hospital
6. University of Colorado Hospital
7. University of California at San Francisco Medical Center
8. aequo loco:
Hospitals of the University of Pennsylvania-Penn Presbyterian
UPMC Presbyterian Shadyside in Pittsburgh, Pennsylvania.
10. Stanford Health Care-Stanford Hospital in Palo Alto, California

Krankenhäuser in der Gesamtbeurteilung 2016-2017:

1. Mayo Clinic, Rochester, Minnesota
2. Cleveland Clinic, Ohio
3. Johns Hopkins Hospital, Baltimore, Maryland
4. Massachusetts General Hospital, Boston
5. UCSF Medical Center, San Francisco
6. University of Michigan Hospitals and Health Centers, Ann Arbor
7. Ronald Reagan UCLA Medical Center, Los Angeles
8. New York-Presbyterian Hospital, N.Y.
9. Stanford Health Care-Stanford Hospital, Stanford, Calif.
10. Hospitals of the University of Pennsylvania-Penn Presbyterian, Philadelphia

Kommentar:

Wie im Beitrag vom 5. Januar 2016 berichtet (1), plante man  in Deutschland ein neues Beurteilungsverfahren zu Qualität und Leistungskraft von Krankenhäusern. Der Referent hat seither nichts mehr davon gehört. Es ist aber durchaus möglich, dass er es nicht wahrgenommen hat. Die Leser werden gebeten mitzuteilen, falls hier die Entwicklung weitergegangen ist. Die in Deutschland publizierten Listen von Wochenmagazinen  („Empfehlenswerte Ärzte (o.ä.) in Deutschland“) sind nicht so wie in den USA nach überwiegend objektiven Kriterien erstellt. Insofern würde man sich ein vergleichbares Beurteilungsverfahren auch bei uns wünschen.

Helmut Schatz

Literatur

(1) Helmut Schatz: Die drei besten Kliniken für Endokrinologie und Diabetologie und die Top-Ten von 5000 US-Krankenhäusern im Jahre 2015-2016.
DGE-Blogbeitrag vom 5. Januar 2016

(2) Marcia Frellick: Mayo Tops Hospital List for Diabetes and Endocrinology Again.
http://www.medscape.com/viewarticle/883929_print

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Publiziert am von Prof. Helmut Schatz
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3 Antworten auf Die 10 besten US-Kliniken für Diabetes und Endokrinologie und die 10 besten US-Krankenhäuser in der Gesamtbeurteilung 2016-2017

  1. Observer sagt:

    In den USA darf man offenbar medizinische Einrichtungen als „…beste…“ bezeichnen. In Deutschkand hat FOCUS seine Listen „…Die 1000 besten Ärzte…“ jetzt in „…empfehlenswerte Ärzte…“ umbenannt. Man sagt, das sei auf EInspruch von in den Listen nicht genannten Ärzten oder viellecht auch von Standesorganisationen mit rechtlichen Argumenten erfolgt. Weisss jemand mehr über dieHintergründe?

  2. A. Triebel sagt:

    Eine Liste der empfehlenswerten Krankenhäuser wäre ein großer Fortschritt. Es sollte eine gründliche Diskussion der Kriterien voraus gehen. Was sind harte Kriterien? Die oben genannten wie Überleben und Wiederaufnahmeraten sind in unserem System nicht geeignet. Auch die Zahl der Großgeräte wäre kein geeignetes Kriterium. Aber die Ärzte- Betten- Relation würde sicher dazu gehören. Liegedauer und Zahl der Spezialabteilungen dürften nicht fehlen. Bei den ärztlichen Kompetenzen, die vorgehalten werden, dürfte es schon schwierig werden. Und haben die Häuser ein verpflichtendes Einzugsgebiet?
    Auf einen solchen Katalog müsste man sich einigen. Und wer sollte sich einigen bzw den Katalog erstellen? Wenn Kassen- und KV- Bürokraten beteiligt wären, könnte man das ganze vergessen. Spontan fallen mir nur sehr wenige Persönlichkeiten ein, die für so etwas geeignet wären.

  3. Andreas Hamann sagt:

    In der Diabetologie und noch mehr in der Endokrinologie dürften die o. g. „objektiven Daten“ nur eingeschränkt verfügbar sein. Wiederaufnahmeraten, Risiko-adjustiertes Überleben, Sicherheit und Pflegequalität und etliches andere beziehen sich auf die stationäre Medizin, wohingegen die Ambulantisierung von Endokrinologie und Diabetologie weit fortgeschritten ist (in den USA noch mehr als bei uns, daher wäre es interessant zu wissen, ob „objektive Daten“ hier beim Ranking eine ebenso große Rolle spielten, wie in Kardiologie oder Herzchirurgie). Am ehesten wäre in unserem konservativen Fachgebiet noch beim diabetischen Fuß ein objektives Ranking möglich.

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