Medizinische Kurznachrichten der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie
(Prof. Helmut Schatz, Bochum)

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Subkutane Testosteron-Injektion 1x wöchentlich bewirkt stabile Serumspiegel


Bochum, 7. November 2017:

Testosteron wird meist intramuskulär injiziert, was schmerzhaft sein kann und in der Regel nicht durch den Patienten selbst erfolgt. Betroffen sind davon hypogonade Männer und Frau-zu-Mann-Transsexuelle. In einer sorgfältigen, kleinen Studie (1) an 11 Frau-zu-Mann-transsexuellen Patienten wurden die Serumspiegel an Gesamt- und freiem Testosteron 8x während 1 Woche, vor und 7 Tage nach s.c. Selbstinjektion von Testosteroncypionat mit der Flüssigkeitschromatographie / Massenspektrometrie (Gesamtfraktion) und Gleichgewichtsdialyse (freies Testosteron) bestimmt. Die Patienten hatten sich schon vor der Studie wöchentlich Testosteron s.c. injiziert und wiesen einen im therapeutischen Bereich liegenden Spiegel des Hormons auf. Die Serumwerte lagen im Studienverlauf während der sieben Tage nach s.c. Injektion (im Mittel 75 mg Testosteron pro Woche) im erwünschten Bereich von 627 +/- 206 ng/dl (range 205-1410) für Gesamttestosteron und 146 +/- 51 pg/ml (range 38-348), siehe Abbildung 1 (aus Lit.1). Es wurden keine unerwünschten Nebenwirkungen beobachtet.

Kommentar

In Deutschland werden heute zumeist etwa alle 3 Monate 1000 mg Testosteron in öliger Zubereitung als Nebido ® intramuskulär (i.m.) injiziert, so auch durch den Referenten in seiner Praxis. Während ihm selbst keine Nebenwirkungen außer ein gelegentlich auch länger, bis zu 1-2  Tage anhaltender Schmerz unter oder kaudal von der Injektionsstelle berichtet wurden, musste er den Kommentaren zu einem diesbezüglichen Blogbeitrag (2) entnehmen, dass Nebenwirkungen doch nicht so selten sind. Diese mögen wohl zumindest zum Teil zufolge versehentlicher Injektion in ein Gefäß mit Verschleppung des öligen Präparates etwa in den Lungenkreislauf verursacht sein. Manche seiner Patienten bevorzugen weiterhin oder auch wieder die alte, dreiwöchentliche  i.m. Injektion von 250 mg Testoviron-depot®, andere die tägliche Anwendung von  Testosteron-Gel oder –Pflaster, letzteres zumindest kürzerfristig.  Für eine dauerhafte , stabile Testosteronsubtitution ist  die wöchentliche s.c. Selbstinjektion des Hormons gewiß ein praktikabler Weg, zumal, wie in dieser Studie gezeigt, die Serumspiegel recht stabil sind, wenn sie auch am 7. Tag signifikant abgefallen und 6 Stunden nach Injektion signifikant angestiegen waren und (siehe Abb.1).

In einer Pilotstudie wurde schon 2006 über s.c.Testosterontherapie berichtet (3)  und 2014, 2015 und 2017 auch in weiteren Untersuchungsreihen, davon zwei an Frau-zu-Mann-Transsexuellen (Literaturzitate siehe 1).  McFarland et al.  schließen aus ihrer Studie, dass die s.c. Testosteroninjektion auch bei hypogonaden Männern vorteilhaft angewendet werden könnte, was noch zu zeigen wäre (1).  Der Referent ist der Ansicht, dass der etwa vierteljährliche Besuch eines Arztes zur Injektion von Nebido®  für die meisten Patienten die bessere Lösung darstellt. Voraussetzung ist aber, dass die i.m. Injektion sorgfältig mit vorheriger Aspiration, langsam während etwa 1 min und mit einer Nachbeobachtungszeit in der Praxis zu erfolgen hat, um die in  den Kommentaren zum Betrag in Lit.2 von Patienten geschilderten Nebenwirkungen zu vermeiden.

Helmut Schatz

Literatur

(1) Julie McFarland et al.: Serum testosterone concentrations remain stable between injections in patients receiving subcutaneous testosterone.
J Endo Soc 2017. 1(8):1095-1103

(2) Helmut Schatz: Testosteron alle 3 Monate (Nebido®, in USA Aveed™): Gespaltene Meinung des Beraterkomitees der FDA für US-Zulassungsempfehlung wegen Nebenwirkungen nach Injektion.
DGE-Blogbeitrag vom 25. April 2013, mit über 100 Kommentaren von Patienten

(3) Al-Futaisi AM et al.: Subcutaneous administration of testosterone. A pilot study report.
Saudi Med J 2006. 27(12):1843-1846

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Publiziert am von Prof. Helmut Schatz
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71 Antworten auf Subkutane Testosteron-Injektion 1x wöchentlich bewirkt stabile Serumspiegel

  1. pander sagt:

    Eine Therapie Möglichkeit Testosteron Enantat selber zu spritzen würde mir sehr helfen.
    Die Wirkung beim Enantat ist am besten. Für 1,5 – 2 Wochen
    Gel aromatisiert sehr stark. Nebido fällt zumindest bei mir in Woche 10 in den wirkungslosen Bereich.
    Nebido ist dann gut wenn man es bei Serumspiegel um die 15nmol bekommt und nicht weiter abfallen lässt.
    Die Intervalle beim Testo E von 3 Wochen und beim Nebido von 12 Wochen sind zu lang !

  2. Sek Hypogonadismus sagt:

    Sekundärer Hypogonadismus

    Ich bin schon lange auf der Suche nach der Möglichkeit Testo subkutan spritzen zu können. In den USA wird diese Vorgehensweise ja scheinbar immer geläufigen…und es werden individuell angepasst physiologische Spiegel erreicht.

