Medizinische Kurznachrichten der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie
(Prof. Helmut Schatz, Bochum)

Hämatopyrrollaktamurie (HPU) – eine „vergessene Stoffwechselstörung“?


Bochum, 26. Juni 2017:

In den 1950er bis 1960er Jahren wurde nach biochemischen Markern für psychische Erkrankungen gesucht. Kanadische Autoren beschrieben im Urin von Patienten mit Schizophrenie, Angstzuständen, Panikattacken und Alkoholismus eine sich mit dem Ehrlich-Reagens violettblau anfärbende Substanz, die sie wegen dieser Farbreaktion als „Mauve-Factor“ bezeichneten. Der Stoff wurde als ein Kryptopyrrol definiert, später als Hämopyrrollaktam. Bis heute wurden diese Befunde jedoch nicht bestätigt (1).

In der Alternativen Medizin, insbesondere der Orthomolekularen Medizin wird die HPU heute als „vergessene Stoffwechselstörung“ bezeichnet und verstärkt beachtet. Sie wird mit einem Vitamin B6- und Zinkmangel in Zusammenhang gebracht und es werden „orthomolekulare Produkte“, vor allem Vitamin B6 und Zink empfohlen. Es liess sich jedoch nie ein Zusammenhang mit einem Mangel dieser Substanzen nachweisen. Holländische Autoren bezeichneten die HPU daher im Jahre 2003 als „Pseudokrankheit“ (2). In den klassischen Lehrbüchern und auch im ICD-10-Schlüssel taucht sie nirgendwo auf (1).

Sieht man heute ins Internet, so findet man aber die HPU in vielen Beiträgen, so etwa am 9. Januar 2015 von Trudy Scott mit dem Titel: „Pyrroluria, high mauve, pyrrole disorders, malvaria, elevated kryptopyrroles and social anxiety“, gefolgt von 99 Kommentaren. Die Autorin empfiehlt ihr Buch „The Antianxiety Food Solution.“

Unser DGE-Mitglied Martin Merkel, Endokrinologikum Hannover, schrieb gestern die DGE an und schlug eine Veröffentlichung seiner Stellungnahme zur HPU vor: „Die Hämatopyrrollaktamurie (HPU) ist keine schulmedizinische Diagnose und auch keine Unterform der Porphyrien, keine Stoffwechselstörung im medizinischen Sinne und damit auch keine Erkrankung. Eine auf die erhöhte Ausscheidung von Pyrrolen im Urin aufbauende Diagnose oder Therapie entbehrt jeder wissenschaftlichen Grundlage“. Im Arznei-Telegramm wurde im Jahre 2012 zu diesem Thema ein Kommantar des Apothekers Hellmann aus Hamburg abgedruckt (1). Dieser war auch Grundlage für einen entsprechenden Eintrag bei WIKIPEDIA.

Der Referent hatte vor Jahren den Artikel im Arznei-Telegramm zwar gelesen und angekreuzt, die Thematik aber nicht weiter verfolgt. Er wurde in seiner Praxis nie damit konfrontiert. Ich gehe davon aus, dass manches DGE-Mitglied von Patienten aber darauf angesprochen werden könnte, wie es wohl Herrn Kollegen Merkel in seiner Hannoverschen Praxis passiert sein dürfte.

Helmut Schatz

Literatur

(1) U. Hellmann: Kryptopyrrolurie – was ist davon zu halten? Arznei-Telegramm 2012. 43:87-88

(2) J.W.M. van der Meer et al.: Ned. Tijdschr. Geneeskd. 2003. 147:1720-1

Bitte kommentieren Sie diesen Beitrag !

Publiziert am von Prof. Helmut Schatz
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Permalink.

21 Antworten auf Hämatopyrrollaktamurie (HPU) – eine „vergessene Stoffwechselstörung“?

  1. Es ist natürlich immer viel schwieriger, die Nichtexistenz als die Existenz einer Sache nachzuweisen. Ich bin mit dem Thema nicht wirklich vertraut, möchte mir aber doch die beiden folgenden Fragen erlauben:

    1. Worauf (außer Case Reports) gründen die Vertreter der orthomolekularen Medizin ihre Annahmen? Gibt es irgendwelche Studien, womit sich die Mutmaßungen stützen lassen?

