Medizinische Kurznachrichten der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie
(Prof. Helmut Schatz, Bochum)

Testosteron alle 3 Monate (Nebido®, in USA Aveed™): Gespaltene Meinung des Beraterkomitees der FDA für US-Zulassungsempfehlung wegen Nebenwirkungen nach Injektion


Bochum, 25. April 2013

Am 18. April war das Votum des Beraterkomitees der Amerikanischen Arzneibehörde FDA mit 9:9 Stimmen gespalten, ob es die Zulassung von Testosteronundecanoat in Rizinusöl und Benzylbenzoat empfehlen soll (1, 2). In Europa ist eine derartige Präparation als Nebido® schon länger auf dem Markt. Die FDA hatte bereits zweimal, im Jahre 2008 und 2009, eine Approbation wegen Nebenwirkungen nach der Injektion abgelehnt.

Hauptbedenken waren Mikro- Ölembolien in die Lunge nach der Injektion. Auch war es zu anaphylaktischen Reaktionen gekommen. Es traten zwar keine Todesfälle auf, aber es wurden in einigen Fällen Hospitalisierungen und Wiederbelebungsmaßnahmen notwendig. Mit dem für die USA vorgesehenen Präparat Aveed™ waren diese Nebenwirkungen in 3.71 Fällen pro 10 000 Behandlungsjahren beobachtet worden. Es wird eine sehr langsame Injektion von 30 bis 60 sec Dauer empfohlen, auch ein Verweilen der Patienten in den Praxisräumen für 30 min nach der Injektion zur Überwachung wird propagiert. Die FDA wird voraussichtlich Mitte Mai 2013 über die Zulassung entscheiden.

Kommentar des Referenten

In Europa sind derartigen Nebenwirkungen nach der Injektion von Nebido® kaum bekanntgeworden. Der Referent setzt das Präparat in seiner Praxis seit Jahren bei einer größeren Patientenzahl ein, ohne dass er solche Reaktionen beobachtet hätte. Eine telefonische Umfrage unter endokrinologischen Kollegen in Deutschland ergab das gleiche Resultat. Möglicherweise injizieren die Ärzte bei uns Nebido® – entsprechend den Anweisungen in der Packungsbeilage – langsam und sorgfältig, unter Aspiration vor der intramuskulären Injektion, um nicht direkt in ein Gefäß zu spritzen. Testoviron®- Depot-250 mg zur dreiwöchigen Injektion enthält als Resorptionsverzögerer auch Rizinusöl und Benzylbenzoat, bei entsprechenden Testosteronpräparaten etwa von Jenapharm oder GALEN ist es statt Rizinusöl Erdnussöl. Hierunter waren auch bei uns keine Mikroembolien in die Lunge mit Husten oder Synkopen wie nach Aveed™ in den USA beobachtet worden. Es könnte somit die Menge an Öl bzw. Vehikel sein, welches in den USA zu diesen Nebenwirkungen geführt hat: Aveed™ enthält 750mg Testosteron in 3 ml, also in einem dreifachem Volumen. Bei dem in Europa verwendeten Nebido® sind es allerdings sogar 4 ml mit 1000 mg Testosteron. Es dürfte daher tatsächlich die langsame, sorgfältige Injektionstechnik bei uns sein, welche die Unterschiede zwischen Europa und den USA erklärt. Alle Kolleginnen und Kollegen, die Nebido® einsetzen, sollen weiterhin streng die Injektionsanweisungen beachten.

Helmut Schatz

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Literatur

(1) Reuters Health Information: FDA Staff Concerned About Safety of Testosteron Injection.
Medscape. Apr. 16, 2013
http://www.medscape.com/viewarticle/782589_print

(2) D. Pittman: FDA Splits on Safety of Endo´s Aveed for Low-T
http://www.medpagetoday.com/Endocrinology/GeneralEndocrinology/38566

Publiziert am von Prof. Helmut Schatz
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121 Antworten auf Testosteron alle 3 Monate (Nebido®, in USA Aveed™): Gespaltene Meinung des Beraterkomitees der FDA für US-Zulassungsempfehlung wegen Nebenwirkungen nach Injektion

  1. Medizyniker sagt:

    Injizieren deutsche Ärzte wirklich sorgfältiger als amerikanische Kollegen – oder werden in den USA Nebenwirkungen sorgfältiger registriert und gemeldet als bei uns?

  2. Carlo sagt:

    meine Erfahrungen mit Nebido sind seit diesem Jahr zwiespältig. Ich habe eine Testosteronsubstitution wegen Hodentumor seit 1996. Die traditionelle Drei-Wochenspritze hat von Wirkung und Verträglichkeit gut funktioniert. Seit 2005 bekomme ich Nebido, bis zum Frühjahr 2013 ebenfalls mit guter Wirkung und Verträglichkeit. Zu meiner Überraschung bekam ich Anfang März 2013 bei der fachgerechten Injektion (sehr langsam und sorgfältig)durch die med. Fachangestellte, die mich seit Jahren spritzt, folgende Probleme:starker Hustenanfall und Schwindel am Ende der Injektion. Nachts kam es zu Schüttelfrost, 39 Fieber und Gliederschmerzen. Die nächsten beiden Tage mildere Grippe-Symptome (38 Fieber), dann Besserung. Es kann sein, dass eine Grippe in mir steckte. Zudem war ich körperlich in den Tagen vorher stärker belastet. Jetzt Anfang Juni 2013 bekam ich wieder Nebido, nun durch meinen Hausarzt in besonders sorgfältiger Weise. Wieder kam es am Ende der Injektion zu Hustenreiz, wenn auch viel milder und ohne Schwindel. Leider gab es nachts zum 2. mal die Grippesymptome, wenn auch deutlich milder: erhöhte Temperatur knapp unter 38 Grad, leichter Schüttelfrost und Gliederschmerzen.Nach zwei Tagen Beschwerdefreiheit. Der Injektion ging auch dieses Mal eine stärkere körperliche Belastung die Tage vorher voraus. Ich starte jetzt noch eine dritten Versuch im September. Sollte ich wieder die Nebenwirkungen haben, muss ich leider von Nebido wieder zur Dreiwochenspritze wechseln. PS. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass ich der Einzige auf weiter Flur in Deutschland mit der Nebido-Nebenwirkung pulmonale Microembolie bin.

    • Hannes sagt:

      Auch ich mache gerda dies Erfahrung. Seit ca. 2 Jahren bekomme ich alle 6 Wochen da sich bei mir der Testosteron Spiegel sehr schnell absenkt Nebido gespritzt .
      Vor 8 Monaten hatte ich das erste mal unmittelbar nach der Spritze einen leichten Hustenanfall mit leichtem Schwindel.
      Das hat sich bei jeder weiteren Spritze verstärkt. Bei der letzten Spritze vor 10 Wochen war der Anfall massive und hat sehr lange angehalten auch hatte ich ein starkes brenne auf der Kopfhaut und im Gesicht das über mehrere Stunden blieb.

    • Hartmut Böhmig sagt:

      Ich hatte zu anfang die spritzen gut vertragen bis letztes jahr sa bekam ich nach injektion plözlich hustenanfälle , luftnot , schweißausbrüche , abgeschlagenheit .ich dachte an was ganz anderes was der auslöser war . Habe jetzt im Februar wieder eine spritze bekommen , sprach den endokrinologen an das ich 2 blutverdünner einnehme wegen meines stennts , aber ervetsicherze mir das die spritze keine Auswirkung auf diee medikamente hat .Nach 2 wochen hatte ich plötzlich schmerzen am obetschenkel , es war eine thrombose die ich im normalfall mit den starken blutverdünner nicht haben dürfte

  3. Reinhard sagt:

    Zur Erhöhung meines niedrigen Testosteron-Wertes bekomme ich seit ca. 1 Jahr in 3-monatigem Zyklus Nebido injiziert. Bis auf den durch die ölige Substanz regelmäßig aufgetretenen „Druckschmerz“, der sich aber immer nach ca. 2 Stunden wieder verlor, hatte ich die Behandlung bisher gut vertragen.
    Anders stellte sich allerdings die Situation bei der letzten Behandlung dar. Noch während der Injektion bekam ich stärkste Hustenanfälle, Luftnot, Kreislaufprobleme mit Herzrasen und Schweißausbruch. So etwas hatte ich noch nicht erlebt. Auch mein behandelnder Arzt war sichtlich irritiert. So etwas hatte er in seiner gesamten Laufbahn erst ein weiteres Mal erlebt. Dass ich während der Behandlung auf seine Frage hin, ob alles gut sei, geantwortet / gesprochen habe, machte er für den Hustenanfall verantwortlich.
    Nach Auswertung der Informationen im Net zu diesem Thema halte ich diesen Grund wohl kaum für zutreffend. Ich kann aber auch nicht unterstellen, dass er zu schnell injiziert hat. Dass aber so kurzfristig nach dem Einstich eine solche Reaktion auftrat, lässt mich vermuten, dass hier eventuell ein Blutgefäß getroffen wurde. Über das Muskelgewebe ist doch in dieser Geschwindigkeit keine pulmonale Mikroembolie möglich – oder?
    Jedenfalls gehe ich mit keinem besonders guten Gefühl in die nächste Behandlung.

    • Observer sagt:

      Sie vermuten wohl richtig, dass ein Blutgefäss getroffen wurde. Auf die Wichtigkeit der Aspiration nach dem Einstich und vor der Injektion des Spritzeninhalts hat der Referent in seinem Kommentar auch hingewiesen.

  4. freddy sagt:

    Auch ich bekomme nach 2maligen Hodenkrebs Nebido aller 10 Wochen gespritzt. Als ich heute 29.08.14 meine Spritze abholte bekam ich einen starken Hustenanfall, Kaltschweißausbruch im Stirnbereich, Brustschmerzen und Ohrenrauschen. Mein Urologe spritzt mich schon seit 10 Jahren „ohne“ Zwischenfälle !! Wie es heute zu diesen Zwischenfall kam konnten wir uns beide nicht erklären. Ich vertrage Nebido von Jenapharm ausgezeichnet. Mein Urologe ließ mich umgehend in Krankenhaus zur Überwachung bringen. Nach 10h wurde ich ohne Befund wieder entlassen.