    Mein Problem:
    1. Gel kommt bei mir nicht ausreichend an und
    2.Nebido ist am Anfang viel zu stark (>54 mml) und am Ende gibt es einen fiesen Einbruch.

    Würde mir wünschen über die subkutanen Injektionen einen dauerhaft mittleren physiologischen Pegel zu erreichen. In den USA wird teilweise Enanthate subkutan gespritzt. von den Kosten her ist das auch wohl sehr viel günstiger…..)

  3. Anonym sagt:

    Sehr geehrter Herr Professor Schatz,

    wäre es denkbar die Subkutane Injektion mit dem Wirkstoff des Nebido zu entwickeln ?
    Eine schöne Aufgabe für die Pharma Industrie. Zumindest theoretisch müsste es damit möglich sein einen längeren Intervall mit stabilen Spiegeln zu erreichen. Oder wie sehen Sie das ?

    Freundliche Grüße,
    Anonym

  4. Helmut Schatz sagt:

    Vier ml Rhizinusöl subkutan geht wohl kaum! Und das Depot sollte dann ca. 3 Monate liegen bleiben und Testosteron abgeben. Iim Unterhautfettgewebe wohl nicht zu realisieren.

  5. TRTsc sagt:

    Meine TRT aufgrund Hypogonadismus wurde vom Arzt schon vor etlichen Jahren auf wöchentlich subkutan umgestellt und wundere mich gerade, wenn ich das Datum der Artikelveröffentlichung sehe.
    Nun gut, offensichtlich war mein Urologe wohl der Zeit etwas „voraus“, dieses 2-3wöchige Schema ist doch einfach nur eine Katastrophe. Die ersten Tage schießt der Wert massiv in die Höhe und am ende des Intervalls ist gar weniger da als ohne TRT.

    Mit wöchentlich sc. hat man viel geringere Spiegelschwankungen als mit 2-3 wöchentlich im. Da für sc. Injektionen nur diese dünnen + kurzen Insulinnadeln verwendet werden, sind die Infektionen faktisch narrensicher in Bauch oder Beine (ggf. auch vom Patienten zu hause durchführbar).
    Das einzigste was man beachten sollte, das man nicht mehr als 0.5ml sc. injizieren sollte und jedesmal die Stelle wechseln, damit man sich keine „Verhärtungen / Öl-eier“ mit der Zeit ranzüchtet.

  6. Hsk sagt:

    Darf ich fragen, wieviel mg sie wochtl spritzen/ml und ob sie den Rest der Ampulle verwerfen oder aufbewahren.
    Vg

  7. TRTSC sagt:

    Bei Mengen um 0,4-0,6ml bleibt der Testosteronwert bei mir im gewünschten Rahmen, nehme die goldene Mitte 0,5ml; d.h. die Hälfte der Ampulle wird entsorgt.
    Der Wert bewegt sich dann so zwischen 4-8ng/ml, d.h. 8ng/ml 1-2Tage nach der Spritze und 4ng/ml am Ende des 7tägigen Intervalls, Durchschnittswert folglich irgendwas um die 6ng/ml.
    Ganz am anfang mit dieser zwei wöchigen IM Spritze waren da viel größere Gaps zwischen 2.6-10ng/ml.

    Oder anders gesagt, mit der zwei wöchigen Spritze hatte ich die ersten Tage einen Wert im supraphysiologischen Bereich und nach ca. 10Tagen fast sowenig wie vorher ohne TRT, fand ich total katastrophal und führte nur zu „Stimmungsschwankungen“. Die TRT wurde daher auch gottseidank auf wöchentlich subkutan umgestellt.
    Gespritzt wird das Testosteronentat von Galen, das geht noch so grad durch die dünnen Nadeln, glaube es gibt auch welches mit Rizinusöl was denke ich dickflüssiger ist und tendentiell sc. dann nicht so gut geeignet.
    Wobei mir persönlich alle 3-4Tage lieber wäre, da das zu noch weniger Spiegelschwankungen führt, leider gibt es aber keine Vials sondern nur diese Brechampullen und die KK wird bestimmt keine Lust haben, alle 3-4Tage eine Ampulle zu bezahlen.

  8. HSK sagt:

    Vielen Dank für die ausführliche Antwort

  9. IhrPlatz sagt:

    Warum gibt es in Deutschland keine Vials, die in USA Standard sind?
    Für SC Injektionen wäre das viel flexibler.

    Ebenso verstehe ich nicht, warum es von nebido keine kleineren Einheiten gibt. 250ml alle drei Wochen, wäre die ideale Größe um einen konstanten Spiegel zu erreichen. Über 12 Wochen schwankt der Spiegel sonst in etwa so stark, wie beim Enantat in zwei Wochen.

  10. Dave365 sagt:

    Hey, und was wird die wöchentlich injiziert? Dieses Enantat? Ich verfolge Trt berichte schon sehr lange und lese mir viel durch. Bin zwar vom Blutbild her unter dem Mindestwert kann es aber noch mit Training und Ernährung ausgleichen sowie sehr viel Focus, aber ist viel Aufwand wenn man nicht immer so den Antrieb hat. ;)

  11. Dave365 sagt:

    Hey, TRTSC und was wird die wöchentlich injiziert? Dieses Enantat? Ich verfolge Trt berichte schon sehr lange und lese mir viel durch. Bin zwar vom Blutbild her unter dem Mindestwert kann es aber noch mit Training und Ernährung ausgleichen sowie sehr viel Focus, aber ist viel Aufwand wenn man nicht immer so den Antrieb hat. ;)

