Medizinische Kurznachrichten der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie
(Prof. Helmut Schatz, Bochum)

Frühstück verringert Risiko für Typ-2-Diabetes – und auch das Gewicht


Am 10. Juni 2012 wurde während des 72. Amerikanischen Diabeteskongresses in Philadelphia berichtet, dass Personen, die pro Woche an mindestens 5 Tagen frühstücken, ein um 31% geringeres Diabetesrisiko haben als die, welche das Frühstück immer weglassen oder höchstens dreimal pro Woche zu sich nehmen (1). Der Epidemiologe Andrew Odegaard von der University of Minnesota, Minneapolis berichtete über dieses Analysenergebnis aus der Coronary Artery Risk Development in Young Adults (CARDIA)-Studie, die an etwa 3600 Frauen erfolgte, welche im Jahre 1985 im Alter von 18 bis 30 Jahren ohne Diabetes in die Studie aufgenommen und bis zu 20 Jahre lang laufend nachuntersucht worden waren. Der Verlauf des Körpergewichts war bei regelmäßigem Frühstücken ebenfalls günstiger, es stieg geringer (-0.5 kg/qm, p= 0.01). Von Interesse ist der Befund, dass eine höhere Diät-Qualität zwar auch die Diabetesinzidenz senkte, aber die Frühstücksfrequenz wichtiger war.

Also: Leitungswasser statt Fruchtsäfte trinken und regelmäßig frühstücken – so bleibt man gesund!

Literatur:
(1) A. Odegaard et al., Abstract 1364-P, ADA 2012, Presented June 10, 2012
(see: Jim King: Breakfast Decreases Type 2 Diabetes Risk.
http://www.medscape.com/viewarticle/765390?src=nl_topic
(2) DGE-Blog – Beitrag vom 9. Juni 2012

Publiziert am von Prof. Helmut Schatz
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