  5. Tom sagt:

    Ich (45) bekomme Nebido seit ca 4 Jahren (durch Herzinfarkt und/oder die Folgemedikation hat mein Körper die Testo-Produktion fast komplett eingestellt) alle 10 Wochen, immer problemlos.
    Heute, noch während der Injektion, hatte ich einen seltsamen Geschmack im Mund und musste umgehend anfangen stark und unaufhörlich zu husten. Der Krankenpfleger meinte, er hätte zweimal aspiriert und sehr langsam injiziert. Am Pflaster war allerdings schon Blut zu sehen. Während des Hustenanfalls bekam ich dann noch einen Schweißausbruch und Weiche Knie. Nach etwa 10 Minuten wurde es besser, nach ca. 1 Stunde war der Husten ganz weg. Geblieben ist ein ungutes Gefühl, da ich Nebido alle 10 Wochen brauche. Schon nach 11 Wochen neige ich stark zu Panikattacken, Extremer Müdigkeit, Isolation und Depressionen.

  6. Helmut Schatz sagt:

    Allen Diskutanten sei für die Bekanntgabe ihrer persönlichen Erfahrungen gedankt. Nebenwirkungen nach Nebido-Injektion kommen offenbar häufiger vor als bekannt wurden. Auf die sorgfältige Injektionstechnik mit Überwachung nach der langsamen Injektion noch in den Praxisräumen muß somit erneut nachdrücklich hingewiesen werden. In den USA wurden – siehe oben – 3.71 Fälle pro 10.000 Behandlungsjahre gemeldet.

    • Tekton sagt:

      Sehr geehrter Herr Professor Schatz,
      ich erhalte seit über 4 Jahren Nebido im 10 Wochen-Abstand. PSA etc wird ständig überprüft. Zusätzlich nehme ich tgl. auf ärztliche Anweisung hin 50 mg DHEA ein. Mein Allgemeinbefinden hat sich enorm verbessert, alle Beschwerden, die ich im Zusammenhang mit meinem erniedrigten Testosteron hatte, haben sich sehr verbessert. Bin also rundherum zufrieden und mein Urologe auch.
      Nun treibe ich viel Sport und muss u. U. in diesem Sommer mit einem NADA-Test (nur Urin) rechnen. Ich weiß, dass ich mich gemäß den Statuten mit dieser Medikamentierung nicht im Legalen befinde, auch wenn mein Spiegel in der allgemeinen Norm liegt. Muss ich im Urin mit auffälligen Werten rechnen?
      Vielen Dank im voraus.
      T.

      • Helmut Schatz sagt:

        Lieber Tekton, das kann ich nicht eindeutig beantworten, meine aber, daß es Probleme geben könnte. Fragen Sie an der Sporthochschule Köln nach. Der dort zuständige Experte ist Prof. Thevis.Sie können ihm sagen, daß ich ihn Ihnen empfohlen habe.

  7. Willi sagt:

    Auf anraten des Internisten, sollte ich nach einem Jahr Nebido Behandlung beim Urologen,die Spritzen absetzen, da sich die Blutwerte wie Leukozyten, Erythrozyten, Hämoglobin, Hämatokrit und Thrombozyten in den oberen Grenzbereich oder darüber verändert haben.
    Es besteht die Gefahr, dass sich eine Polyzythämie vera entwickelt, wobei dieses dann aufgrund der Spritzen nicht ausgeschlossen wird.
    Während der Behandlungszeit wurde einige male ein Blut Aderlaß gemacht, um die Werte zu verbessern.

  8. Thomas Kuhn sagt:

    Guten Tag,
    ich bekomme zwar kein Nebido, dafür Testoviron. Ich habe bisher 2 Injektionen erhalten. Die 1. Injektion verlief problemlos. Mein Arzt injiziert relativ hoch, auf Höhe des Hüftknochens. Das hat mich zuerst etwas irritiert, da ich dachte, dass diese Injektionen tiefer in die Pobacke gegeben werden.
    Was ich fragen wollte: Ich habe seit der Injektion ein Brennen an der Injektionsstelle. Das Brennen setzte sofort nach der Injektion ein. Ist das eine normale Nebenwirkung? Oder deutet das Brennen darauf hin, dass etwas schief gelaufen ist, etwa dass das Testoviron nicht in den Muskel sondern ins Fettgewebe gelangte?
    Ich habe an dieser Stelle nämlich nicht viel fühlbare Muskelmasse. Der Muskel scheint dort sehr flach zu sein und dort ist auch relativ viel Fettgewebe drüber. Ist diese Stelle für die Injektion geeignet? Machen Sie das auch so?

    • Schatz, Helmut sagt:

      Ich injiziere am unteren punkt eines handspannenlangen dreiecks vordere darmbeinspitze (spina iliaca anterior superior)-nach hinten-dreiecksförmig nach unten, also deutlich über der „popacke““, wie sie ein nichtmediziner kennt. Das drückt immer re ht heftig, brennen hat man mir noch nicht angegeben.

  9. Thomas Kuhn sagt:

    Guten Tag Herr Professor Schatz,

    können Sie mir sagen, was passieren würde, wenn die Injektion versehentlich nicht tief genug erfolgt und das Öl stattdessen im Fettgewebe landet? Mein Problem ist, dass ich an dieser Stelle an der Hüfte ein relativ dickes Polster habe was die Injektion in den Muskel erschwert. Ich weiß nicht, ob die Nadel wirklich lang genug ist und ob der Arzt überhaupt feststellen kann, ob er im Muskel ist oder im Fettgewebe.

    Und können Sie mir sagen, ob Testoviron auch in die Schulter injiziert werden könnte? Oder ist die Schulter eine riskantere Stelle im Bezug auf Blutgefäße und Nebenwirkungen?

    • Helmut Schatz sagt:

      In die Schulter würde ich nicht injizieren, unbd am Po die Stellen wechseln. Mal links, mal rechts, mal ein bißchen höher, dann tiefer. Da bei Nebido nur alle 3 Monate 1x, wird es gewiß keine Verhärtungen geben. Was passier, wenn man ins Fettgewebe spritzt? Weiß ich nicht genau, aber wahrscheinlich nichts, höchstens, daß die Spritze weniger kurz anhält. Ins Bindegewebe wäre es wohl nicht so gut. Aber das würde man bei der Injektion des Öls wohl merken: ist es im Muskel schon schwer und fest zu drücken, so wäre das im Bindegewebe nur sehr, sehr schwer zu injizieren, so daß ich nicth glaube, daß das bei Ihnen passiert. Ich empfehle Ihnen, es einmal 2-4 Monate mit täglich 50mg eines Gels (Testogel, Androtop) zu versuchen. Dann wird sich der Po wohl erholen.

  10. Thomas Kuhn sagt:

    Guten Tag Herr Professor Schatz,
    Gele wirken bei mir leider nicht gut. Davon spüre ich keine Verbesserung und meine Blutwerte sind auch zu niedrig.

    Ich würde ehrlich gesagt lieber bei Testoviron bleiben. Bei Nebido habe ich aufgrund der wohl seltenen aber dennoch mitunter ziemlich heftigen Nebenwirkungen einfach zuviel Bedenken. Zumal ich bei der letzten Testovironinjektion auch schon ziemliche Schmerzen im Fettgewebe hatte, die etliche Tage anhielten. Selbst jetzt ist die Injektionsstelle immer noch verdickt und irgendwie leicht erhaben. Ich stelle mir vor wenn so eine Injektion schief läuft, dann hat man mit Nebido noch viel mehr Probleme als mit Testoviron wegen der größeren Menge.

    Wäre es auch möglich einfach ein wenig tiefer zu spritzen? Mir persönlich ist die Injektion ca auf Höhe des Bauchnabels einfach zu hoch. Mir wäre es lieber, wenn die Spritze ca auf Gürtelhöhe gluteal gegeben würde. Spricht irgendwas dagegen einfach tiefer anzusetzen? Dort „unten“ habe ich nämlich auch weniger Fett und viel mehr tastbare Muskelmasse. Je höher es rauf geht desto flacher wird der Muskel und desto mehr Fett habe ich über dem Muskel. Ich möchte einfach sicher sein, dass die Injektion wirklich in den Muskel gelangt und nicht in das überliegende Fett.

  11. Hans sagt:

    Guten Tag Herr Professor Schatz,
    Ich habe Klinefelter Syndrom, als Mosaik und bekomme jetzt seit bald zehn Jahren Testosteron. Seit den letzten 4 Jahren eigentlich ununterbrochen NEBIDO.

    Einmal hatte ich einen Termin verschusselt und eine geraume Zeit kein Testosteron genommen. Als es dann wieder eingestellt wurde, mit der zweiten Spritze nach 6 Wochen fühlte ich mich sehr vital, voller Kraft, war extrovertiert, habe den Kontakt zu Freunden gesucht, wieder gerne Sport gemacht…. Kurzum ich fühlte mich sehr wohl.

    Nun seit einiger Zeit bin ich abgeschlagen, müde, unkonzentriert, ziehe mich zurück, meide Menschen. Das schlimmste ist aber diese Müdigkeit!

    Der Gang zum Neurologen führte ins Schlaflabor mit dem Ergebnis einer „unerklärten Tagesmüdigkeit“, die nun mit Wirkstoffen wie Modafinil, Methylphenidat, etc behandelt wird.

    Doch egentlich weiß ich dass es ja auch anders geht, mit Testosteron, was in meinen Augen natürlicher ist als sich das Hirn mit Psychopharmaka kaputt zu machen.

    Mein Urologe hält eine Verkürzung der Zeitabstände zwischen den Spritzen für „Doping“. Ich bin jetzt kurz davor den Urologen und auch das Präparat zu wechseln. Bei Testogel hatte ich sonst immer anderthalb Tütchen, also ich glaube 75mg.

    Mein Endokrinologe hat leider erst in 6 Monaten einen Termin für mich, deswegen erhoffe ich mir von Ihnen vielleicht einen Tipp. Gibt es denn Werte die vielleicht etwas versteckter sind, so dass der Urologe sie nicht sieht? Er bezieht sich immer auf 9 Monate alte Laborwerte und meint bei mir müsse doch alles Top sein. Ich solle halt mehr Ritalin nehmen!

    Ich hoffe Sie haben eine Idee.