  12. Klaus sagt:

    subkutan ja, funktioniert sehr gut (wie beschrieben abwechselnde Inj.stellen im Bauchraum), sehr konstante und flache Wirkstoffspiegel zusammen mit Test. Propionat (Kurzeitester) und zwar all 2 Tage morgens ca. 30mg. je nach dem +/- (geringste Nebenwirkungen, wie z.B. Aromatisierung – wichtiger Punkt! -, niedrigere Wirkstoffkumulation, Spitzen, etc.) Enanthat erst an 2. Stelle, aber Intervalle auch 2 tägl. ca. 40 mg, max. 5 Tage/100 mg), Gel und Nebido taugt nicht. Propionat wirkt direkter und wird weniger benötigt wegen des Esters. Problem bei Propionat ist die Beschaffung (in DE leider nicht mehr verfügbar, nur event. Ausland oder Underground), bin 58 und verfahre als Hormonersatztherapie (und mehrere Freunde auch) so seit 1 Jahr etwa, alles bestens, aktives Test. wieder im oberen Bereich, gehe jetzt sogar runter auf 25mg/2 T. kann ich nur empfehlen. Schade, dass H.Schatz das Propionat in seiner ansonsten guten Studie überhaupt nicht erwähnt.

  13. Jan sagt:

    Hallo Klaus, ich wollte fragen wie es sich mit Verhärtungen und oder Öl Eiern verhält. Gerade bei täglichen oder zweitägigen Injektionen mit Propionat, bleibt da wirklich genug Zeit damit sich der Wirkstoff verteilt. Würde gern täglich 15-20mg propionat subkutan injizieren. Keine Lust mehr auf intramuskulär.

    Gruß

  14. M sagt:

    Sehr geehrter Herr Prof. Schatz, vielen Dank für das Einstellen der Studie.

    Ich bin seit 1998 unter Substitution, beginnend mit Pflastern, die es leider seit einigen Jahren in Deutschland von keinem Hersteller mehr gibt. Gels vertrage ich nicht (extremes Gesichtsschwitzen verbunden mit Nervosität- DHT steigt zu stark an), unter Nebido erlebe ich subjektiv zu große Schwankungen (körperlich und psychisch). Subjektiv am besten, wenn man Pflaster ausnimmt, fühlte ich mich unter 0,6ml einer Ampulle Enanthat 250mg alle 10-12 Tage. Schwankungen waren auch hier zu spüren, subjektiv aber besser zu ertragen als unter Nebido. Da es aber eine ungewöhnliche und eigentlich obsolete Substitutionsform sei, wurde ich nach einem Wechsel des Endokrinologen (Wegzug des vorherigen Arztes) letztlich wieder auf Nebido umgestellt. Abgesehen von insgesamt mittlerweile drei pulmonalen Mikroembolien ist das alles äußerst unbefriedigend. Wobei der aktuelle Arzt bundesweit als fachlich sehr renommiert gilt und auch persönlich sehr angenehm ist. Ich würde also eigentlich gern dort bleiben.

    Nun warte ich darauf, dass hoffentlich das in den USA kürzlich zugelassene Xyosted auch hier verfügbar ist.

    Andererseits spricht doch aber auch nichts dagegen, einen Versuch mit subkutanem Enanthat unter Verwendung der hier erhältlichen Präparate zu unternehmen? Man müsste zwar jeweils mindestens die Hälfte einer Ampulle verwerfen, aber das Medikament dürfte dennoch in den Therapiekosten günstiger sein als vorhandene Fertigpräparate. Oder ließe sich eine solche Therapie nicht über die GKV abrechnen?

    Für einige Hinweise Ihrerseits wäre ich Ihnen sehr dankbar.

  15. Helmut Schatz sagt:

    Lieber Herr M., auf Wunsch eines Patienten können in Deutschland auch für eine Indikation nicht zugelassene Medikamente „off-label“ oder als „Heilversuch“ verwendet werden. Ob eine gesetzliche oder private Kasse die Kosten übernimmt, , sollte vorher geklärt werden.

  16. TRTSC sagt:

    Wie oben erwähnt:
    Das Testosteronentat von Galen, funktioniert sc. einwandfrei.
    Wieso es keine Vials gibt hab ich auch nie verstanden, es gibt btw. von Antares auch einen Testosteron Autopeninjektor der speziell für subkutane TRTs konzipiert wurde.
    Aber nun gut, wir sind nunmal nicht in USA sondern in Deutschland, wo fast alles immer etliche Jahre zurückhinkt.

  17. Klaus sagt:

    Hallo Jan, kann ich verstehen, ich hatte auch keine Lust mehr auf intram., einige Freunde injek. teilweise 50 mg alle 2 Tage seit Jahren, haben nie Verhärtungen oder Knoten gehabt, bei der kleinen Menge 15-20 mg ist das kein Problem, ich selbst hatte viell. 2-3 mal im letzten Jahr kleinere Knotenbildungen bei 30mg., aber Du wechselst ja ständig die Stelle, das geht nach ein paar Tagen wieder weg.

    Gruß

  18. Alex sagt:

    Hallo ich bin neu hier und habe die Interessanten Berichte durchgelesen und wollte euch mal paar Sachen fragen.
    Warum z.b gibt es keine 10ml ampullen so das man es besser dosieren könnte z.b anstatt alle 2 Wochen 250mg sprich 1ml alle 7 Tage 125mg 0.5ml ?

  19. Helmut Schatz sagt:

    Ich weiß nicht, ob das in Deutschland/der EU zugelassen ist, das müssten Sie die Herstellerfirma und das BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Berlin fragen.