    2. Wie ist die normale Ausscheidung für Hämopyrrollaktam im Urin und wie gut ist die diagnostische Trennschärfe der verfügbaren Testverfahren? Es werden zwar von verschiedenen Firmen Schnelltests zur Quantifizierung der Hämopyrrollaktam-Ausscheidung angeboten, aber leider schweigen sie sich zur analytischen Qualität und zu wichtigen Fragen wie Sensitivität und Spezifität aus.

    Eigentlich sollten sich diese Fragen ja in einer einfachen Studie schnell beantworten lassen, zumal ja angeblich 10% der Bevölkerung betroffen sind. Es wundert mich, dass die Anhänger dieser Erkrankung nicht schon längst die erforderlichen Studienergebnisse vorgelegt haben.

  2. Skeptikerin sagt:

    Guten Tag!
    Gibt es mittlerweile wirklich *wissenschaftliche* Literatur zu dem Thema? Mein Facharzt hat mich darauf hingewiesen und scheint sehr überzeugt, mir aber keine konkrete Literatur genannt. Was ich im Netz finde, erhöht meine Skepsis eher, ebenso das Angebot an Print-Literatur…

  3. Helmut Schatz sagt:

    Mir ist keine wissenschaftliche Literatur bekannt geworden.

  4. BETROFFENE sagt:

    Hallo,
    Nun ja…wissenschaftliche Grundlagen hin oder her. Wer behauptet die HPU existiert nicht, da es dafür keine wissenschaftlichen Beweise gibt, der sollte doch bitte einen wissenschaftlichen Beweis dafür abliefern, dass es die Stoffwechselstörung nicht gibt.
    Ich bin selbst betroffen. gemessen wurde das anhand einer Probe aus dem 24 Stunden Urin, in der HPL gemessen wurde. Wobei darauf hingewiesen wurde, dass es sich auch um eine echte Porphyrie handeln könnte. Daraufhin wurden Zink und Vitamin B6 im Blut bestimmt und es erwiesen sich TATSÄCHLICH massive Mängel dieser beiden Mikronährstoffe. Seit der Einnahme geht es mir viel besser. Die Schulmedizin konnte mir leider gar nicht helfen, sie stellte nur immer wieder mal Hormonmangelzustände, Störungen der Schilddrüse und des Hypothalamus, inkl. reaktiver Unterzuckerungen fest. Weiter getan wurde aber nichts, da das nicht konstant so war, sondern immer wieder schwankte. Seit der Einnahme von B6 und Zink bin ich jedenfalls nicht mehr in Ohnmacht gefallen, wie davor jeden zweiten Abend (Cortisol-Mangel!), auch die Schmerzen in den Gelenken sind weg und die Schilddrüse hat sich normalisiert. Natürlich ist dies kein wissenschaftlicher Beweis, aber ein Beweis am Menschen!!! Wie sagt man so schön? Es gibt Dinge, die man weder sehen, noch beweisen kann, aber sie existieren dennoch ;-) Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass die Pharmaindustrie nur am kranken Menschen verdienen kann und Medikamente lindern immer nur das Symptom, niemals aber die Ursache um wahrhaft zu heilen. Mit Nahrungsergänzungsmitteln, die den Menschen evtl. doch tatsächlich helfen, kann man keinen Profit machen. Das ist wohl der Grund warum man gar nicht erst weiter versucht wissenschaftliche Beweise für die HPU zu finden, deshalb existieren sie auch nicht!!! Und genau das sollte jeder Endokrinologe und jeder andere Arzt im menschlichen Sinne bedenken, denn wenn er ehrlich zu sich selbst ist, möchte auch der Arzt wenn er krank ist geheilt werden, nicht nur seine Symptome bekämpfen!

  5. Dr. Eisenbart sagt:

    Ich bin erst seit einigen Tagen mit dieser Frage (HPU) konfrontiert und muss als Schulmediziner auch mit einer gewissen Skepsis kämpfen. Alledrings finde ich auch, dass die Tatsache, dass schulmedizinisch keine ernsthafte Literatur dazu zu finden ist, nicht gleichbedeutend mit nicht existent ist! Denken wir bitte an die Aussagen der honorigen Kollegen, die ehedem die Fahrt mit der Eisenbahn mit der Fahrt in den Irrsinn gleichsetzten. Auch da hat sich die etablierte Medizin geirrt und deren Beispiele gibt es viele!
    Die Tatsache, dass sich viele auf ein lukratives Geschäft mit Diäten und Therapien und Literatur stürzen, ist auch kein Kriterium für 100%ige Unseriosität.
    Je länger ich die diesem Beruf arbeite, desto unsicherer werde ich bei der Frage, was ist wirklich gesichert und was ist Lobby-gesteuert. Wenn über 90% der Forschung industriefinanziert und evtl. manipuliert ist, worauf kann man sich verlassen?
    Etwas Aufgeschlossenheit und Unvoreingenommenheit täte uns sicher gut!