    MfG Hans

    • Helmut Schatz sagt:

      Lieber Hans,
      ich orientiere mich in meiner Praxis bezüglich der Spritzabstände von Nebido am aktuell gemessenen Testosteronspiegel.Liegt er nach z.B. 3 Monaten noch im unteren Referenzbereich, so bleibe ich beim 3-Monatsabstand für Nebido, ist er zu niedrig, verkürze ich entsprechend, z.B. auf 8 Wochen. Eine Verlängerung des Abstandes war nie nötig. Testosteron im Serum (ggf. auch Sex- Hormon bindendes Globulin (SHBG) und ein daraus errechneter „Freier Androgen-Index“) liegt doch von jedem Einsendelabor nach spätestens einigen Tagen vor. Dann rufe ich meine Patienten an und bestelle sie wie oben angegeben ein. Wenn Sie erst nach 6 Monaten einen Termin bei einem Endokrinologen bekommen, dann wechseln Sie den Arzt. Auf der Homepage der DGE können Sie die Spezialisten finden (www.endokrinologie.net, Arztsauche). Eigentlich kann eine Testosteronbestimmmung auch der Hausarzt veranlassen und die Spritze geben, wenn Sie einmal eingestellt sind. Freilich kann Müdigkeit auch aus anderen Ursachen auftreten. Den Testosteronspiegel über die obere Normgrenze zu treiben bringt nicht viel. Doping-Effekte sind meist nur vorübergehend.
      Helmut Schatz

  12. Paul sagt:

    Hallo,

    Wegen Testosteronmangel wird mir seit drei Jahren alle drei Monate Nebido gespritzt. Nebenwirkungen gab es bei mir bisher keine.

    MfG
    Paul

  13. Paul sagt:

    Hallo,
    ich (24) bekomme seit Anfang 2008 Nebido gespritzt und hatte eigentlich nie Probleme – abgesehen davon, dass ich ab und zu mal leichte Kreislaufprobleme nach dem Spritzen hatte.
    Nur einmal habe ich an dem Tag, an dem ich Nebido gespritzt bekommen habe, nachts Schüttelfrost und Gliederschmerzen bekommen.

    Vorgestern war ich wieder mal bei meinem Endokrinologen (wo ich seit Jahren hingehe) zum Spritzen und habe direkt nach dem Spritzen fast einen Asthma Anfall bekommen.
    Ich muss dazu sagen, dass ich die ganze Woche schon erkältet bin und wahrscheinlich auch eine leichte Bronchitis habe – aber normalerweise sollte das ja kein Problem sein.
    Mein Endokrinologe meinte, dass der Vorfall nichts mit dem Nebido zu tun haben könnte, weil Nebido nicht so schnell wirkt – ich bin mir aber recht sicher, dass das Nebido der Auslöser war.
    Noch während des Spritzens hat mein Hals angefangen immer stärker zu jucken und ich habe ein Enge-Gefühl im Hals bekommen, dann musste ich husten und konnte gar nicht mehr damit aufhören. Ich habe bestimmt über 5 Minuten ununterbrochen gehustet und kaum noch Luft bekommen, war total rot angelaufen und pitschnass geschwitzt. Die Arzthelferinnen haben dann auch den Arzt geholt, ich hab erst wieder Luft bekommen, als sie mir eine Kortison-Infusion gelegt haben.
    Keine so schöne Erfahrung …
    Mir ist jetzt etwas mulmig vor der nächsten Injektion.

  14. Dottore2000 sagt:

    Habe mit großem Interesse speziell die Kommentare zu den Nebenwirkungen (Husten etc) nach Nebido-Injektionen verfolgt. Auch mir wird seit knapp vier Jahren dieses Präparat im Abstand von ca. 10-12 Wochen injiziert – lediglich bei einer Behandlung (in der Anfangsphase) durch den verabreichenden Mediziner traten bei mir diese Symptome (u.a. mit Atemnot!) auf, die sowohl ihn als auch seine Praxisangestellten & mich sehr beunruhigten – nach einer etwa 1-stündigen Ruhepause in der Praxis klangen die Beschwerden ab. Seitdem bin ich nach jeder sehr langsam & sorgfältig durchgeführten Injektion (auf der Höhe des Hüftknochens i Beckenbereich) beschwerdefrei.

  15. m.polo sagt:

    hallo alle miteinander.
    bin seit 1993 ein cushing syndrom patient. sprich, hatte einen hypophysen tumor. bilde seit dem kein körpereigenes testosteron. bekam anfangs aller zwei wochen, dann aller 3 monate spritzen. seit ungefähr 4 jahren bekomme ich nebido aller 2 monate. nebenwirkung gleich null. außer das ich manchmal an der injektionstelle einen druck verspüre als hatte ich einen pferdekuss bekommen. ansonsten eher einen energieschub.

  16. Frank Bäumchen sagt:

    Alle 3 Monate wird mir Nebido gespritzt; danach stelle ich eine Gewichtszunahme von bis zu 2,5 kg fest. Im Laufe des Abklingens(?) verliere ich dann wieder an Gewicht,und die Eitelkeit klatscht Beifall…

  17. johnny D sagt:

    Ich Bekomme Seid einem Jahr Nebido Wegen transsexualität gespritzt und Habe bisher solche Erfahrungen nicht gemacht und Meine Freundin spritzt es mir sogar zuhause sie ist Altenpflegerin Ich Kann dazu nur sagen das man vor jedem spritzen Aspiriern sollte heisst: man sollte Immer Wenn die spritze im Muskel steckt anziehen um zu schauen ob man vielleicht Ein Gefäß getroffen hat sollte dies nämlich der Fall sein und Blut Wird mit angezogen muss man Noch einmal neu stechen Denn gelangt die ölige Substanz in die blutbahn und Dann in die Lunge treten solche Beschwerden wie Schwindel und microembolien auf trifft man Kein Gefäß Wird es gut vom Körper aufgenommen achtet darauf das euer arzt Immer vorher aspirirt um sicher zu sein das Kein Gefäß getroffen Wurde und Sagt es ruhig dem arzt Wenn er es nicht tut was Auch wichtig ist das man es Sehr Sehr langsam spritzt das es ja Sehr ölig ist spritzt man es zu schnellkKann Ein ödem entstehen Oder das Testosteron sucht Sich den weg hinaus durch die Öffnung die durch den einstich entstanden ist und das sollte nicht Sinn der Sache sein unter anderem ist der Druck Auch nicht so groß Wenn man es langsam injiziert

    Viel Erfolg

    LG
    Euer Johnny

  18. Dieter M. sagt:

    Ich erhalte alle 10-12 Wochen eine Nebido Spritze. Es mir nun das 2. Mal passiert, dass folgende Nebenwirkungen erfahre:
    – Schmerzen von der Einstichstelle bis in den unteren Oberschenkel. Am zweiten Tag konnte ich mich auf dem Einstichbein nicht mehr halten. Am Abend des dritten Tages waren die Schmerzen weg.
    – Schwindelgefühle nach dem Aufstehen vom Schuhe anziehen.
    – Schweissausbrüche am Morgen und in der Nacht.
    – Seit drei Tagen erhöhter Puls, 110 – 120!
    – Unterer Blutdruck viel zu hoch, 95 – 103
    – Depressive Verstimmung
    Vor drei Monaten hatte ich überhaupt keine Probleme. Ich denke, dass die Spritztechnik enorm wichtig ist. Die beiden Male, wo es nicht gut ging, hat mich die gleiche Arzthelferin gespritzt; Zufall? Werde noch mit dem Arzt sprechen.

    Liebe Grüsse
    Dieter

  19. Tobias sagt:

    Guten Tag Herr Professor Schatz,
    können Sie mir sagen wie langsam Sie Nebido injizieren? Ich bekomme bisher immer Testoviron und die Injektion ist immer ganz fix drin. Ich zähle jetzt nicht mit aber ich würde sagen länger als 10 Sekunden dauert das auf keinen Fall.
    Jetzt frage ich mich natürlich wie „schnell“ sollte es bei Nebido gehen weil es ja immer heißt man muss ganz langsam injizieren. Im Beipack steht leider nicht wie langsam man das machen soll. Mein Arzt hat mit Nebido noch keine Erfahrungen, nur Testoviron.

    Ich muss auch sagen nachdem ich die ganzen Kommentare hier gelesen habe habe ich ziemlich Angst vor Nebido. Selbst wenn es anfangs gut läuft können ja scheinbar auch ganz unerwartet bei späteren Injektionen jederzeit diese Nebenwirkungen auftreten. Das ist sehr verunsichernd.
    Ich würde Nebido nur gerne testen um einen Vergleich zu Testoviron zu haben, weil bei Testoviron die Spiegel doch sehr stark schwanken.
    Sind denn bei Nebido die Spiegel während der 10-12 Wochen die ganze Zeit konstant?
    Und können Sie sagen was für Spiegel man denn durchschnittlich hat?
    Ich würde gerne eine Vorstellung haben wie hoch die Spiegel ca sind.
    Ich habe auch schon Testogel benutzt und da hatte ich einige Stunden nach dem Auftragen „Spitzenlevel“ von ca 15nmol, was nicht gerade sonderlich hoch ist.

    MfG
    Tobias Diehm

    • Helmut Schatz sagt:

      Sehr geehrter Herr Diehm, ich injiziere Nebido langsam, etwa 1 min (manchmal sind es auch nur 40 bis 45 sec, sollte aber nicht sein). Ich selbst war überrascht, wie viele Patienten Nebenwirkungen melden. Das ist gewiß eine „negative Selektion“, weil sich nur die äußern, die etwas gemerkt haben. Die ganz überwiegende Zahl hat keine Beschwerden. Ich selbst hatte nie solche Probleme beobachtet und auch nicht meine Kollegen, die ich befragte. Die Testosteronspiegel unter Nebido sind recht gleichmäßig, ich wähle solche Abstände -meist sind dies ohnedies etwa 3 Monate – daß der Spiegel über der unteren Normgrenze bleibt. Das heißt, er liegt bei mir (mein Labor mißt in Nanogramm pro ml) über etwa 270, i.d.R. bis zu 350 nach 12 Wochen. Manchmal auch tiefer, dann verkürze ich den Abstand auf etwa 8 Wochen.
      Angst sollten Sie vor Nebido nicht haben. Die gleichmäßigen Spiegel sind viel günstiger als die stärkeren Schwankungen mit Testoviron alle 3 Wochen. Regelmässiger Gebrauch von Gel idt auch eine gute Alternative. Beim gesunden Mann schwanken die Testosteronspiegel ja auch im Tagesverlauf, deswegen gibt es die Empfehlung, das Testosteron in einer Probe, gewonnen zu 3 Zeitpunkten am Tag, zu bestimmen.

  20. Tobias sagt:

    Guten Tag Herr Professor Schatz,
    vielen Dank für Ihre Antwort.