  20. Futzi sagt:

    Hallo Klaus also du nimmst Propionat da mein Testosteron im keller ist und auch die lust mochte ich das beste Hormon zu mir nehmen wie nimmst du deins ein und hast du Nebenwirkungen hilft es auch das die Seelust wieder ansteigt lg

  21. Robinhood sagt:

    Warum wegschmeissen?
    Ich zieh 3 Feindosierspritzen mit 0,33 ml auf.
    2 verschliess ich, eine wird gespritzt und zwar alle 3 bis 4 Tage.
    Man muss variieren, dann gewöhnt sich der Körper nicht daran.
    Eine Woche jeden 3. Tag dan wieder jeden 5 oder halt jede Woche 1x.
    Du hast ja von Natur aus auch nicht immer konstante Testpegel.

  22. drk sagt:

    Sehr geehrter Prof. Schatz,
    im Rahmen eines individuellen Heilversuchs eines hypogonadotropen Hypogonadismus erfolgt auch die Gabe von Clomifen alle 2 Tage 25 oder 50mg. Wie stehen sie zu dieser Methode? Haben Sie damit auch Erfahrungen?
    Mit freundlichen Grüßen

  23. Helmut Schatz sagt:

    Habe keine eigenen Erfahrungen

  24. Helmut Schatz sagt:

    Da müssen Sie die Herstellerfirmen fragen.

  25. Jan sagt:

    Hallo Klaus, danke für deine Antwort. Ich werd das jetzt auf jeden Fall so umstellen. Muss mich noch schlau machen, welche Kanülen für die subkutane Administration am besten geeignet sind.

    Viele Grüße

  26. JAN sagt:

    Klaus, eins hab ich noch vergessen. Mich würde interessieren, ob täglich subkutan auch funktionieren würde, deiner Meinung nach. Im Bereich von 15mg zu 25mg, eher aber 15mg. Oder ist durch die verzögerte Freigabe wegen dem bauchfett, keine tägliche Injektion nötig? Rein aus der Theorie wäre propionat täglich das optimum.

    Gruß
    Jan

  27. hummelsause sagt:

    Hey Robinhood so mache ich es jetzt auch! du spritzt intramuskulär richtig?

    beste grüße

  28. Intramuskulär sagt:

    Guten Abend,
    ich interessiere mich sehr für euren Beitrag.
    Ich habe alle ed 5 Tage 250/300 Testo E. Intramuskulär Oberschenkel injiziert bis ich einen Nerv traf und kalt absetzte.
    Nach eurem Beitrag habe ich angefangen mich im Bauchraum subkutan zu injizieren.
    Frage kann ich größere Mengen zb 300 Testo E auf 2 Gaben mit größeren Nadeln sprich keine Insulin injizieren?
    Oder würdet ihr die Gaben aufteilen wenn ja wie? Und diese mit einer Insulinnadel injizieren?

    Für Verbesserungen und Änderungen würde ich mich freuen.
    Danke im Voraus

  29. ZAZA sagt:

    Guten tag Kennt sich jemand mit absetzen aus und kann mir dabei helfen bitte ich fange erst an mit ein 16 wöchigen kur insgesamt nehme ich 5 Flaschen also 50ml in 16 wochen wv ml Steroide muss ich mir spritzen zum absetzen wenn jemand mir helfen kann bitte Danke Mfg danke

  30. Thomas Artur sagt:

    Du bist hier falsch. Hier geht es um eine Testosteron Ersatztherapie und nicht ums Stoffen( Medikamenten Missbrauch). Was machst du bloß für einen hochgefährlichen Blödsinn? Falls du es noch nicht getan hast,
    dann suche schleunigst einen Arzt auf. Denn nur der kann dir weiterhelfen. Auf keinen Fall glaube irgendeinem
    YouTube Honk! Das sind keine Ärzte! Das sind Schwachköpfe!
    Viel Erfolg

  31. Abrissbirne sagt:

    macht’s doch nicht sooo kompliziert, das ganze ist so simpel:

    mit 2ui sc ed/eod test e/cyp hat man konstanten pegel, keine AI etc notwendig und dank insulinspritze merkt man nichts -.- dazu noch 100ui HcG, falls man fertil bleiben möchte und fertig ist die laube

  32. Prof.Helmut Schatz, DGE, Ruhr-Univ. Bochum sagt:

    Dies ist ein wissenschaftlich-medizinisches Forum und keines für Doping. Solche Kommentare werden zukünftig gelöscht.

  33. Michael sagt:

    Hallo, meine Frage bezüglich der Intervalle.
    Ich bekomme vom Arzt 250mg alle 14 Tage verschrieben.Da mein hämatokrit sehr schnell hoch geht, würde ich lieber auf 125mg alle 7 Tage gehen.So hab ich konstant alle 2 Wochen 250mg .Aber besser verteilt.
    Meine Frage, kann ich aus Kosten gründen 2 spritzen von einer 250mg ampulle aufziehen? Bzw verfliegt das Testo in der 2 Spritze innerhalb von 7 Tagen?

    Vielen Dank für eure Antworten.
    LG Michael

  34. Helmut Schatz sagt:

    Offenbar bekommen Sie 250 mg Testosteron-depot (etwa Testoviron). 250 mg alle 3 Wochen wäre sehr viel, da die Spritzabstände dafür normalerweise 3 Wochen betragen. Da wundert es nucht, wenn der Hämatokrit hochgeht. Jede Krankenkasse übernimmt ärztlich berschriebenes und verabreichtes Testosteron-depot. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

  35. Michael sagt:

    Hallo Helmut, vielen Dank erstmal fur Deine Antwort.
    Ich hab mich nicht richtig ausgedrückt .Ich bekomme alle 14 Tage 250mg Enanthat.In 6 Wochem soll ich dann mit dem Testosteron Gel anfangen.Ich hatte schonmal eine Hormontherapie.Damald nahm ich alle 10 tage 250mg Enanthat.Da ging mein Hämtokrit auf 53.Deshaöb auch meine frage, ob ich die 250mg ampulle teilen kann, und allen 7 oder tage nehmen.Es geht sich nur darum, die ampulle in 2x aufzuteilen..

