Medizinische Kurznachrichten der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie
(Prof. Helmut Schatz, Bochum)

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132. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin Wiesbaden 2026


Höchst erfolgreich unter Präsidentschaft der Endokrinologin Führer-Sakel, Essen

Essen und Bochum, 2. Mai 2026:

Vom 18.-21. April 2026 fand in Wiesbaden der 132. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin statt, den eine Endokrinologin, Frau Prof. Führer -Sakel aus Essen mit ihrem Team großartig und höchst originell gestaltet hatte. Im DGE-Blog wurde schon am 16. Mai 2025 (1) berichtet, dass dieser unter dem Zeichen des heutigen Paradigmenwechsels in der Inneren Medizin stehen werde. Die Präsidentin hat nach dem Kongress auf die Bitte des Referenten (H.S.) hin dankenswerterweise für unseren DGE-Blog einen Bericht abgefasst (s.u.).  Dem Referenten sei eine Bemerkung zur Abendveranstaltung im Ludwig-Thiersch – Saal des Kurhauses Wiesbaden gestattet: Seit Jahrzehnen hat H.S. fast alle diese Veranstaltungen mit den präsidialen Festreden gehört – er trägt immerhin die niedrige Nummer 2198 der heute über 20.000 Mitglieder starken Internistengesellschaft: Dagmar Führer-Sakel hat die Eröffnungsveranstaltung so individuell, persönlich und locker gestaltet wie kaum je ein/e Präsident/in zuvor.

Nachlese der Kongress-Präsidentin

Unter dem Motto „Paradigmenwechsel in der Inneren Medizin – die Zukunft gestalten“ stand Europa als einer der zentralen Schwerpunkte im Fokus. Insgesamt besuchten ~ 9.000 als Teilnehmende aus 31 Nationen vor Ort sowie >3.500 Online-Gäste den Kongress. Das elfköpfige Essener Kongressteam verantwortete ein vielfältiges und interdisziplinäres Programm mit reichlich „Food for Thought“ und zahlreichen künstlerischen Impulsen: Neben den klassischen Symposien der internistischen Schwerpunkte umfasste dieses unter anderem einen Science Slam im „Wiesbadener Wohnzimmer“ mit DGIM Clinician Scientists, interprofessionelle Formate zur digitalen Medizin sowie neue KI-Anwendungen im Rahmen von DGIM Future, Pressekonferenzen und Live-TV-Formate zu Prävention, genetischer Medizin, europäischer Vernetzung, Künstlicher Intelligenz, Transition und einen European Case Contest sowie die DGIM-Kampagne „Die Zukunft der Inneren Medizin“, die erstmals beim Kongress gezeigt wurde

Darüber hinaus bot der Kongress nach morgendlichem Warm-Up mit Sport, auch die Begegnung mit der Kongressbildkünstlerin MadC im Rahmen der After-Work-Party „Meet and Greet with Europa“, einen viel beachteten Patiententag mit dem Festvortrag von Prof. Eckart Altenmüller „Apollos Gabe: die positiven Wirkungen von Musik auf Körper und Seele durch Neurohormone und Neuroplastizität“ und einen Konzertabend zum Paradigmenwechsel im Reinhardt Ernst Museum mit jungen Musikern von   folkwang junior/Folkwang Universität der Künste Essen.

Die höchstrangigen DGIM-Wissenschaftspreise, die im Rahmen der festlichen Abendveranstaltung im Kurhaus Wiesbaden verliehen wurden, gingen in diesem Jahr erfreulicherweise an zwei junge deutsche Endokrinologen: PD Dr. Rima Chakaroun aus Leipzig und Dr. Arvid Sandforth vom Universitätsklinikum Tübingen/Charité.

Ein weiteres Novum war die viertägige Fortbildungsreihe „Endokrinologie und Diabetologie für den Generalisten“ mit rappelvollen Hörsälen und vielen Vortragenden aus der deutschen Endokrinologie- und Diabetologie-Szene sowie der erstmalige Livestream vom Internistenkongress in die Hauptvorlesung Innere Medizin/Endokrinologie an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen.

Aus der Plenarsitzung „Obesity – Insights, Unknowns, and the Future“ erhielten Studierende direkte Einblicke in aktuelle wissenschaftliche Entwicklungen und pharmakotherapeutische Ansätze der Adipositastherapie durch internationale Experten wie Prof. Michael Stumvoll (Sprecher des Exzellenzclusters LeiCEM), Prof. Giles Yeo vom MRC Cambridge sowie Prof. Timo Müller (Direktor am Helmholtz Zentrum München). Im Fokus standen dabei auch neuartige Substanzklassen, darunter die kürzlich in Nature publizierten Quintuple-Inkretin-Polygonisten, die in ihrer Wirkung weit über Semaglutid und Tirzepatid als Dual-Agonist hinausgehen.

Kurzum: Der Internistenkongress 2026 hat gezeigt, dass Hormone und Metabolismus eine zentrale Rolle im Paradigmenwechsel in der Inneren Medizin spielen. Gleichzeitig ist unser Fachgebiet für die neuesten Themen – insbesondere Prävention und Geschlechtssensible Medizin und den internationalen Austausch – hervorragend aufgestellt.

Prof. Dr. med. Dr. Dagmar Führer-Sakel, Essen

Literatur:

(1) Helmut Schatz: Paradigmenwechsel in der Inneren Medizin. Programm des Kongresses 2026 der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin in Wiesbaden unter der Präsidentschaft unseres DGE-Mitglieds Prof. Dagmar Führer-Sakel, Essen.
DGE-Blog vom 16. Mai 2025

Posted on by Prof. Helmut Schatz
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