    Wie sind denn Ihre Erfahrungen mit Nebido bzw. was berichten Ihre Patienten? „Spüren“ sie etwas bzw. fühlen sie sich deutlich besser physisch und mental? Und falls ja, wie schnell? Bereits nach der 1.Injektion?
    Ich bekomme Testoviron seit 3 Monaten und obwohl meine Spiegel jetzt natürlich höher sind als vor der Therapie spüre ich eigentlich gar nichts, was ich so nicht erwartet hätte. Ich bin deswegen enttäuscht, weil ich viele Berichte gelesen habe von Männern mit Testosteronmangel bei denen die Therapie einen riesen Unterschied gemacht hat.
    Ich weiß, dass es bei Testoviron starke Schwankungen gibt aber können diese Schwankungen erklären warum ich nichts fühle? Aus meiner Sicht macht das nicht so viel Sinn, denn zumindest die ersten 14 Tage nach jeder Injektion wo die Spiegel hoch sind und danach erst abflachen sollte ich doch etwas spüren.
    Ich weiß nun nicht wie wahrscheinlich es ist, dass Nebido eine Besserung bringt, wenn Testoviron keine Besserung brachte.

    MfG
    Tobias Diehm

    • horst lauer sagt:

      Hi Tobias.
      tschuldige ,dass ich mich da einmische in euren Chat. Also ich nehme nun Nebido seit 3 Jahren.Manchmal hab ich damit ausgesetzt um zu sehn ob eine normale Testo Produktion wieder eintritt.Leider geht bei mir der Spiegel immer wieder runter bis 1,18 nmmol.(im Moment hoffe ich die Ursache irgendwie herauszubekommen) .Ich bin 65 und treibe intensive Sport.
      Zum Nebido selbst kann ich nur sagen keine Nebenwirkungen ,bis auf einen bedingten Haarausfall.
      2 Minuten spritzten wie der Hersteller sagt.Man kann auch eine Haelfte in die Rechte und die andere in Linke Seite spritzen.
      Wie gesagt, ausser das die Einstichstelle ein bisschen brennt fuer 1 Tag,keinerlei Problem.Im Gegenteil. Ich nehme dann wieder mehr am leben Teil.Nach 3 Monaten die naechste Tankfuellung.
      Alles Gute
      horst

  21. Lieber Tobias, Testosteron ist nicht das „Allheilmittel“. Beschwerden können viele Ursachen haben. Also kann Nebido diese auch nicht immer beseitigen. Frage: Wie wurde bei Ihnen ein Testosteronmangel diagnostiziert, ist er wirklich gesichert? Dies müssen Sie aber mit Ihrem Arzt besprechen. Ich werde Ihnen jetzt nicht mehr antworten können, denn „Fernbehandlung“ ist nach ärztlichem Standesrecht untersagt.

  22. Jean-Paul Sartre sagt:

    Ich bin transsexuell (FTM) und habe vor 6 Wochen meine erste Nebido Spritze (1000) bekommen. Ich habe seit der Zeit fast immer einen roten Kopf. Bessert sich das oder sollte ich auf ein anderes Präparat umsteigen? Kann ich das ev. eine gewisse Zeit in Kauf nehmen oder hat das schädliche Folgen?

    • Helmut Schatz sagt:

      Bitte fragen Sie das Ihren Arzt. Ich habe bisher so etwas nie gesehen, allerdings behandle ich nur Männer mit einem zu niedrigen Testosteronspiegel + Symptomen, und keine transsexuellen Personen (FTM).

      • Chaim sagt:

        Transsexuelle Personen (FTM) sind Männer mit einem zu niedrigen Testosteronspiegel + Symptomen.

        • JJ sagt:

          Das mag aus politischer Korrektheit und unter psychischen Gesichtspunkten so sein. Medizinisch betrachtet ist das aber nicht so!
          Nicht aufregen. Ich bin selbst ein FtM.
          Mit Nebido hatte ich seit drei Jahren noch keine Probleme.
          Dieses mal ein starkes Brennen unter der Einstichstelle.
          Mein Gedanke war eine allergische Reaktion. Vor allem bei Erdnussöl!
          Vielleicht wird in den USA häufiger diese Trägersubstanz benutzt, als hier?
          Und auch wenn die Einstichstelle stimmt könnte ja beim Einstechen schon eine winzige Menge in ein Blutgefäß gelangen, das danach komplett durchstochen wird, so dass dann letztlich doch korrekt in den Muskel injiziert wird. Ist das denkbar?

  23. Thomas D sagt:

    Guten Tag Herr Professor Schatz,

    aufgrund eines hypogonadotropen Hypogonadismus (Kallmann-Syndrom) werde ich seit meinem zwanzigsten Lebensjahr (heute 56) mit Testosteron behandelt.

    Bis vor ca. 10 Jahren mit Testoviron und seit dem mit Nebido.

    Die Umstellung auf Nebido habe ich als ausgesprochen angenehm empfunden. Ich fühlte mich ausgeglichener und nicht mehr so starken Stimmungsschwankungen unterworfen. Bis auf gelegentliches Brennen direkt nach der Injektion und hin und wieder Schmerzen ähnlich einem Muskelkater vertrage ich die Injektionen gut.

    Die letzten 1-2 Jahre stelle ich zum Ende des Intervalls (zu Beginn 12 Wochen, zuletzt 8 Wochen) eine deutliche Verschlechterung meines Wohlbefindens fest. Ich fühle mich inaktiver, muss mich deutlich mehr „antreiben“ mit einem Hang zur Schwermut. Die 4-5 Wochen direkt nach der Spritze erlebe ich in einem Zustand des „erfüllten Tuns“.
    Nachdem wir das Intervall immer weiter reduziert haben (aktuell 8 Wochen) und sich aber keine Besserung eingestellt hat habe ich in Absprache mit meinem Arzt mit Testogel „nachgebessert“ (d.h. unregelmäßig 25 mg Gel für 2-3 Tage). Dieses nachbessern müssen empfinde ich nicht als angenehm; ich hätte gerne ein gleichbleibend gutes Wohlbefinden durch eine gleichbleibende Behandlung.

    Weiter ist sicher zu berichten, dass bei mir Ende 2013 eine Schilddrüsenunterfunktion (Hashimoto Thyreoiditis) diagnostiziert wurde. Nach einer Anpassungsphase von einigen Monaten (Erhöhung der Dosis, anderes Präparat) bin ich jetzt bei 100 μg L-Thyroxin angekommen womit ich gut zurecht komme.

    Aufgrund meiner schwankenden Gemütslage wende ich einigen Tagen Transdermalpflaster (Testopatch) an.

    Nun aber zu meinen Fragen:
    Welche Erfahrungen/ Hinweise haben Sie zu Transdermalpflastern?
    Ist mit einer gleichmäßigeren Stimmungslage zu rechnen?
    Gibt es eine Wechselbeziehung zwischen Testosteron und Thyroxin?

    Herzlichen Dank und herzliche Grüße,

    Thomas Daum

    • Helmut Schatz sagt:

      Sehr geehrter Herr Daum,
      zunächst eine Frage: Kommen Ihre Beschwerden tatsächlich von einem abgesungeken Testosteronspiegel? Wurde dieser, z.B. nach 12 und dann 8 Wochen, gemessen? Man kann, wie Sie sicherlich wissen, auch Beschwerden bei normalem Testosteron haben. Dies vorab. Zu Ihren Fragen: Transdermalpflaster wende ich nicht an, kann daher auch nicht sagen, wie damit die Stimmungslage ist. Wechselbeziehungen zwischen T4 und Testosteron gibt es nicht, wenn der TSH-Spiegel einmal mit T4 stabil eingestellt ist. (Bei manifester Hypothyreose läuft allerdings der gesamte Stoffwechsel verlangsamt ab. Dann sollte aber der Testosteronspiegel eher länger hoch geblieben sein).
      Mit freundlichen Grüßen
      Helmut Schatz

    • Helmut Schatz sagt:

      Sehr geehrter Herr Daum, Transdermalpflaster wirken i.d.R. recht gut. Sie erzeugen nicht ein so konstantes Profil wie Nebido. Allerdings unterliegt Testostereron normalerweise auch einer Tagesrhytmik mit morgens hohen und abends niedrigeren Serumwerten. Somit ist die morgendliche Applikation eines transdermalen Gels physiologisch recht gut. Wechselwirkungen mit Thyroxin sind mir nicht geläufig. Bedenken SIe aber bitte: Schwankungen in der Gemütslage und im Wohlbefinden gibt es auch bei Menschen OHNE Hormonstörung. Man kann nicht alle diese auf ein endokrinologischens Leiden zurückführen und mit Hormonbehandlung beseitigen!

  24. K.J. sagt:

    Nach Verabreichung der Spritze in die Pobacke habe ich in den darauffolgenden zwei Nächten wach gelegen. Ich war aufgewühlt und hatte fliegenden Puls. Auch juckte der Bereich um die Pobacke fortwährend. Nach wenigen Tagen bekam ich eine Allergie, wie ich diese in meinem Leben noch nicht erfahren habe. Die ganze Hüfte, der Bauch, die Oberschenkel waren tiefrot und geschwollen. Die Haut fühlte sich heiß an. Als ich sodann zur Apotheke eilte, weil die Rötungen am ganzen Körper zunahmen, würde ich sofort zum Notdienst ins Krankenhaus geschickt. Hier erhielt ich eiligst, ohne Aufnahmeformularien, sofort eine Infusion mit Cortison. Auch würde ich auf Nebenwirkungen der Organe hingewiesen! Zwei Tage später erhielt ich eine neue Infusion und morgen werde ich dann zum dritten Mal eine solche Infusion erhalten.
    Ich kann nur warnen! Vorsicht! Dieses Mittel ist nicht unproblematisch und wird für mich nie wieder infrage kommen.

    • ralf sagt:

      Hi ich kann dir nur zu stimmen.auch ich habe,.zwei tage bzw.nächte schweiss gebadet und woch verbracht.und konnt kaum laufen,weil beine rücken usw.sehr schmerzten. ich möchte dir in dieser hinsicht,zu stimmen testostoron.kann ein segen sein.aber auch sehr gefährlich.ich will auch keine mehr haben,habe ich auch schon gesagt. -drei monats spritze- aber wenn man in keller ist geht man doch wieder zur spritze. in den sinne ralf

  25. Rossi sagt:

    Sehr geehrter Herr Professor Schatz, liebe Leidensgenossen,

    erhalte, bedingt durch Hodentorsion und anschließender Entfernung beider Hoden am zehnten Lebenstag, seit dem 14. Lebensjahr Testosteronersatztherapie: bis vor zehn Jahren alle zwei Wochen 1 Spritze Testonvirondepot 250, seitdem täglich 1 Beutel Testogel 50. Eigentlich komme ich sehr gut mit dem Testogel zurecht, erziele sogar Testo-Werte zwischen 6 und 9. Ein Alternativversuch mit Nebido vor zwei Jahren führte nach der ersten Spritze zu Haarausfall, wochenlangem Schwindel und Kopfschmerzen. Nun überlege ich, da die langfristige „Schmiererei“ mit Testogel schon bissi nervt – muss das ja ein Leben lang machen – erneut eine (Mut-)Probe mit Nebido zu wagen. Die Gabe von Testonvirondepot 250 -Spritzen ist in Österreich leider nicht mehr zugelassen, sonst würde ich wohl auf dieses Medikament, mit dem ich 20 Jahre nur beste Erfahrungen hatte, ausweichen. Können Sie / könnt Ihr mir bitte einen Rat geben bzw. hat jemand von Euch (ähnliche oder andere) Erfahrungen mit dem Umstieg von Gel auf 3-Monats-Spritze?