    LG Michael

  36. Helmut Schatz sagt:

    Geindsätzlich sind angebrochene Medikamemtenampullen oder -fläschchen bzw. aufgezogene Spritzen sofort zu verwenden. Nochmals und das letzte Mal: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
    Ich muss hiermiti meine Fernberatung beenden. Helmut
    Schatz

  37. braunbaer sagt:

    Hallo,

    Bin 50 und bekomme seit einem Jahr – wegen zu tiefem testosteron – alle 3 Monate Nebido, dass ich gut vertrage.

    Leider stört mich die zu lang dauernde Auf- & Absteigende Hormonkurve und die Spitze (ca. 3 Wochen), wo ich täglich mehrfach masturbiere. Während ich im 1. Monat (Anstieg) und im 3. Monat (Abfall) komplett lustlos bin.

    Mein Hausarzt empfiehlt mir Testoviron auszuprobieren, dass ich alle 3 Tage Subkutan spritzen soll.

    Leider finde ich nur Infos zu Testoviron Depot, was 3 wöchig in den Muskel gespritzt wird (vermutlich von Fachperson?)

    Eure Erfahrung mit Testoviron 3 tägig oder Testoviron-Depot 3 wöchig?
    Gibt es Alternativen zu Testoviron / Nebido?

    Wie ist der Verlauf von Testoviron Depot? Auch so langsam Auf-/Absteigend?
    Testoviron Verträglichkeit vs Nebido?

    Hätte es gerne unkompliziert. Wie muss Testoviron gelagert werden, z.B. auf mehrwöchigen Radtouren mit Zelt?

    Gibt es ein gutes Forum im Internet, wo solche Themen behandelt…

  38. Helmut Schatz sagt:

    Ich messe bei meinen Nebido-Patienten vor jeder neuen Injektion den Testosteronspiegel. Wenn dieser (sehr) tief ist, bestelle ich den Patienten zur nächsren Injektion nach weniger als 12 Wochen ein, etwa nach 10 Wochen o.ä.. Dann überlappen sich das abfallende und ansteigende Testosteron und die Spiegel bleiben recht konstant im gewünschten Bereich. Ist der gemessene Wert hingegen (zu) hoch, was aber selren ist, bestelle ich den Patienten erst nach 13 8der gat 14 Wochen.

  39. Michael Frese sagt:

    Guten Abend Herr Schatz,
    Mich würde interessieren, mit welchen Nadeln/ Kanülen die Studie durchgeführt wurde. Hab mal versucht es S. C. Zu spritzen. Aber die S. C. Nadeln sind in der Regel zu dünn für öhlhaltige Medikamente.

    Viele Güße, Miknopf

  40. miknopf75 sagt:

    Guten Abend Herr Schatz,
    Mich würde interessieren, mit welchen Nadeln/ Kanülen die Studie durchgeführt wurde. Hab mal versucht es S. C. Zu spritzen. Aber die S. C. Nadeln sind in der Regel zu dünn für öhlhaltige Medikamente.

    Viele Güße, Miknopf

  41. Helmut Schatz sagt:

    Nadel/Kanülenstärke? Kann ich nicht beantworten. Fragen Sie am besten die Autoren selbst – oder probieren Sie es aus. Allerdings: Öl unter die Haut s.c. und nicht i.m. dürfte wohl auf Dauer Hautprobleme geben (?).

  42. Oliver Pape sagt:

    Guten Tag Prof. Schatz,

    ich würde gerne wissen, wie es sich mit der Selbstinjektion von Testosteron verhält. Müssen dafür besondere Voraussetzungen bestehen oder reicht mein Wunsch, dies zu tun, aus ? Dies betreffend habe ich verschiedene Auskünfte bekommen. Erst war ich der Meinung, das man einen “Spritzenkurz“ belegen müsse um das dann selbst tun zu können.

    Mittlerweile habe ich aber auch die Info, das dies nicht nötig sein soll!? Die Injektion soll nicht sehr schwer sein und könnte problemlos selber durchgeführt werden. Zeigen Sie Ihren Patienten, wie man das macht? Ist eine Selbstinjektion überhaupt von Anfang an möglich?

    Es wäre nett, wenn Sie das erläutern würden.

    Freundliche Grüße

    Oliver Pape

  43. Helmut Schatz sagt:

    Sehr geehrter Herr Pape, jeder Mensch kann natürlich mit sich selbst tun, was er will, also sich auch injizieren. Millionen Diabetespatienten injizieren sich Insulin selbst subkutan. Zu Beginn bekommen sie das beim Arzt, i.d.R.von der Diabetesberaterin gezeigt, auch Apotheker können dies tun. Bei s.c. Testosteron sollte dies grundsätzlich auch möglich sein. Da die s.c.Präparate ölhaltig sind, muss man besonders sorgfältig auf Knubbel achten und ständig die Stelle wechseln. Da Sie mich das schon vorher am Telefon gefragt haben, sprach ich noch mit einem erfahrenen, prominenten Urologen, der sagte, er wisse nichts von einem vorher verpflichtenden Injektionskurs. Sollte Sie noch Zweifel haben, wenden Sie sich bitte an den Justitiar Ihrer zuständigen Ärztekammer.

