Antwort eines Arztes aus Brasilien, jetzt in Flensburg als Allgemeinmediziner und Endokrinologie niedergelassen
Helmut Schatz, Bochum
Bochum, 27. März 2026:
Am 1. Februar 2017 schrieb Alberto Krayyem Arbex, ein brasilianischer Postgraduate in Endocrinology an der IPEMD Sao Paulo, einem renommierten Institut für Postgraduiertenstudiengänge, in der Zeitschrift; „Endocrinology & Metabolism International Journal“ über: „Endocrinology: The Last 20 Years and Prospects for the Next Decades“ (1). Zu Beginn seines Artikels zitierte er den Referenten (H.S.) über seine Einschätzung der Endokrinologie, die dieser später auch unter dem Titel: „Endocrinology – quo vadis?“ publizierte (siehe 2). Wie Dr. ensp Alberto Arbex später sagte, habe ihn dies in seiner Absicht bestärkt und ermutigt, sich weiterhin der Endokrinologie als einem integrativen, fachübergreifenden Gebiet zu widmen.
Im Jahre 2026 schrieb er über seine Gedanken und Überlegungen das 100-seitige Buch „Warum gerade Deutschland?“, das 2026 erschien (3, siehe Abbildung). Es trägt den Untertitel: „Wege entstehen beim Gehen – Meine Reise von Rio über Harvard nach Deutschland.“
Im Februar 2026 schickte er das Buch dem Referenten. In der Widmung schreibt er: „Der Weg ist nie leicht – aber er ist möglich. Ein Nein ist oft der Anfang von etwas Neuem. Durchhalten verändert Alles“, und im Begleitbrief, dass er im Buch seinen beruflichen und persönlichen Weg aus dem Ausland nach Deutschland geschildert habe, mit einem besonderen Focus auf Medizin, Endokrinologie, Integration und Verantwortung im Gesundheitssystem. Es sei kein Fachbuch, sondern ein „Erfahrungsbericht, gedacht als Inspiration, Ermutigung und Beitrag zum ärztlichen Diskurs über Herkunft, Haltung und berufliche Identität“. Und dann fährt er fort: „Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) steht für wissenschaftliche Exzellenz, Offenheit und Weiterentwicklung unseres Faches“. Dieses Lob freut uns alle von der DGE. Kollege Dr. Arbex trat auch unserer Gesellschaft bei.
Der Oberbürgermeister von Flensburg, Dr. Fabian Geyer, widmete dem Buch ein längeres Vorwort. Darin zitiert er Alberto Arbex, dass für ihn am prägendsten „der Abstand von zuhause“ gewesen sei. Er absolvierte nämlich schon in der Jugend ein Austauschjahr in Deutschland und begann aus dieser Perspektive „den Blick scharf zu stellen und zu sehen, was verbindet oder unterscheidet“. Aus dem Abstand sei oft erst das Wesentliche zu erkennen und der Horizont weite sich.
Nach seiner Tätigkeit in Rio arbeitete er in Harvard, schrieb 50 wissenschaftliche Arbeiten und bemühte sich um Anstellungen in Deutschland, auch an der Berliner Charité. Schließlich erhielt er eine Stelle am Krankenhaus in Flensburg. Anschließend ließ sich in einer Hausarztpraxis in Großenwiehe als Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie & Diabetologie und Allgemeinmedizin nieder.

Heute lebt Alberto Arbex im hohen Norden Deutschlands, und ist, wie er schreibt, Arzt, Ehemann, Vater, Unternehmer. Er sagt von sich:„Ich bin angekommen“.
In seiner Praxis hängt eine Tafel, auf der man lesen kann: „Heimat ist da, wo der Anker fällt“. Es muss ihm also gut gehen, gemäß man den Spruch der Lateiner: „Ubi bene ibi patria“.
Hier soll und kann auch nicht auf die vielen Aspekte seines so wechselvollen, und interessanten beruflichen und privaten Lebens eingegangen werden. Auf jeden Fall kann das Buch ärztlichen Kolleginnen und Kollegen sowie auch allen allgemein Interessierten empfohlen werden.
Helmut Schatz
Literatur
(1) Alberto Arbex: Endocrinology: The Last 20 Years and Prospects for the Next Decades. Endocrinology & Metabolism International Journal. Vol. 5(1) 2017.
(2) Helmut Schatz: Endocrinology – quo vadis?
DGE-Blog vom 11. August 2025
(3) (3) Alberto Arbex: Warum gerade Deutschland?
Verlag BoD . Books on Demand, Hamburg 2026
Dank an H.S. und unsere DGE für diese sehr interessanten, wichtigen Beiträge zu aktueller und TÄTIGER Wissenschaft und die Erkenntnisse für die uns aufgegebene HEILKUNDE!
Der Erfahrungsbericht von Alberto Arbex ist beispielhaft für den medzinisch-wissenschftlichen Weg UND für die heilkundlichen Erfahrungen mit und für uns Menschenwesen.
Durch die in Deutschland anhaltende Trennung unserer Ärzteschaft in Klinikärzte mit hoher Organspezifizität (existiert das Säugetier Mensch nur in seinen ORGANBAUSTEINEN?) und Praxisärzten der KV geht dieser weitsichtige ARZT der Forschung und LEHRE verloren, als Allgemeinarzt dennoch Wohltuender für sein Klientel.
Das Netzwerk der Hormone, das steuert unseren Leib, wenig erst verstehen wir, immer Neues offenbart sich …
Friedemann Hottenbacher-Brandt, Arzt als Pädiater, Diabetologe, Endokrinologe, Intensivmediziner, Palliativmediziner, Sterbebegleiter, Krankheitslehrer .
Sir William Osler:“Der Arzt kann selten heilen, öfter bessern, immer…