    • Ich habe keine Patienten mit ähnlichen Erfahrungen wie sie, würde ihnen aber einen Versuch empfehlen. Wegen des Haarausfalls:Vielleicht war der Testospiegel zu hoch. Größere Abstände bei Nebido? Ein Spiegel von „6-9“ ist schon sehr hoch. Wie alt sind sie? Ab dem 30. Lebensjahr gehen die Spiegel herunter. Also Ü msteigeversuch, ggf. Abstände größer.
      Helmut schatz

  26. Odin W. sagt:

    Hallo zusammen, ich bekomme nun seit rund neun fast zehn Jahren die Nebido Injektion.
    Bisher konnte ich keinen Zusammenhang mit Husten feststellen. Lediglich konnte ich in dem letzten Jahr feststellen, dass nach einer Injektion. Der Schmerz in der Hüfte mehr als gewöhnlich dauerte. Vielleicht kann mir jemand helfen. Ich freue mich auf eure Antworten.

    PS: ich bin jetzt 28 Jahre alt.

  27. Garibaldi sagt:

    Hallo zusammen,
    komme selber aus der pflegerischen Intensivmedizin. Ich stimme mit den Schilderungen überein, das nach
    der Injektion die ersten 2-3 Tage nach der Injektion eine Art Muskelkater-Symptomatik auftritt bzw. das man
    den Eindruck hat, das eine Erkältung oder Grippe im Anmarsch ist. Einen Hustenanfall konnte ich bei mir nicht beobachten.
    Ich selber schone mich in der 1.Woche nach der Injektion. Man muss einfach mal bedenken, das man einen Wirkstoff bekommt der für 3 Monate bestimmt ist und mit dem der Organismus erst einmal umgehen muss.
    Ich habe Nebido vor 2 Wochen das erste mal bekommen und davor Testosteron 250 mg alle 4 Wochen über
    einen Zeitraum von 35 Jahren.

    Viele Grüsse

  28. Xhevi O. sagt:

    Hallo. Bin 32 Jahre alt und ich hatte Testosteron Werte von 8.3. Daher hat mir meine hübsche Endokrinologin eine 4ml Testo Spritze gegeben. Das war gestern, dann so ne Stunde später gings mir noch schlechter als vorher. Heute bin ich immernoch total kaput, muss ständig im Bett liegen da ich kaum Kraft habe. Wie lange könnte das dauern bis ich wieder langsam fit werde? Ich hab so einen druck im Kopf, die Frau Dr. vermutet das ich einen Tumor im Hirn habe und dies die Ursache für meine Testo mangel ist. Ich muss noch in die Röhre um das abzuklären…

  29. Mirko sagt:

    Hallo,
    Ich habe ab 16.02.2016 die erste Spritze bekommen und am 22.03.2016 die zweite weil mein Hormonwert zu niedrig ist. Bei mir wirkt sich es auf dem Blutdruck und Blutzucker aus welche sich erhöhten. Seit der zweiten Injektion habe ich nun noch Husten und Schmerzen in der Brust dazubekommen, sowie Beklemmungsgefühl und Pulsrasen.
    Nach Rückfragen bei meinem Urologen, bekam ich die Antwort, dass ich unterbewusst sexuelle Gedanken habe, wo ich leider nichts mehr von weis. Diese Aussage finde ich komplett blödsinnig von meinem Arzt, als Begründung.
    Bei den vielen Post´s der Nebenwirkung bin ich mir nicht mehr klar, ob ich das Zeug noch einmal spritzen lasse.

  30. Helmut Schatz sagt:

    Den Husten gleich oder kurz nach i.m. Injektion könnte Folge von Mikroembolien nach irrtümlicher iv Injektion gewesen sein. Also vor Injektion ansaugen (aspirieren), ob (kein)
    Blut kommt und dann erst langsam 1min lang injizieren. Helmut schatz

    • Mirko sagt:

      Vielen Dank für die schnelle Antwort.
      Bei mir wurde sofort die Injektion durchgeführt und hat auch nur schätzungsweise 30 sek. gedauert.

  31. Pierre sagt:

    Hallo ich musste nach einem epileptischen Anfall und 30 min Bewusstlosigkeit Nebido absetzen. Ich war vier Tage im Kh. Testoviron verursachte bisher keine Probleme. Ich hatte noch nie Epilepsie vorher. Die Meinungen der Arzte gingen hier weit auseinander. Mein Fall ist bis heute ungeklärt. Ich habe aber vieles negatives um nebido schon gehört. Ich würde es nie wieder nehmen.

  32. Jony sagt:

    Lieber Herr Professor!
    Ich harte auch mit 1.jahr HodenKrebs worauf hin man mir einen hoden entfernt hat. Mit 14 Jahren hat man dann einen testostero Mangel festgestellt, weshalb ich täglich 25mg testogel bekam. Neuerdings weiß man dass ich an colitis ulcerosa leide weshalb ich momentan 50mg cortison am tag bekomme. Als ich heute im fitnessstudio war hatte ich keine kraft… normal 100kg Bankdrücken, aber heute schaffte ich nicht mehr als 40kg… meine frage lautet“ macht es einen Sinn nach der cortison Therapie testo zu spritzen?
    Ich leide gerade sehr stark unter der katabolen Wirkung von cortison :-(

  33. Jony sagt:

    Lieber Herr Professor!
    Ich hatte mit 1.jahr Hodenkrebs worauf hin man mir einen Hoden entfernt hat. Mit 14 Jahren hat man dann einen testosteron Mangel festgestellt, weshalb ich täglich 25mg testogel bekam. Neuerdings weiß man dass ich an colitis ulcerosa leide weshalb ich momentan zusätzlich 50mg cortison am tag bekomme. Als ich heute im fitnessstudio war hatte ich keine kraft… normal schaffe 100kg Bankdrücken, aber heute schaffte ich nicht mehr als 40kg… meine Frage lautet“ macht es einen Sinn nach der cortison Therapie testo zu spritzen?
    Ich leide gerade sehr stark unter der katabolen Wirkung von cortison :-( und auch äußerlich macht es sich bemerkbar

  34. Helmut Schatz sagt:

    Lieber Jony, Testosteron als Ersatz für ausgefallene körpereigene Produktion kann ohne weiteres mit Corticoiden etwa wegen einer Colitis ulcerosa wie bei Ihnen gegeben werden. Freilich soll Testosteron nicht – etwa als „Doping-Mittel“ oder zum „Muskelaufbau“ oft von gesunden Fitnessbesuchern genommen – einen überhöhten Blutspiegel aufweisen. Das ist aber bei 25 mgt Testogel kaum der Fall. Im Gegenteil, in meiner Praxis gebe ich meinen Patienten meist 50 mg täglich. Lassen Sie doch einmal unter 25 mg Testogel Ihren Testosteron-Blutspiegel messen. Sollte er sehr tief sein, fragen Sie Ihren Arzt, ob Sie 50 mg nehmen sollten. Zuständig ist Ihr Arzt. „Fernbeahdlungen!“ ohne den Patienten zu sehen sind nicht standesgemäß.
    Helmut Schatz

  35. Jony sagt:

    Sehr vielen Dank!!!
    Wollte nur noch fragen, wie es mit einer spritze als kickstater nach der cortison Behandlung aussieht?

    • Helmut schatz sagt:

      Statt Testogel tgl können Sie auch etwa Nebido als Injektion alle 3 Monate bekommen, nach der 1.Iniektion die 2. Aber schon nach 6 Wochen.
      Helmut schatz

      • Jony sagt:

        Wie sieht es diesbezüglich mit der nebenWirkungen aus?
        R

        • Helmut schatz sagt:

          Testosteron NUR bei im Blut nachgewiesenem erniedrigen Spiegel an freiem Hormon PLUS klinischen Symptomen. Nebenwirkungen dann Polyglobulie (selten bei richtig dosierter Gabe. Selbst nachlesen). TESTOSTERON IST KEIN ALLHEILMITTEL!

  36. Jack sagt:

    Ich hab das Klinefelter Syndrom und bekomme alle 6 Wpchen Nebido injiziert – mein lebenlang..Bislang keinerlei Hustenanfälle oder andere Probleme gehabt.Mag vielleicht daran liegen weil ich diese Injektion als „Belohnung“ empfinde,was andere Männer umsonst bekommen:-)

    • Helmut schatz sagt:

      Die Nebenwirkungen wie Husten etc.kommen nicht vom Testosteron sondern von dem Öl, in welches das Hormon zur Verzögerung der Wirkung eingebracht wird und das bei der Injektion statt nur noch ein in den Muskel teilweise in Blutgefäße gelangt ist und in die Lunge verschleppt wird. Nebido wird nur anfangs nach der ersten Injektion nach sechs Wochen erneut injiziert, dann in der Regel alle drei Monate. Abhängig vom gemessenen Testosteronspiegel kann das aber auch manchmal auch in kürzerem Abstand erfolgen.

  37. Jack sagt:

    Guten Morgen Herr Schatz

    gibt es denn alternativ zu dem Medikament „Nebido“ andere gleich wirkende Mittel die nicht intramuskulär injiziert werden müssen?Gut ich habe diesbezüglich schon meinen Hausarzt (Internist) befragt,der mir darauf nicht antworten konnte,da er wie zig andere „Kollegen“ absolut keinen „Masterplan“ parat haben,was Klinefelter Patienten betrifft,was ich sehr sehr traurig finde!

    Bei mir wurde das Klinefelter erst diagnostiziert als ich bei der Bundeswehr war und daraufhin ausgemustert wurde.Heute bin ich 45 Jahre alt und hatte selbst nach dieser jahrelangen Testosteronkur kein „Erfolgserlebnis“ gespürt inform von Bartwuchs oder gesunder Libido.

    Mir selbst ist bewusst,daß ich niemals so „sein kann,wie gesunde andere Männer die Testosteron auf „normalem Wege“ produzieren aber es muß doch ein Medikament geben,was auch Klinefelter Patienten glücklicher macht?!

