Im Sommerloch wiederum ein „Blick über den Tellerrand“ –
Bochum, 16. Juli 2025:
Sommerkonzerte finden seit Jahrzehnten allenthalben statt. Schon lange werden auch Sommerinterviews mit Politikern im Fernsehen präsentiert, und im DGE-Blog erscheinen im Sommerloch, wenn kaum große internationale Kongresse stattfinden, über die zu berichten ist „Blicke über den Tellerrand“.
In dieser unserer DGE-Tradition soll hier über das Sommerkonzert der Landesregierung NRW berichtet werden, zu dem der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst am Samstag, dem 12. Juli 2025 geladen hatte (1). Es erschienen, wie schon bei vorangegangenen Sommerkonzerten viele tausende Zuhörer, man schätzte diesmal etwa 7000, die auf dem Flugfeld des Flughafens Essen/Mülheim vor der Zeppelinhalle zuhörten. Etwa 400 Personen wurden vor Beginn des Konzertes zu einem Sektempfang mit Imbiss in die Zeppelinhalle geladen und vom Ministerpräsidenten und der Intendantin des Westdeutschen Rundfunks begrüßt. Wie man dem Referenten (H.S.) mitteilte, wurde die Auswahl auch unter Einbeziehung der Träger des Verdienstordens des Landes NRW geladen (auch H.S., Lit 1).

Hendrick Wüst bei seiner Eröffnungsrede
Das Konzert wurde von der Neuen Philharmonie Nordrhein-Westfalen gestaltet, welche vor etwa 30 Jahren durch Fusion der Orchester von Recklinghausen und Gelsenkirchen gebildet wurde. Dirigent war Rasmus Baumann, seit 2014/15 Generalmusikdirektor dieses Ensembles.

Sharon Kam, seit 2022 Professorin für Klarinette in Hannover vor dem Orchester mit Rasmus Baumann, seit 2018 Leiter einer Dirigierklasse an der Musikhochschule in Stuttgart.

Sängerin Bonita Niessen aus Südafrika
Es wurde eine interessante, bunte Mischung von Musikstücken geboten, so zu Beginn mit dem „Star Trek / TheTelevision Theme“ von Alexander Courage, dem Stück für Klarinette „The Man in Love“ von George Gershwin, hervorragend interpretiert von Sharon Kam, dem Lied „Júrame“ von Maria Grever, mit seinem weichen, dunkleren Timbre beeindruckend vorgetragen von dem venezolanischen Spinto-Tenor Jorge Puerta. Insgesamt wurden in dem etwa zweistündigen Konzert 17 Musikstücke von dem Orchester mit oder ohne Solisten von Komponisten aus vielen Ländern der Welt geboten.
Eine große Zahl der Stücke hatte der Referent (H.S.), selbst ein auch ausübender Musikfreund, noch nie gehört. Der einzige deutsche Komponist war Carl Maria von Weber mit seinem „Klarinettenkonzert“, aus Österreich stammten Fritz Kreisler mit „Liebesfreud“ und Franz Lehár mit der Arie „Dein ist mein ganzes Herz“ aus der Operette „Das Land des Lächelns“.
Nach den Zugaben wurde vom Orchester als Abschluss, kräftig mitgesungen vom Publikum, das Steigerlied „Glückauf, Glückauf, der Steiger kommt“ gespielt.
Bei der Eröffnung dieses originell zusammengestellten, beeindruckenden Sommerkonzerts begrüßte Ministerpräsident Hendrik Wüst das Publikum (siehe Bild oben). Moderiert wurde die Veranstaltung von Anna Planken, wohl allen bekannt aus dem ARD-Morgenmagazin.

Anna Planken interviewt die Oberbürgermeister Thomas Kufen, Essen (li) und Marc Buchholz, Mülheim (re) aus den beiden Städten, auf deren Gebieten grenzüberschreitend der Flughafen Essen/Mülheim liegt.
Der Westdeutsche Rundfunk übertrug die Veranstaltung „live“, sie ist auch in der Mediathek zu sehen und hören.
Helmut Schatz, Bochum
Alle Fotos: privat
Literatur:
(1) Der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen Hendrik Wüst: Sommerkonzert der Landesregierung, 12. Juli 2025. Programm
Staatskanzlei NRW, Frau Manuela Müller, Horionplatz 1, 40213 Düsseldorf
(2) Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie, Prof. Jörg Gromoll: Professor Helmut Schatz mit Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.
DGE-Blogbeitrag 1. August 2021
Dr. med. Detlev Windeler: Die Sommerkonzerte der Staatsregierung NRW gibt es seit 1985. Sie finden wechselnd in verschiedenen Orten des 1946 von der britischen Milit3ärregierung „zusammengewürfelten“ neuen Bundesstaates NŔW in einer unter dem Namen „CODE -Marriage“ gelaufenen Aktion statt. Sie sollen wohl ein Gemeinschaftsgefühl der mental so grundverschiedenen Bevölkerungen der ehemaligen drei preußischen nordrheinischen Provinzen den Regierubgsbezirke Aachen, Köln und Düsseldorf einerseits und der Provinz Westfalen des nun aufgelösren preußischen Staates andererseits schaffen. Was m.E. bis heute nicht geglückt ist. Ausnahme: das Ruhrgebiet mit seinen so bunt gemixten „Ruhris“.