  44. Mathias Feiertag sagt:

    Sehr geehrter Herr Schatz,
    vielen Dank dass Sie sich hier die Zeit nehmen um Fragen zu beantworten.
    Ich bin 33 Jahre alt und hatte seit einigen Jahren bereits das Gefühl dass etwas nicht richtig bei mir ist. Kaum Libido und schlechte Erektionsqualität eigtl. schon seit ich 20 Jahre alt bin.
    Ich habe mit ca. 28 Jahren angefangen viel Sprt zu treiben und mich gesund zu ernähren. Außerdem nehme ich regelmäßig Zink, Vitamin D sowie Omega 3 zu mir.
    Da die beschriebenen Symptome trotzdem nicht besser wurden, habe ich auf eigene Faust Blutwerte bestimmen lassen nachdem ich mich im Internet über Testosteronmangel informiert hatte.
    Hier mein Ergebnis von Juni 2021 (dahinter jeweils der Referenzbereich):
    DHEA-Sulfat 173.5 µg/dl 160.0-449.0
    FSH 3.3 IU/l 1.5-12.4
    LH 4.83 IU/l 1.70-8.60
    Testosteron L 4.0 nmol/l 12.0-30.0
    Östradiol (E2) 12.0 pg/ml 11.3-43.2
    SHBG 22.0 nmol/l 18.3-54.1

    Habe ich mit diesen Werten eine Chance auf TRT?
    Übernimmt die Kosten meine gesetzliche KK (Siemens…

  45. Helmut Schatz sagt:

    Zunächst einmal Kontrolle der Werte, am besten morgens und nicht nachmittags. Der tiefe Testo-Wert und die normalen Gonadotropine (FSH und LH) passen nicht ganz zusammen. Auch urologische Kontrolle der Hoden (mit Abtasten und Sonographie) und des Spermiogramms. Evtl.auch ein Hypophysenstimulationstest. Dazu müssen Sie dann zu einem Endokrinologen gehen. Das alles aber nur dann, wenn die Kontrolle von Gesamttestosteron den tiefen Wert bestätigt und der freie Androgen-Index (FAI) erniedrigt ist..

  46. Mathias Feiertag sagt:

    Hallo Herr Schatz,

    vielen Dank für Ihre Antwort. Da ich die niedrigen Werte nochmal abklären lassen wollte, habe ich ca. 4 Wochen später eine erneute Blutabnahme durchführen lassen. Das Blut wurde um 8:00 Uhr morgens entnommen.
    Hier das Ergebnis:
    FSH 1.9 IU/l 1.5-12.4 3.3 ECLIA S
    LH L 1.44 IU/l 1.70-8.60 4.83 ECLIA S
    Prolaktin 6.86 ng/ml 4.04-15.20 H 15.65 ECLIA S
    Testosteron L 2.1 nmol/l 12.0-30.0 L 4.0 ECLIA S
    SHBG L 7.0 nmol/l 18.3-54.1 22.0 ECLIA S
    freier Androgenindex (FAI) L 30.6 35.0-92.6 L 18.4 BER S
    Testosteron, frei L 3.97 pg/ml 7.00-22.70 EIA S
    Östradiol (E2) L <5.0 pg/ml 11.3-43.2 12.0 ECLIA S

    Das sind doch behandlungsbedürftige Werte oder? Auch in Hinsicht auf weitere gesundheitliche Begleiterscheinungen im Bezug auf Testosteronmangel..
    An welchen Arzt sollte ich mich damit am besten wenden?
    Urologe, Androloge, Endokrinologe?

    Vielen Dank.

  47. JAN sagt:

    @Mathias Feiertag

    Mit diesen Werten würde ich mich aber schleunigst zu nem ordentlichen Urologen begeben. Definitiv behandlungsbedürftig!

  48. Helmut Schatz sagt:

    Jan hat Recht. Absolut abklärungsbedürftig! Am besten zu einem Andrologen, oder andrologisch versierten Urologen oder andrologidch versierten Endokrinologen.

  49. Tomi sagt:

    Hallo Herr Schatz,

    das ist ein wirklich super Beitrag und ich überlege meinen Uorologen auch dazu zu überreden auf die subkutan Injektion zu wechseln, damit ich das selbst machen kann und nicht jeden Tag wie beim Testogel. Momentan nutze ich 2 Hübe Testogel und habe einen Wert von etwa 5-6ng/ml. Ich hatte aber auch schon 4 Hübe genutzt mit etwa dem selben Wert 5-6ng/ml. Daran sieht man vielleicht auch, dass Testogel auch Schwankungen unterliegt. Können Sie mir einen Richtwert geben, wieviel mg Testosteron Enanthat man spritzen kann, damit man auf etwa 5-8ng/ml kommt oder kann man das nicht pauschalisieren? Und noch eine Frage: warum haben Sie nicht Testosteron Cypionat genommen, warum das Enanthat? Cypionat soll ja einen Tag länger die Wert einigermaßen stabil halten. Liegt es daran, dass es vielleicht keinen Medikamente in Deutschland gibt mit Testo C?

    Gruß,
    Tomi

  50. Helmut Schatz sagt:

    Ich kann Ihre Frage nicht beantworten, da ich s.c. Testosteron nicht verwende. Ich habe darüber berichtet, als Blogverantwortlicher, aus der Literatur. Aber: Wenn Ihr Testosterospiegel im mittleren Referenzbereich liegt, warum wollen Sie dann statt „5-6“ Werte von „6-8“? Das ist medizinisch absolut nicht angezeigt.

  51. Tomi sagt:

    Hallo Herr Schatz,

    ich dachte Sie haben die kleine Studie durchgeführt, aber das ist wohl doch nicht so :-).
    Mir geht es nicht um bestimmte Werte, mir geht es darum, von Testogel auf Testo subkutan umzusteigen und da würde ich gerne wissen, welche Menge man üblicherweise spritzt, um auf ETWA 5-8 zu kommen. Aber in dem Artikel steht es mehr oder weniger dir: 75mg pro Woche.
    Ich habe aber noch eine Frage, bzw. eine erweiterte, der zweiten Frage :): warum wird in Deutschland kein Testo Cypionat subkutan gespritzt? Ich habe irgendwo gelesen, dass es in den USA ublich ist, Test C subkutan zu spritzen. Können Sie dazu mehr Infos liefern?

