Düsseldorf, 6. Juli 2026
Vom 25. Bis 27. Juni fand an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf der Jahreskongress der Central European Diabetes Assocation (CEDA) statt (https://ceda2026.com/). Die Gesellschaft wurde 1969 als Föderation der Internationalen Donau-Symposia über Diabetes mellitus (FID) gegründet und 2006 unter der Präsidentschaft von Professor Dr. Helmut Schatz in CEDA umbenannt. Die CEDA ist eine gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die Wissenschaft und die Zusammenarbeit aller Gruppen in Mittel-, Ost und Südosteuropa im Bereich Diabetes mellitus zu fördern.
Der diesjährige Kongress wurde vom Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ) unter der Präsidentschaft von Professor Dr. Michael Roden ausgerichtet, unterstützt von Professor Dr. Christian Herder und Georgia Xourafa (Kongresssekretariat). Rund 250 Teilnehmende mit Beiträgen aus 25 Ländern diskutierten aktuelle Forschungsergebnisse und neue therapeutische Konzepte in 16 thematischen Sitzungen und vier Industriesymposien. Die Postersitzung mit 56 Postern bot eine weitere Plattform für den wissenschaftlichen Austausch. Posterpreise für die fünf besten Beiträge wurden an Forschende aus Deutschland, Serbien, Tschechien und Ungarn verliehen. Für die Teilnahme am Kongress wurden auch zehn Reisestipendien vergeben, was die Bedeutung der Nachwuchsförderung für die CEDA zusätzlich unterstreicht.

Prof. Michael Roden, Tagungspräsident bei der Eröffnung (Foto: DDZ Düsseldorf)
Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung erhielt Professor Dr. Péter Kempler von der Semmelweis Universität Budapest den Jühling Prize der Anna Wunderlich und Ernst Jühling-Stiftung für seine langjährigen Arbeiten zur Pathophysiologie und Behandlung der diabetischer Neuropathien (https://ddz.de/juehling-prize-erstmals-vergeben-peter-kempler-wird-auf-dem-ceda-kongress-mit-dem-juehling-prize-geehrt/). Professor Kempler war von 2022 bis zum diesjährigen CEDA-Kongress Präsident der CEDA, zudem von 2016 bis 2021 Präsident der Ungarischen Diabetes Gesellschaft und von 2018 bis 2021 Präsident der Diabetic Neuropathy Study Group (NEUROdiab) der European Diabetes Association (EASD).

Links Prof. Roden, rechts der scheidende Gesellschaftspräsident und neue Träger der Jühling-Medaille Prof. Peter Kempler, Budapest (Foto: DDZ Düsseldorf)
Zentrale Themen des CEDA-Kongresses waren die Präzisionsdiabetologie, die Interaktion zwischen Diabetes und kardiovaskulären Erkrankungen, Folgeerkrankungen wie Neuropathie und Nephropathie, therapeutische Innovationen und psychosoziale Aspekte. Ein gemeinsames CEDA/EASD-Symposium, in dem auch EASD-Präsident Professor Dr. Francesco Giorgino (Bari, Italien) vortrug, fokussierte auf die Pathophysiologie des Typ-2-Diabetes. Ein gemeinsames Symposium mit dem Zentrum für Diabetesforschung (DZD) richtete seinen Blick auf innovative Methoden und Studienansätze in der Prävention. Als neues Format gab es erstmals zwei Young Investigator-Sitzungen, zu denen jüngere Kolleginnen und Kollegen aus acht CEDA-Ländern eingeladen wurden, um ihre Projekte vorzustellen. Insgesamt machte dieser Kongress klar, wie dynamisch viele Entwicklungen in Prävention und Therapie des Diabetes sind und dass der Blick auf einzelne Personen und Diabetes-Subtypen zu vielverspechenden neuen Konzepten geführt hat. In den nächsten Jahren werden diese in der klinischen Praxis und im Versorgungsalltag zu evaluieren sein, um die Perspektive von Betroffenen und Angehörigen stetig zu verbessern.
Mit der Generalversammlung am Ende des Kongresses begann die vierjährige CEDA-Präsidentschaft von Prof. Dr. Manfredi Rizzo (Palermo, Italien). Professor Rizzo ist Professor für Endokrinologie und der Beauftragte des Rektors für internationale Zusammenarbeit an der Universität Palermo. Er leitet zudem die Abteilung für Diabetes und kardiovaskuläre Prävention am Universitätsklinikum Palermo.
Der nächste CEDA-Kongress ist für Juni 2027 geplant und wird unter der Präsidentschaft von Frau Dr. Ilze Konrade in Riga (Lettland) stattfinden. Bereits jetzt eine herzliche Einladung nach Riga!
Prof. Dr. phil. nat. Christian Herder, DDZ, Düsseldorf
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