  6. Helmut Schatz sagt:

    Lieber Herr Kollege Eisenbart, „absence of evidence is not evidence of absence“, das lernt heute jeder schon im Medizinstudium. Die EBM stellt die „Basis“ dar, darauf setzt sich heute die „precision medicine“, (die „personalisierte“). Nur „Erfahrungsmedizin“ ohne eine Evidenz-Basis kann man als „Heilversuch“ im Einzelfall betreiben. Ihr Vergleich mit Ärzten, die gegen die Eisenbahn waren, ist zwar medizinischgeschichtlich ganz nett, im Zusammenhang mit HPU aber nicht angebracht und wohl etwas starker Tobak!

  7. Stephanie sagt:

    Vielen Dank für diesen Beitrag!
    Er spricht mir aus dem Herzen. Auch ich bin betroffen und musste mir den Weg hin zu dieser Diagnose über viele Jahre erarbeiten. Hashimoto, Lungenprobleme mit unterschiedlichsten Diagnosen (erst COPD, dann allergisches Asthma), unerklärlicher Eisenmangel mit anschließender Magen- Darmspiegelung und der Diagnose Zöliakie folgten. Merkwürdig ist nur, dass ich gar nicht die äußerlichen Beschwerdemerkmale der Zöliakie hatte. Lichtempfindlichkeit und ein gefühlt anderes Blickfeld, aber der Augenarzt konnte nichts feststellen… beginnende Histaminunverträglichkeit u.s.w.
    Durch Zufall bin ich auf HPU aufmerksam geworden. So viele Merkmale trafen auf mich zu, dass ich den Test selber gezahlt habe. Die Mineraldosierung, die das Labor vorgeschlagen hat nehme ich jetzt seit ca. 6 Monaten ein und es geht mir so viel besser.
    Es wäre wünschenswert, wenn diese Arroganz der Ärzte aufhören würde und man auch mal ein Blick zur Seite riskieren würde.

  8. Chr sagt:

    Guten Tag, auch ich möchte aus Sicht eines „Hpu-Patienten“ meine Erfahrungen zum Ausdruck bringen. Ich litt Jahrzehnte lang unter diversen unspezifischen Symptomen. Aus Sicht der Schulmediziner war die einzige logische Diagnose: die Symptome sind psychisch verursacht. Diverse Psychopharmaka wurden an mir ausprobiert, die Nebenwirkungen waren für mich sehr unangenehm. Ebenso konnte auch eine Psychotherapie keine Verbesserung herbeizuführen. Dann wurde bei mir Hpu diagnostiziert. Und ab da ging’s langsam bergauf- Nach 3 Tagen Zinkeinnahme konnte ich sogar die gehassten Spinnen entspannt betrachten. Ich war insgesamt viel entspannter. Allerdings haben die Reaktionen der Schulmedizin und meiner Ärzte teilweise echte Narben hinterlassen. Erschreckend finde ich das teilw. Unwissen um die Ermittlung der entsprechenden Blutwerte (Vollblut ja/nein). Als Betroffene würde ich mich freuen, wenn es endlich anerkannte Forschungen zu dem Thema gibt!

  9. AndiSho sagt:

    Annahme: Reizdarm. Warum? Enzymsynthese gestört | Mastzellen aktiviert (MCAS), =>?| Defensine niedrig
    ==> Resorptions- und Malabsorbtions-Störungen =>Vitamin-Mangel, Mineralienmangel, Tryptophanmangel,..)
    Multifaktorielle Ursache, Epigenetik, .. => selbsterhaltender Zustand.

    MCAS- Diagnose:
    * Ausschlussdiagnose
    * N-Methylhistamin im Sammelurin
    (Brennen beim Wasserlassen@Schub)
    * Tryptase-Wert im Blut mal (Schub) über +20% +3ppm über der „Baseline“ liegen.