    Gruß,
    Tomi

  52. Helmut Schatz sagt:

    Das kann ich nicht, außer Schilderung der Tatsache,dass wohl keine Firma bei der Europäischen Arztneibehörde EMA einen Zulassungsantrag gestellt hat. Mir ist zumindest nicht bekannt, dass einer gestellt worden wäre, der abgelehnt wurde. Alle meine Patienten (mit Ausnahme eines einzigen, der bei Testogel 250 mg alle 3 Wochen bleiben möchte) bekommen von mir ohne größere Probleme Nebido 1000 mg alle (10-)12 Wochen (erste Folgeinjektion nach sechs Wochen.

  53. Tomi sagt:

    Meinten Sie wirklich Testogel 250mg alle 3 Wochen oder Testosteron Enanthat 250mg alle 3 Wochen für diesen einen Patienten?
    Welches Medikament verwenden Sie für diesen einen Patienten?
    Warum halten Sie trotzdem an Nebido fest, bzw. Ihre Patienten, wenn die wöchtenliche subkutane Anwendung stabilere Werte liefert? Nebido scheint ja diesbezüglich schlechter zu sein, wenn man den Kommentaren der Leute hier im Forum glauben kann?

  54. Helmut Schatz sagt:

    Pardon, habe natürlich „Testoviron depot 250 mg“ gemeint und mich vertippt.

  55. Tomi sagt:

    Spritzt er sich das selbst subkutan oder wie?

  56. Helmut Schatz sagt:

    Kommentar eines die Doping-Szene gut kennenden Lesers per mail an mich: „Sie unterhalten sich hier mit einem Freizeitbodybuilder, der Hemmungen hat, sich selbst i.m. zu spritzen. Testogel reicht für seine Zwecke nicht, daher interessiert er sich für die s.c. Injektion“.

  57. Tomi sagt:

    Ich habe keine Hemmungen I. M. Zu spritzen, denn ich hab das schon öfters getan. Mir geht es um das Thema testo subkutan in der TRT. Deshalb nochmal die Frage: spritzt sich dieser Patient 250mg alle 3 Wochen subkutan oder I. M.? Mir geht es darum meine TRT zu optimieren, unabhängig vom bodybuilding. Oder ist es verboten darüber zu diskutieren? Oder spielt jetzt das Gott Syndrom des Arztes eine Rolle, weil ich zu viele Fragen stelle?

  58. Tomi sagt:

    Ich hab es jetzt oben im Text selbst noch mal gesehen. Ihr Patient bekommt die Spritze i. m. alle 3 Wochen, ich habe das nicht gesehen vorher :-))).
    Sorry, aber wer lesen kann… :-)))

    Wobei ich es seltsam finde, dass sich jemand dafür freiwillig entscheidet. Subkutan jede Woche hört sich besser an.

  59. Andreas sagt:

    Hallo Herr Schatz,
    Ich melde mich wieder nach einem Jahr . Damals fragte ich ob HCG in kleiner Dosierung Hoden beschädigen konnte. Seit Verabreichung HCG leide ich an starke Schmerzen die sich mittels Gabapentin und Oxycodon beherrschen lassen. Ich hatte aufgrund Testosteronersatztherapie hypotrophe Hoden und trotzt normalen Hormonwerten habe mich 250IE gespritzt. Es war vollkommen falsch aber jetzt ist zu spät. Ich wusste nicht dass HCG die Produktion von Prostaglandin F2 anregt und einen Vasospasmen der Arterien verursachen kann.
    Ich leide seit einem Jahr auf eine Depression mit ahedonie und Impotenz. Ich war auch in Uniklinik von Andrologie die Werte waren folgend :
    LH 2,5 ;FSJ 6,4; Testosteron 17,7 nmol/l; Freie Testosterons 246pmol/l
    Die damalige pulsation der arterien nicht tastbar.
    Kann HCG via Prostaglandin Produktion die arterielle Versorgung beschädigen? Ich überlege ob doch eine Testosteron Therapie nicht helfen würde?
    LG Andreas

  60. Helmut Schatz sagt:

    Das kann ich nicht beantworten. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

  61. IhrPlatz sagt:

    Ich Spritze seit nunmehr 2 Jahren Testosteron Enantat subkutan mit 1 ml Feindosierspritzen und 0,3×12 Kanülen in das Bauchfettgewebe.
    Dosierung 125 mg / Woche aufgeteilt auf 3 Gaben Mo/Mi/Fr 0,15/0,15/0,2ml.

    Die Ampulle wird komplett in einer Spritze aufgezogen und sukzessive verabreicht mit selbstverständlich immer frischen Nadeln. Jedoch verbleibt die Injektionslösung für die letzte Dosis 12 Tage in der Kunststoffspritze. Ob DAS gesund ist oder Weichmacher und Mikroplastik sich anreichern, vermag ich nicht zu beurteilen. Da es leider in Deutschland nur 1ml Brechampullen und keine 10ml vials gibt, ist das die einzige Option.

    Probleme gab es in der ganzen Zeit jedoch nie.

    Die Gesamttestosteronwerte bewegen sich in der Regel bei 4-5 ng/dl.