    Nebido mag gut für Männer sein,die Ihren normal absinkenden Testospiegel pimpen wollen aber für Klinefelter Patienten wohl eher nicht.Nicht Alle Klinefelter Patienten „ticken“ gleich,daher kann kein Arzt der Welt behaupten,daß es Jeder Klinefelter Betroffener z.B einen Mikropenis hat oder gar transsexuell veranlagt sein muss…Ich würde mir wünschen das es mehr kompetentere Ärzte geben sollte,die sich mit Klinefelter enger auseinandersetzen sollten.

    Ihnen einen tollen Tag

    • Helmut Schatz sagt:

      Lieber Jack, ich behandle alle meine Klinefelterpatienten mit Nebido, mit 2 Ausnahmen, einer spritzt alle 3 Wochen 250 mg Testoviron depot und der 2. verwendet Testogel-Pflaster mit 50 mg täglich.
      Helmut Schatz

  38. Jack sagt:

    Wer kein Klinefelter hat,der kann sich niemals in die Situation hineinversetzen was es heisst permanent lustlos durch´s Leben zu stolpern!

    Für Jeden Mist gibt es Medikationen aber für Klinefelter nur dieses ominöse Nebido??Gelpflaster oder Pillen die kein Mann braucht gibt es genug *nur* bringen tun se nix – zumindestens mir nicht.

    Unterm Strich kann ich für mich behaupten,daß Nebido mir persönlich nichts bringt – Erfolge?Keine.Nebenwirkungen->alle 6 Wochen um 10 € ärmer aber das war´s auch schon.

    Jack

  39. Jack sagt:

    ich z.B habe Klinefelter aber gewiss keinen Mikropenis..zumindestens haben sich meine bisherigen Frauenbekanntschaften nicht beschwert*g*..gut,ich kann keine Kinder zeugen aber so what?*so spare ich mir schon die Präservative.

    Ich habe viel Bauchspeck was ich einfach nicht wegbekomme (schon jahrelanges Übel)..Arme / Beine sind durchtrainiert aber der Bauch?Ohweia sieht scheisse aus..also keine Spur von Sixpack*g*

    Feminine Züge sind vorhanden aber nicht ausgeprägter als bei nem Nicht Klinefelter Kariotypen…Depressionen und Niedergeschlagenheit sind meine Symptome seit Jahren (auch mit Nebido Kur)..somit scheisse ich auf mein Leben!

    Eines habe ich mir erarbeitet um das Klischee „Klinefelter sind dumm und schwerfällig“..Ich bin Erfinder was mich finanziell unabhängig macht / gemacht hat:-)

    Bevor Ihr nicht wisst was Klinefelter bedeutet oder es gar nicht selbst habt..haltet Euch bedeckt^^..

    Adios

  40. Excellrod sagt:

    Hallo Jungs,
    Ich bekomme Nebido seit mind. 7 oder 8 Jahren. Verlust beider Hoden durch Krebs.
    Es ist bisher das Beste was ich hatte!
    Vorher Salbe und Pflaster verwend.. Taugt alles nichts!

    Ich gehe alle 13 bis 15 Wochen hin.
    Wenn die Sprechstundenhilfe die falsche Stelle trift, ein nerv oder ähnliches, dann kann ich das schon mal 3 Tage später noch spüren.
    Einmal hatte Sie mir die Spritze in Rückenmark gehauen oder jedenfalls an irgentwie falscher Stelle, da hatte ich wirklich Wochen was von, und dachte schon, es ist was „bösartiges“ oder so.
    Mit Husten oder so, ist mir neu, habe ich auch manchmal, aber bisher nicht drauf gekommen, das es davon kommen könnte. Auch hatte ich schon mal eine schnellere Atmung, ein hecheln irgentwie, bei geringer Anstrengung. Lag es vielleicht auch daran?

    Ansonsten bisher das Beste was ich abkonnte! Körperlich auch auch vom Kopf her.
    Die Frage ist ja!? Kann man damit alt werden? Oder schlägt das ölige Zeugs ein irgentwann auf die Leber oder ähnliches? begünstigt Krebs oder ähnliches? Oder verursacht Prostatkrebs.
    Man wird es erst wissen, wenn es zu spät ist….und wenn man es vorher weiß, was sollte man dran machen, wenn man es braucht?
    Bin für jedes Kommentar dankbar! Schreibt mir ruhig mal was!

    • Helmut Schatz sagt:

      Nebido ist nach allen Erfahrungen in der Regel gut vertraeglich und verkuerzt bei richtiger Anwendung nicht das Leben. Nach neuesten Ergebnissen ist ein Testosteronmangel fuer das Herz-Kreislaufsystem sogar schlechter als Testosterongabe zur Erreichung eines normalen Spiegels. Soviel zur Diskussion ueber den Einfluss von Testosteron auf das Herzkreislaufsystem. Und nach neuer Erkenntnis ruft Testosteron KEINEN Prostatakrebs hervor. Evtl. kann es einen vorbestehenden Krebs im Wachstum beschleunigen.

  41. Jueri sagt:

    Guten Tag Herr Schatz
    Ich bin 68 Jahre alt soweit gesund. Mein Arzt hat vor rund einem Jahr bei einem Routineuntersuch festgestellt, dass meine Cholesterinwerte etwas zu hoch sind und hat mir deshalb Crestor 10mg verschrieben. Vor ca. zwei Monaten bekam ich einige Beschwerden wie Muskel- und Gelenkschmerzen, Nachtschweiss, Depressionen und null Intereses an Sex. Bei meinem letzten Arztbesuch wurde jetzt auch wieder mal der Testosteronspiegel kontrolliert und dabei festgestellt, dass er ziemlich im Keller ist. Er empfahl mir mit Nebido den Wert in den richtigen Bereich zu bringen. Die Spritze wurde also gesetzt und nach 2 – 4 Wochen fühlte ich mich nun wieder wie ein normaler Mann.
    Inzwischen habe ich mal im Internet etwas gestöbert und einige Studien gefunden, die den schleichenden Prozess von Crestor (Statin) wie ich ihn erlebt habe beschreiben. Auch eine teils gravierende Nebenwirkung auf den Testosteronspiegel wird da häufig erwähnt.
    Nun bin ich ziemlich verunsichert und weiss nicht, ob ich Crestor absetzen soll und damit vielleicht auch mein Testosteron wieder auf akzeptierbare Werte kommt.
    Was denken sie darüber?
    Herzliche Grüsse

    • Helmut Schatz sagt:

      Lieber Jueri, ohne genaue Kenntnisse der Vorgeschichte, der klinischen Befunde und vor allem auch der exakten Laboratorioumswerte kann man Ihnen da nicht raten, abgesehen davon, dass „Fernberatungen/-behandlungen“ standesredchtlich nicht zulässig sind. Nur soviel: Wurde nur das Gesamt-Testosteron gemessen, dass, wie Sie schreoiben, „ziemlich im Keller“ war? Gesamttestosteron allein genügt nicht. Sie brauchen einen Parameter für das bioaktive, das freie Testosteron, welches in der Regel als „freier Androgen-Index“ durch gleichzeitige Bestimmung des Sex-Hormon Bindenden Globulins (SHBG) erfasst wird. Um den Cholesterinstoffwechsel zu beurteilen, braucht man die genauen Werte auch von HDL und LDL. Gehen Sie doch bitte zu einem Endokrinologen in Ihrer Nähe und lassen Sie sich beraten.

  42. Jueri sagt:

    Guten Tag Herr Schatz

    Vielen Dank für ihre Antwort. Ich habe mir schon gedacht, dass das Ganze nicht so einfach ist. Wahrscheinlich ist es wirklich besser mal einen Endokrinologen aufzusuchen.

    Herzliche Grüsse

  43. Jogi sagt:

    Unser Sohn hat das Klinefelter-Syndrom und benötigt Testosteron. Bisher bekam er von seinem Kinderarzt und Endokrinologen Kapseln und in letzter Zeit Testoviron 250 mg, das er gut vertrug und sich auch wohl fühlte. Im August wurde er 18 Jahre alt und konnte durch seinen Kinderarzt nicht mehr behandelt werden, auf Empfehlung dieses Arztes wechselten wir zu einem Endokrinogen für Erwachsene nach Mainz. Dieser beschrieb Testoviron als ein völlig veraltetes Präparat aus dem letzten Jahrtausend und verabreichte ohne jede Voruntersuchung Nebido 1000 mg, auch ohne auf die zahlreichen möglichen Nebenwirkungen hinzuweisen. Nach 4 Tagen verließ für 2 Tage völlig antriebslos, eigentlich depressiv sein Bett nicht mehr, aß kaum etwas und verschlief die Tage. Er ging nicht zu seiner Schulung und absolvierte auch nicht seine Fahrstunde. Hinzu kam ein starker Juckreiz auf seiner Kopfhaut und ein starker Druckschmerz hinter einem Ohr. Nach 6-maligem Versuch, seinen behandelnden Arzt zu erreichen, rief rieser endlich zurück. Das Gespräch dauerte keine 30 Sekunden: Die Symptomatik könnte keinesfalls von Nebido kommen, bezüglich des Juckreizes sollten wir einen Hautarzt aufsuchen. Das wars. Was halten Sie von diesem Kommentar? Offenbar hat dieser Arzt, er ist auch noch Professor, noch nie den Beipackzettel gelesen, in dem unter anderem genau diese Nebenwirkungen beschrieben werden, auch, bei Auftreten ungewöhnlicher Phänomene, „informieren Sie Ihren Arzt.“. Wir kommen uns nur noch veralbert und auch hilflos vor, denn heute liegt er schon wieder im Bett und ist nicht in der Lage, aufzustehen.

    Herzliche Grüße

    • Helmut Schatz sagt:

      Lieber Jogi, ein Klinefelter-Patient braucht früher oder später Testosteron, wenn der Testosteronspiegel tief ist. Man kann es auch mehr oder minder jedem gleich geben. Testoviron depot habe ich meinen Patienten sehr lange gegeben, und einer bekommt es auch heute wieder, da er sich dsrunter subjektiv, wie er sagte, besser fühle. Freilich gibt die 3-Monatsspritze Nebido gleichmässigere Spiegel und ich verwende es auch meist. Die 2.Spritze soll man aber schon nach 6 Wochen geben, damit ein gleichmässiger Blutspiegel aufgebaut witd. Dann nur alls 3 Monate. Manche Patienten benötigen aber die nächste Spritze schon nach 10 oder auch 8 Wochen.
      Auf den Beipackzetteln steht auch alles, was irgendjemand irgendwann beobachtet oder gemeldet hat, ob es nun durch das Medikament hervorgerufen wurde oder nur zufällig gleichzeitig aufgetreten ist. Firmen tun dies auch rechtlichen Gründen. Meiner Meinung nach hat der letzte Arzt Recht, dass viele wenn nicht alle vermutlichen „Nebenwirkungen“ nicht dem Nebido zuzuschreiben sind, sondern andere Ursachen haben.