    MCAS: (gen. Prävalenz 17%, 5-10% mit klin. Symptomen)
    „Mast cell activation disease: An underappreciated cause of neurologic and psychiatric symptoms and diseases“ aus: Brain, Behavior, and Immunity 50 (2015) 314–321
    Q:
    Molderings, Maurer, Afrin, … Zsf.: mastzellaktivierung.info

    KPU-Kritik, Porphyrien:
    https://edoc.rki.de/bitstream/handle/176904/284/2671nqIxZYff.pdf

    Therapie: H1, H2, Antioxidantien, Stark: Nahrung als Medizin, ev. Low Carb, Allergene meiden, Seele heilt Immunsystem,…

  10. DD sagt:

    Vielen Dank für Ihre Beiträge Stephanie und Dr. Eisenbart,
    mein Sohn hat erst vor zwei Wochen diese Diagnose gestellt bekommen. 2018 habe ich das erste Mal von KPU/HPU gehört, aufgrund der abschätzigen Veröffentlichungen hatte ich dies nicht beachtet. Mein Sohn hatte jedoch all die Symptome, die ADS Diagnose und die empfohlene Methylphenidat Gabe, die ich strikt abgelehne, haben mich wieder auf diese Spur gebracht. Die Blutuntersuchungen sind die komplette Abbildung von KPU/HPU. Die Kosten für diese Untersuchungen sind „astronomisch“. Es gilt nun für meinen Sohn den vielen Lebensmittelunverträglichkeiten kreativ zu meistern und ab sofort mit den Mineral- und Vitamingaben zu leben. Ich würde mir wünschen, dass die Datenlage, Studien verbessert würden und die KPU/HPU publik gemacht wird.

  11. Claire sagt:

    Wenn die Schulmedizin HPU nicht leugnen würde, sähe man sich als Betroffener nicht gezwungen, woanders Hilfe zu suchen. Nach jahrelanger Ärzteodyssee habe ich Hilfe im naturheilkundlichen Bereich gefunden, was auch da nicht einfach war. Erst seitdem geht es mir besser. Die vielen Beschwerden hätten einem erspart bleiben können, wenn man es nicht mit soviel Arroganz und Ignoranz in der Schulmedizin zu tun hätte. Kein Wunder, wenn sich viele in ihrer Not woanders hinwenden. Echt armselig, diese unterlassene Hilfeleistung im großen Stil und an Arroganz nicht zu überbieten. Solche Artikel und Kommentare sind ganz hilfreich, um zu wissen, welche weiteren Doktoren man von vornherein gar nicht aufzusuchen braucht. Es wäre reine Zeitverschwendung und weiterhin nur unnötiges Leiden. Besser gleich zu jemand, der Ahnung davon hat und Interesse am Gesundmachen.

  12. Beate sagt:

    Ich bin erst heute auf den Begriff HPU gestoßen. Da ich schon viele Jahre an einem Großteil der genannten Symptome leide und ich mich irgendwie damit abgefunden habe, wäre ich natürlich sehr interessiert zu erfahren ob diese HPU evtl. die Ursache meiner Beschwerden ist.
    Meine Frage, wie findet man einen Arzt oder Heilpraktiker der sich damit auskennt?
    Ich wohne im Großraum Stuttgart.

  13. Helmut Schatz sagt:

    Mir ist dort keine Person bekannt. Aber vielleichr kann Ihnen ein Leser Auskunft geben.

  14. Monika Schwarze sagt:

    Wer behauptet,daß es keine HPU gibt,dem wünsche ich,daß er nur mal 1 Jahr mit den entsprechenden Beschwerden leben muß!Habe selbst jahrelang immer wieder in Phasen,wo es mal besser ging,gesucht,was mit mir nicht stimmt bis ich endlich über KEAC in Holland den Befund hatte!Buch dazu gekauft“Stoffwechselstörung HPU“,das gelesen und mich danach gehalten-meine Beschwerden sind umgut 80%zurückgegangen!Der Rest hängt wohl noch am Hashimoto und die Nebennierenschwäche ist auch noch nicht behoben-aber das schaffe ich auch noch! Leider ohne ärztliche Begleitung,denn sowas wie „HPU“gibt`s ja gar nicht!
    Warum wohl nicht?Bei HPU werden die dem Körper verlorenen Mikronährstoffe „nur“ durch Nahrungsergänzungs-Präparate zugegeben,darauf gibt es keine Patente und die Pharmamedizin verdient nichts dran!