    Aus meiner Sicht ist die mehrfach wöchentliche Gabe von Enantat für den Patienten die beste Versorgung, sofern er mit der Selbstinjektion klar kommt.
    Zudem die günstigste Variante mit rund 180 EUR / a vs min 560 EUR bei Nebido und 800…

  62. Opfer sagt:

    Ich habe einen Testosteronwert von 8,49 nmol/l bzw. 6.41 nmol/l , gemessen im Abstand von ca.4 Wochen.
    Bei der Untersuchung beim Urologen war nichts auffällig. Lediglich mein viszerales Bauchfett ist zu viel.
    Alle anderen Blutwerte (Aufzählung zu umfangreich hier) in Ordnung. Es wurde so gut wie alles gemessen.
    Sport und wird an min. 5 Tagen die Woche betrieben und Ernährung ist auch halbwegs ok. Trotzdem will der Arzt kein TRT beginnen.
    Anlass des Besuches beim Urologen waren viele Symptome die mich seit Jahren belasten. Libido fast null, ist mit das schlimmste, Antrieb zum Sport und anderen Betätigungen fällt sehr schwer.
    Wodurch kann dies negative Einstellung seitens des Arztes begründet werden.
    Wie kann ich ihn evtl. noch überzeugen.

  63. Helmut Schatz sagt:

    Ihre Gesamttestosteronwerte sind tief. Man muss aber auch den freien Androgenindex (FAI) sowie die Gonadotropine kennen. Holen Sie ggf.eine 2. Meinung ein, etwa von einem andrologisch versierten Endokrinologen.

  64. Opfer sagt:

    Guten Tag Hr. Schatz, vielen Dank für ihre Antwort.
    Der FAI wurde vom Labor berechnet und war bei 31,4 (Normwerte laut Laborbericht 35-93)
    Die Gonadotropine wurden alle bei der ersten Untersuchung gemessen und laut Urologe ist dort alles im richtigen Rahmen. Auch auf dem Laborbericht war hier nichts erkennbar mit den angegebenen Normwerten.

  65. Reto sagt:

    Guten Tag
    Ist dieser Blog noch aktiv?
    Bin sehr begeistert und habe viele neue Inputs zum verarbeiten!
    Freundliche Grüss

  66. Helmut Schatz sagt:

    Lieber Reto, ich bin nach wie vor im DGE-Blog aktiv. Danke für Ihr Lob.

  67. Testoviron47 sagt:

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Schatz,

    ich bin 47 Jahre alt und habe kürzlich in einer Klinik meine Blutwerte inkl. Hormonwerte überprüfen lassen. Grundsätzlich befinden sich bis auf meine Testosteronwerte alle Messwerte im optimalen Bereich.

    Ich hatte meine Werte schon einmal vor ein paar Jahren in einer dafür ausgerichteten Klinik testen lassen und die Werte waren fast identisch wie dieses Mal.

    Der aktuelle Testosteronwert liegt bei 2,4ng/ml.

    Man hatte mir damals wie auch kürzlich eine Zugabe von Testosteron empfohlen. Der vom Arzt empfohlene zu erreichende Wert liegt bei 7-10ng/ml.

    Die vorgeschlagene Behandlung sieht wie folgt aus:
    Alle 3 Wochen 250mg Testoviron (i.m.).
    Alle 12 Wochen 1000mg Nevidio (i.m.).

    Ist ihrer Meinung nach damit zu rechnen, dass sich bei der vorgeschlagenen Behandlung meine eigene Testosteronproduktion einstellt?

    Wie lange würde es in etwa dauern, bis nach einer Beendigung einer Behandlung die eigene Testosteronproduktion wieder…

  68. Helmut Schatz sagt:

    @testoviron47: Da ist eine Fernberatung nicht möglich, da ich Sie nicht kenne und nicht weiß, warum Sie sich habe testen lassen, inclusive der vielen Hormone. Hatten Sie spezielle (Libidoverlust, Erektionsschwäche) oder allgemeinere Symptome (Müdigkeit, Lustlosigkeit, Depressionen usw.). Das müssen Sie mit einem Endokrinologen persönlich besprechen, der Sie auch untersuchen kann (Hodengröße, Behaarung, wie oft rasieren usw., Koitusfrequenz….). Ein (Gesamt-)Testosteron sagt zu wenig aus. Man muß auch das freie Testosteron oder zumindest den Freien Androgen-Index (FAI) bestimmen, ebenso die Gonadotropine (LH und FSH), ggf. auch ein Spermiogramm anfertigen lassen. Ihre letzte Frage: Testosterongabe durch Injektion verringert die Eigenproduktion der Hoden. In der Doping-Szene werden große Testosterondosen gegeben, dann schrumpfen die Hoden, wie auch ich in meiner Praxis beobachtet habe.

  69. A.Frank sagt:

    Sehr geehrter Herr Prof.Dr.Med Schatz,

    ich bin 30 Jahre alt und spritze einmal wöchentlich, auf Grund eines Hypogonadismus, alle 7 Tage i.m 125 mg Testosteron Depot Eifelfango. Da die Halbwertszeit des Enantates ja nur 5 Tage beträgt, mache ich mir Gedanken darüber, auf Cypionat, welches ich aus Spanien bestellen muss, zu wechseln, da ich mich ab dem 4 Tag wieder leicht depressiv fühle (Stimmungsschwankungen). Auf Grund einer Adipositas vermute ich auch, dass das Testosteron durch das Aromatase Enzym zu Östrogen konvertiert. Jetzt ist meine Frage, wäre es sinnvoll 2 mal wöchentlich 62.5 mg Cypionat s.c zu injizieren und ggf. Exemestan einzunehmen, wenn ja wieviel? Danke mal im Voraus.

    Mit freundlichen Grüßen

  70. A.FRANK sagt:

    Kommt da noch eine Antwort? @ Hr. Doktor Schatz?

  71. Helmut Schatz sagt:

    @A. Frank: Das kann ich nicht beantworten, da ich keine Erfahrung mit diesen Präparaten habe. Generell sind Stimmungsschwankungen kein für einen Hypogonadismus typisches Symptom.

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