Medizinische Kurznachrichten der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie
(Prof. Helmut Schatz, Bochum)

Endokrinologischer Hohlspiegel: Eine Firma propagiert ein Verfahren zur Prognoseverbesserung nach Herzinfarkt – mit einem Feuerzeug!


Bochum, 2. Januar 2019

Vom 7.-8. Dezember 2018 fand in Dresden die 6. Jahrestagung der D-A-CH – Gesellschaft Prävention von Herz-Kreislauferkrankungen  e.V: statt. Das Thema der ausgezeichnet organisierten und durchgeführten Tagung lautete  „Der kardiovaskuläre Hochrisikopatient“. Auf einem der Industriestände erkundigte sich der Referent über ein neues Produkt der Firma PENTRACOR zur Reduktion von CRP (C-reaktivem Protein) durch Apherese, das demnächst auf den Markt kommen soll und das auch während des Symposiums diskutiert wurde. In ausgedehnten Tiermodellen mit experimentell induziertem Myokardinfarkt wurde die Narbengröße durch CRP-Apherese mit CRP-Minderung signifikant in relevantem Ausmaß verkleinert und die Herzleistung verbessert.

Und wie wird für dieses Verfahren geworben? Mit oben abgebildetem Feuerzeug! Auf den Einwand des Referenten, dass ein doch in der Regel zum Zigarettenanzünden verwendetem Gerät gerade nicht den aufgedruckten Text „better outcome after infarct“ rechtfertige, antwortete man ihm: „In der Advents- und  Weihnachtszeit zündet man damit doch  auch Kerzen an“. Eine zwar originelle, aber völlig daneben liegende Erklärung für eine skurrile Werbeidee.

Helmut Schatz

Publiziert am von Prof. Helmut Schatz
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