      • Forscher sagt:

        „ein Klinefelter-Patient braucht früher oder später Testosteron, wenn der Testosteronspiegel tief ist.“

        außer sie entscheiden sich bewusst dagegen, weil sie sich in ihrem Körper wohlfühlen und nicht vermännlicht werden wollen bzw. Transgender sind.

        *

        bin selbst Klinefelter IN Testo-Behandlung seit 2 Jahren. Erstmals seitdem nach gestriger intramuskulärer Injektion bei Ruhepuls Hypertonie (Stirnarterien ertastbar, Spannungsgefühl), vorher blieb ich gänzlich ohne Nebenwirkungen. Länger als 30 Sekunden dauern meine Injektionen auch nie. Offenbar ist da etwas schiefgegangen dieses Mal.

        Mein einzig subjektiv positives Gefühl dank der Medikation ist das Verschwinden lähmender Müdigkeit und mehr Ausdauer/Energie selbst nach zu wenig Schlaf.

        Die Depressionen sind dadurch nicht verschwunden, die hatten ihre Ursache im Autismus, der bei Klinefelter gehäuft vorkommt, siehe http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/028-018.html

        Testosteron ist also mit Sicherheit kein Allheilmittel. Hinter Klinefelter verbirgt sich 47,XXY – und das zusätzliche X-Chromosom verursacht nicht nur Testosteronmangel.

        • Helmut Schatz sagt:

          Lieber Forscher, Klinefelterpatienten sind phänotypisch männlich, genetisch gibt es nicht nur xxy, sondern eine Vielzahl von Varianten und auch Mosaike. Transgender hat streng genommen damit nichts zu tun, denn das ist definitionsgemäss ein psychisches Problem. Sie können von einer Spritze noch nicht viel erwarten. Vergleichsweise braucht es in der Pubertät auch Monate und Jahre, bis sich der volle Testosteroneffekt einstellt.
          .

          • xxy sagt:

            Dass ‚wir‘ phänotypisch männlich sind … ok – geschenkt – wobei das mMn differenzierter zu betrachten wäre. Worauf der ‚Forscher‘ aber (glaube ich) im ersten Teil seines Kommentars hinaus will, ist die Frage, wann der Testosteron-Mangel tatsächlich bei uns einsetzt und was dieser Mangel für Auswirkungen hat bzw. was eine Testosteron-Substitution für Auswirkungen hat – auch bspw. auf Fragen zur ‚Gender Identity‘.

            Kurzes Zitat, welches das ‚Problem‘ eventuell ein wenig beleuchtet:

            „With little evidence in the literature to guide clinicians as to the gender profiles of people with XXY, the best practice is to approach each patient with an open mind (Gillam et al., 2010). However, this issue begs further exploration: Should individuals with an XXY karyotype who do not identify as male be considered to have KS? In addition, how should individuals with an XXY karyotype who do identify as male, but do not wish to become more masculine, be informed of the possible consequences of lifelong testosterone deficiency, whilst maintaining respect for the patient’s choice? This is an area of endocrinology that would benefit from further discussion and collation of clinical experience. Research into the range of karyotypes and their possible corresponding phenotypes, in addition to the current difficulties experienced by these people,would be beneficial.“

            Quote: Thinking outside the square considering gender in Klinefelter syndrome and 47, XXY – International Journal of Andrology; Published: 2011

          • Forscher sagt:

            Der Blutbefund (nach der Spritze) hat ergeben, dass sich der Testosteronwert verdoppelt hat. Ich schätze, das sollte nicht passieren. Bisher blieb er bei allen 3-Monats-Spritzen konstant niedrig (um 4 ng/mol).

          • xxy sagt:

            „Transgender hat streng genommen damit nichts zu tun, denn das ist definitionsgemäss ein psychisches Problem.“ … die Frage, die sich dann aber stellt, wäre: warum taucht dieses psychische Problem in dem betroffenen Menschen überhaupt auf? … wobei wir dann ganz schnell beim Stichwort Transsexualität wären.

            Dazu mal ein Zitat aus: Dr. med. univ. Dr. phil. Horst-Jörg Haupt „Sie sind Ihr Gehirn – in einem falschen Körper!“ Exemplarische, fachliche Stellungnahme zum Urteil des Landessozialgerichts Baden-Württemberg vom 25. Januar 2012 aus neuropsychologisch-neurologisch-psychiatrischer Sicht

            >>>> „Im Jahr 2008 konnten Lauren Hare und Kollegen in einer relativ breiten Studie erstmals belegen, dass transsexuelle Frauen genetische Varianten aufweisen, die für biologische, weibliche Geschlechtsausrichtung verantwortlich sein könnten, indem die Testosteronwirkungen auf das embryonale Gehirn vermindert/abgeschwächt wird, das Gehirn also weiblich bleibt und keiner Maskulinisierung unterworfen wird.“

            „In conclusion, our findings indicate a significant association between male-to-female transsexualism and the long polymorphism for the AR repeat. This finding links the androgen receptor and further implicates genes in the steroidogenesis pathway as playing a role in male-to-female transsexualism. We speculate that reduced androgen and androgen signalling might contribute to the female gender identity of male-to-female transsexuals. […]“ Quote: Hare L et al (2009) Androgen receptor repeat length polymorphism associated with male-to-female transsexualism. Biol Psychiatry 65(1):93–96

            „Zusammengefasst: unsere Ergebnisse zeigen einen signifikanten Zusammenhang zwischen Mann-zu-Frau-Transsexualität und dem Längen-Polymorphismus bezüglich Androgen-Rezeptor-Repeat. Dieser Befund weist darauf hin, dass der Androgenrezeptor und weitere beteiligte Gene bei der Entstehung der Mann-zu- Frau-Transsexualität via Steroidgenese eine Rolle spielen. Wir vermuten, dass reduziertes Androgen und Schwächung der Androgen-Signalübertragung zur weiblichen Geschlechtsidentität von Mann-zu-Frau–Transsexuellen beitragen kann. […]“ <<<<

            Die Frage, die sich mir stellt: wann setzt der Testosteron-Mangel beim KS genau ein? … die Problematik mit einem längeren, schwächer wirkenden AR-Allel, kommt bei XXY ja durchaus auch vor – Zitat:

            "Es zeigt sich hierbei, daß bei Klinefelter-Patienten mit 2 X-Chromosomen präferentiell das längere, schwächer wirksame AR-Allel aktiv ist." aus: Androgenwirkungen bei. Hypogonadismus und Klinefelter-Syndrom: Epigenetische und pharmakogenetische. Aspekte. Zitzmann M. Blickpunkt der Mann 2006

            … falls der Testosteron-Mangel bei XXY also auch so früh einsetzt, welche Auswirkungen könnte dieser dann auf das embryonale Gehirn haben/gehabt haben?

  44. tom sagt:

    ich habe das Klinefelter Syndrom und werde seit 30 Jahren mit Testo substituiert. Vor 3 Jahren hat mich mein Arzt für Nebido überredet. Mein Testowert steig einfach nicht auf normale Level. Zum Schluss war ich auf Nebido alle 6 Wochen und es war immer noch nicht gut. Ich bin dann auf Testogel 50 mg gewechselt, welches ebenfalls nicht ausreichend war. Seit 6 Monaten nun bei Testotop Gel 125 mg und endlich ausreichender Spiegel.

  45. asos sagt:

    Guten Abend zusammen,

    ich leide unter anorchie und bekomme seit 10 jahren eine hormonsubtitution mit nebido.
    habe bisher alles super vertragen. seit 2 jahren leider ich unter „scheinbar“ psychischen problemen, bin geplagt von innerer unruhe, erschöpfungszuständen und anderen syptomen. v.a. nach den letzten beiden spritzen konnte ich im verlauf der ersten 2 wochen eine deutliche zunahme dieser symptome erkennen und komm ohne beruhigungsmediakamente nicht durch den tag. die ärzte und endikrinodolgen sind sich bis dato unschlüssig, ob eine rein psychische ursache vorliegt, oder dies folgenden der substitution sind. werde womöglich das präperat wechseln und zusehen, ob es eine veränderung bewirkt.

    hat jemand ähnliche erfahrungen?

    lg

    • Helmut Schatz sagt:

      Die jetzigen Smptome haben wohl nichts mit Nebido zu tun, es handelt sich am ehesten un ein zeitliches Zusammenfallen ohne Nebido als Ursache. Dennoch kann man, wen Sie wollen, eine andere Zufuhr von Testosteron versuchen, entweder Testogel 50 mg täglich oder Testovíron depot 250 mg alle 3 Wochen. Wenn dann die Symptome wie innere Unruhe, Erschöpfungszustände u.a. weg sind, bedeutet das aber auch noch nicht, dass die Beschwerden vom Nebido gekommen sein müssen. Es kann wieder ein zufälliges zeitliches Zusammentreffen sein, oder auch der berühmte Plazeboeffekt, den es tatsächlich gibt, auch wenn hier keine unwirksame Scheinsubstanz, sondern Testosteron, aber in einer anderen Zubereitung und über einen anderen Weg verabfolgt wird. Die Psyche spielt beri allen Medikamenten eine große Rolle. Aber dennoch: Machen SIe dann so weiter, nach einer bestimmten Zeit (2-3 Monate ohne Beschwerden) können Sie dann wieder das viel praktischere Nebido versuchen.

  46. Helmut Schatz sagt:

    Testosteron sollte bei Klinefelterpatienten zugeführt werden, wenn der Spiegel unter 12 nmol/L liegt oder abgesunken ist (siehe Nieschlag, Dt.Aerzteblatt). Ich selbst gebe es i.d.R.abhängig vom klinischen Bild meist früher.