  15. Yvonne Reinecker sagt:

    @Beate
    Schauen Sie mal auf der Homepage von KEAC (Niederlande) oder HPU and you (Deutsche Webseite über HPU) auf beiden kann man nach Therapeuten suchen.

    Auch ich bin mittlerweile bei HPU angekommen, ich bin seit über 1,5 Jahren ständig müde, wirklich schlafen kann ich aber auch nicht.
    Mittlerweile kommen immer mehr Symptome dazu und mein Arzt zuckt nur mit den Schultern.
    er wisse nicht woher meine Müdigkeit kommt, Schilddrüse ist ok, Eisenmangel bzw mittlerweile kurz vor der Eisenmangelanämie lässt sich nicht auffüllen (es liefen schon 2 Versuche mit Infusionen, die nicht wirklich was brachten) und den Vitamin D3 Wert interessiert eh keinen…

    Ich fühle mich mit meinen Beschwerden von der Schulmedizin allein gelassen.
    Ich bin Alleinerziehend und kann es mir nicht leisten wegen ständiger Müdigkeit und Schwindelanfällen meinen Job zu verlieren.
    krank geschrieben werd ich nicht, weil ich laut Schulmedizin nichts habe…

  16. Corinna S. sagt:

    Mich würde sehr interessieren, warum hier nicht weiter geforscht wird? Ist das Thema so uninteressant für die Forschung? Oder liegt es vielleicht doch daran, dass Forschung zum größten Teil von der Pharmaindustrie bezahlt wird?

    Und warum werden die Beschwerden der Patienten von den Ärzten nicht ernst genommen?! Immer ist alles direkt psychisch – einmal in der Psychoschublade abgelegt, werden alle weiteren Beschwerden automatisch auch darauf geschoben.
    Ein Arzt hat mal in einem Interview zugegeben, dass Mediziner durchaus in Schubladen denken, gerade auch, weil sie so unter Zeitdruck stehen und kaum Zeit für Gespräche bleibt. Und deshalb wird „schnell-schnell abgefertigt“.

    Ich habe seit ca. 3 Monaten eine zunehmende Symptomatik, mit massiven Konzentrationsproblemen und den meisten anderen aufgeführten Symptomen und von den Ärzten kommt… nichts. Warum nicht? Warum interessiert das niemanden? Wo bleibt die Menschlichkeit der „Human“mediziner…?

  17. Liebe Schulmedizin und Ärzte schaut endlich hin. Ich habe von 2016 bis Ende 2018 jeden Arzt aufgesucht den es gibt. Mein Hausarzt hat alles abklären lassen weil er sich selbst nicht mehr weiter wusste. Regelmässige körperliche wie psychische Zusammenbrüche. Ein labyrinth im Kopf, keine klaren Gedanken. Dauererschöpft. 7 Kilo Wassereinlagerungen über Nacht. Gewichtsprobleme, Schildd.Tabl. seit meinem 15 Lj. Ohnmächtige Zustande. Taubheitsgefühl in den Lippen, w.b. Zahnarzt. Ein Bauch w.i. 7 Monat schwanger. Magen und Glieder/Muskelschmerzen. Allergien. Dies sind nur ein Paar meiner damaligen Beschw. Eine Frechheit dies alles auf die Psyche zu schieben. Werde heute durch eine HP behandelt und begleitet. Durch Einnahme von B-live, Zink und Magnesium sowie einem Ernährungsplan geht es mir heute super. Auch meine Kinder sind betroffen. Doch leider müssen wir die Kosten kompl selbst tragen. Ein grosses Pfui für das deutsche Gesundheitssystem. Würde gerne noch mehr schreiben, Zeichen zu Ende!

  18. Beppo sagt:

    Schwieriges Thema. Wenn es einem besser geht durch einen Ernährungsplan, spricht logisch alles dafür, dass es ein Ernährungsproblem war, also weder Psyche noch nicht anerkannte Erkrankungen, sondern ein steuerbares Verhaltensproblem. Wieso soll dafür die Allgemeinheit zahlen?

    Eine Krankheit ist das nicht. Was anderes ist die Beliebtheit psychosomatischer Diagnosen. Geht schnell und kostet wenig. Ich bin 20 Jahre als psychosomatisch krank gelaufen,bis die Schilddrüsenerkankung erkannt wurde. HInterher fand ich klare Befunde von Blut und Sono in meinen Akten, die die lange Dauer der Fehldiagnose bestätigen. Mich hat das meine Existenz gekostet und zum Pflegefall gemacht. Chancenlos war ich, man hatte mir den Zugang zu meinen Befunden sogar verweigert. Mein Rat daher: Selber die Befunde angucken und nachfragen. Wenn gar nichts auffällig, Psychosomatik als Möglichkeit akzeptieren. Aber bei Befunden um Klärung bitten. Und bei Schilddrüse nicht nur TSH machen, auch ft4 , ft3, Antikörper.

  19. [Name entfernt] sagt:

    Könnte mir jemand einen HPU/KPU erfahrenen Therapeuten im Raum München empfehlen. Meine Tochter kämpft sich seit Jahren durch eine alptraumhafte Odyssee mit vielen Symptomen verschiedenster Art. Zunächst wohl durch einen EBV verursacht , kam jetzt noch eine ( durch einen Urintest) bestätigte Diagnose von HPU/KPU und den dafür typischen Mangelerscheinungen hinzu. Hauptsymptome sind extremer Energiemangel, totale Erschöpfung und auffällige Infektanfälligkeit, die momentan wieder sehr akut sind . Zusätzlich hatte sie im Laufe der Jahre immer wieder in Verbindung mit einem Infekt mit plötzlichen Wassereinlagerungen zu kämpfen, die sich innerhalb weniger Tage bildeten und bei einer „Krise“ zu einer raschen Gewichtszunahme von bis ca. 10 Kilo führten. Diese Einlagerungen konnte sie nur zu einem geringen Teil und sehr langsam über Jahre wieder los werden.
    Wer hat Erfahrungen mit solchen ominösen Wassereinlagerungen, schulmedizinische Hilfe haben wir schon vor Jahren aufgeben müssen.

  20. hiro sagt:

    sehr interessante diskusion, das problem, dass ärzte einen nicht ernst nehmen kenne ich auch, habe seit 2017 unerklärliche -stoffwechselentgleisungen- wie zb.: müdigkeit,antriebslosigkeit,allergien gegen nahrungsmittel, die ich noch vor 2mon. problemlos vertragen hatte,wassereinlagerungen….das ging so weiter bis heute,ich habe so viele ärzte aufgesucht,die alle laboruntersuchungen angeordnet hatten,nur sie konnten die ergebnisse nicht lesen, denn wenn man nur ansatzweise in richtung hpu gedacht hätte, hätte man es gefunden, im letzten test vom sept. 2020 stand explizit zinkmangel drinn….
    in berlin habe ich gestern durch zufall einen HP gefunden, der in seiner anamnese die hpu-thematik mit einbezieht…..
    grundsätzlich ist doch folgendes,oft gibt es ein fehlendes interesse,dem patienten wirklich und grundlegend zu helfen, ist mir gegenüber mehrmals so gesagt wurden, man muß auch in betracht ziehen, dass die laborergebnisse nicht immer korrekt sind-habe ich auch so erlebt-alles…

  21. CB sagt:

    Hallo an alle die es auch betrifft
    Kann nur die Erfahrung der meisten bestätigen:
    Selbst wenn die Tests eindeutig
    Mangelerscheinungen: Zink Vitamin D B;
    Diabetessymthome und Gallensteine zeigen
    plus ich die Symptome aufzähle
    Müdigkeit, Weizenintoleranz, Verstopfung, Stoffwechselstörung
    werde ich von den Ärzten nur mit milde belächelt.
    Ich habe den Arzt gebeten mich beim Gesundheitscheck auf
    Kryptopyrrolurie zu testen.
    Was kam raus: Oh es gab ein Fehler beim Labor
    Die haben das vergessen

    Ich behandle mich nun selber mit Nahrungsergänzungsmitteln
    Und konnte schon Fortschritte machen.
    Ärzte mögen in ihrem Bereich gut sein.
    Was ausserhalb ihres Wissens liegt, gibt es einfach nicht
    Die Verantwortung für seine Gesundheit sollte jeder für sich selber auch wahrnehmen.
    Gruss Christoph

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

 Verbleibende Zeichenanzahl

Mit dem Absenden des Formulars erklären Sie sich mit der Verarbeitung der übermittelten Daten einverstanden. Details hierzu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.