    • xxy sagt:

      Nieschlag schreibt in seinem Artikel – „Klinefelter-Syndrom; Häufigste Form des Hypogonadismus, aber oft übersehen oder unbehandelt“ Dtsch Arztebl Int 2013; 110(20): 347-53; DOI: 10.3238/arztebl.2013.0347

      aber bspw. auch folgendes zur Therapie – Zitat:

      „Beim erwachsenen Patienten mit KS sollte eine Testosteronsubstitution großzügig eingesetzt werden, da allgemein davon ausgegangen wird, dass dadurch die Lebensqualität verbessert und Spätfolgen verhindert werden können. Wenn auch nicht speziell bei Patienten mit KS, sondern bei hypogonadalen Männern generell, wurde nachgewiesen, dass eine Testosteronsubstitution die Todesfälle von 5,4 auf 3,7 pro 100 Patientenjahre bei den behandelten Hypogonadalen reduziert (24). Insbesondere kann eine insgesamt erhöhte Maskulinität mit entsprechender Muskelkraft und Knochendichte sowie eine dichtere sekundäre Behaarung inklusive Bartwuchs und Normalisierung des roten Blutbildes erreicht werden. Libidoverlust und erektile Dysfunktion sowie depressive Verstimmungen und Antriebsarmut werden vermindert beziehungsweise behoben. Da Testosteron die Insulinresistenz vermindert und zu Zunahme der Muskelmasse gegenüber dem Fett führt, wird die Neigung zum metabolischen Syndrom vermindert. Wenn es auch keine Leitlinien speziell für das KS gibt, können die allgemein für die Behandlung des Testosteronmangels geltenden Leitlinien auch bei KS Anwendung finden (25). Allerdings gibt es bisher keine randomisierten kontrollierten Studien zur Testosterontherapie bei KS.“

      Es gibt hier einige Passagen, die mich als Betroffenen leicht irritieren … „Wenn auch nicht speziell bei Patienten mit KS, sondern …“, „Wenn es auch keine Leitlinien speziell für das KS gibt, …“ und vorallem der Satz: „Allerdings gibt es bisher keine randomisierten kontrollierten Studien zur Testosterontherapie bei KS.“

      was eine derartige Studie angeht; ganz ehrlich – ich habe schon über Crowdfunding nachgedacht

      aber worauf ich hinaus will: sieht man das ganze vor dem Hintergrund neuerer Forschungsergebnisse das zweite X-Chromosom bzw. die genetische Komponente betreffend, beginne ich mich zu fragen, ob sich die Erfahrungswerte bei den Hypogonadalen bzw. die „allgemein für die Behandlung des Testosteronmangels geltenden Leitlinien“ tatsächlich so einfach auf das KS umbrechen lassen; im Speziellen treibt mich persönlich aus verschiedenen Gründen die Frage um, ob eine ‚großzügige‘ Testosteronsubstitution wirklich der richtige Weg ist oder ob diese nicht viel genauer individuell angepaßt werden müßte – auch im Hinblick auf etwaige psychische Auswirkungen dieser Substitution?

      • Forscher sagt:

        siehe dazu auch …

        Host C. et al, The role of hypogonadism in Klinefelter Syndrome, Asian J Androl. Mar-Apr 2014; 16(2): 185–191.

  47. thomas sagt:

    bin 52 ,mit 42 prostata krebs – total op.teststeron danach auf 0,5 .bin ex leistungssportler ,habe gebettelt auf das minnimum vom testosteron eingestellt zu werden .gegen die ärzte meinung akzeptiert .250mg 20 tage rühtmus .psa von 0,7 wieder auf 4,0.testo von ärzte wieder ,,für immer!!!!! abgesetzt bekommen ! !!!bestralung und kleine schemo bekommen. psa runter auf 0,6 .testo auf 0,3!!!.ärzte glücklich und ich schprig von der brücke.nach schweren deprsionen entschiden heimlich wieder zu sritzen.ich lebe wieder!!!vor psa test testo abgesetst psa auf 10,5 gestiegen.diesmal antihormonbehandlug.3monatsspritze hormonzerstörer +3monate 150mg tag bicalutamid .die schlimsten 3monate meines lebens.psa runter auf 1.0, wieder selber testo angefangen, ,,dasleben ist zurück .die letzten 12 monate super ,arbeite 3 schichten täglich ,sport taglich (seit meinem 15 lebensjahr) 20,11,wieder psa test .diesmal rauf auf 15.0 .soll sofort wieder mit antiehormonbehandlug beginnen.werde mich dagegen entscheiden.das ist kein leben.schlimmste depresionen totale erschöpfung müdigkeit 70% leistungsverlust beim sport ,trots strenger diät 12 zentimeter bauchumfang erhöhung, werde mir noch einen zweiten arzt suchen bei bei dem ich nur testo machen lasse auf igelleistug und mich selbst einstelle.

  48. susenet sagt:

    Hallo
    Ich bekomme seit Jahren Nebido bei iHG… Kahlmann Syndrom
    Ich leide sehr unter Schlaflosigkeit und einem inneren Rückzug( ich würde es nicht Depression nennen). Vielleicht hat es etwas mit meiner Sozialisation zu tun….
    Mein Endokrinologe will mir Schlaftabletten verschreiben….
    Meine Alternative ist mein Laufband 30min/11km und ich komme auf meine 6h Schlaf.

  49. susenet sagt:

    Muss meinen Beitrag etwas korrigiert
    Ich laufe natürlich nur 6km/in 30min

  50. Eddie sagt:

    Hallo, ich bin über 70 Jahre und bekomme seit ca.2 Jahren Nebido gespritzt.
    Leider habe ich seit dem enormen Hautausschlag und Abszessen bekommen,die immer mehr werden.
    Mein Urologe sagt labidar :“das ist halt Tesstosteron „.
    Der Hautarzt ist ebenfalls überfordert.Alle Salben,die er mir verschrieben hat, haben nicht geholfen.
    Hat jemand einen Ratschlag

    • Helmut Schatz sagt:

      Testosteron kann zu Akne („eitrigen Pickeln“ ), aber nicht zu einem „Ausschlag“ führen. Aber Sie schreiben ja, dass Sie „Abszesse“ haben. Diese treten bei einer „Akne conglobata“ auf. Wenn Testosteron sehr hoch liegt oder stark ansteigt wie in der Pubertät, ist das häufig. Bei meinen erwachsenen und älteren Patienten habe ich dies allerdings nie in dieser Form gesehen. Zwei Fragen: 1.) WIe hoch ist Ihr Testosteron-Spiegel vor und nach der Spritze? Nicht nur das Gesamttestosteron, sondern auch das bioaktive, das „Freie Testosteron“, das man als Quotient aus Testosteron und Sexhormon.- bindendem Globulin (SHBG) bestimmen muss. 2.) Warum bekommen Sie überhaupt Testosteron? Brauchen SIe es wirklich? Sie können in unserem Blog ja lesen, dass mit Testosteron in den USA viel Unfug getrieben wird und Männer, die sich leistungsschwach oder müde fühlen, oft ohne genaue Hormonmessunge Testosteron in sogenannten „Low T „-Kliniken gespritzt bekommen. In Deutschland ist dies erfreulicherweise kaum der Fall. Aber da SIe bei einem Urologen sind, wird schon ein wichtiger Grund für die Testosterongabe vorliegen. Haben Sie schon einen Hautarzt aufgesucht? Abszesse können ja auch von etwas ganz anderem kommen, zum Beispiel auch von einer (unerkannten) Zuckerkrankheit .

  51. Hugoboss75 sagt:

    Bekomme nun auch schon seit mind. 7 Jahren Nebido gespritzt, alle 15 Wochen zirka. Habe keine Hoden mehr!
    Das Beste was ich je hatte! Zuvor Gels und cremes und Pflaster. Alles Schei…Üble Nebenwirkungen.
    Nebido nartürlich auch nicht perfekt! Einmal hatte mir die Sprechstundenhilfe die Spritze da irgentwo falsch reingehauen, quasi in die Bandscheiben oder so, weiß nicht genau. Da hatte ich mehrere Wochen schmerzen. 2 bis 3 Tage ist ja normal. Dicke Stelle u.s.w Auch mit den Husten, das habe ich erst Jahre später erfahren, das es wohl von Nebido kommen kann!
    Möchte mich mit Euch hier bitte mal Kurzschließen! Und bitte um Erfahrungsaustausch!
    Frage! Hattet jemand von Euch schon mal „Blut“ in der Samenflüssigkeit? Das Problem habe ich momentan.
    Und weiß nicht woher das kommt, entweder Erkältung oder …

    Die Frage ist, ob ich von Nebido zu Testoviron wechseln mal? weil ich Nebido nun schon etliche Jahre nehme. Aber es darf nicht schlechter oder ungesünder sein! Hat jemand Erfahrung?
    Schreibt mir doch mal was!
    Wir können dadurch alle nur provitieren!

  52. Alexander sagt:

    Hallo
    bekomme auch Nebido alle 3 Monate und ich hatte nach meiner Spritze so ne Art Mückenstich an der Einstichstelle und das Jucken und die Schwellung hielt ca. 1 1/2 Monate an.
    Ist das eine Normale Nebenwirkungen, Falsch gestochen oder ne allergische Reaktion?

  53. RobinHood sagt:

    Ich habe Nebido im Liegen gespritzt bekommen und jedesmal Hustenanfälle bekommen.
    Mein Urologe hat gesagt, dass das vermutlich wegen des Alkoholtupfer kommt.
    Ich muss sagen, total unprofesionell!
    Hab jetzt eine Urologin und sie spritzt mir Nebido immer im Stehen
    Und ich hatte nie mehr Husten oder Ähnliches!

  54. lurchi sagt:

    Hallo

    Ich bekomme schon seit 4 jahren nebido als 3 monatsinjektion….mein wert liegt bei 0,61 ohne die injektion….hatte sie 3j lang im liegen bekommen und nun seit einem jhr nach orts und arztwechsel im stehen und sehr langsam….ich empfand es im liegen angenehmer …..gespritzt wird fast imme rin höhe der hüfte etwas oberhalb des gesäss…..komplikationen gab es so gut wie keine nur einmal als eine neue helferin gespritzt hat …nicht tief genug und wohl ins fettgewebe oder sonst wo….ein starkes brennen nach dem einstich das ca 2 stunden anhielt….ansonsten dauert es ca.2-4 tage dann habe ich das gefühl als wenn ein schalter umgelegt wird…….wie aufgedreht und nebenbei eine positive auswirkung auf die libido gibt es auch…..ich komme gut damit klar und die blutwerte sind alle im normalbereich.

    gruss lurchi

  55. Sven sagt:

    Hallo,

    ich bekommen seit ca. 10 Jahren Nebido infolge einer Hodenentfernung nach Hodenkrebs
    im Stehen gespritzt.
    Ausser einer Art Muskelkater der ca. 1 1/2 Tag anhält bislang keine Probleme.

    Letztes Mal jedoch direkt nach dem Spritzem extreme Atemnot gehabt,
    diese hielt ca. 10 Minuten an.

    Ich habe daraufhin diesen Blog gefunden und Ich vermute das mein Urologe wohl eine Vene getroffen hat,
    muss ihm wohl das „ansaugen“ erklären.

    Viele Grüße
    Sven

  56. Tim sagt:

    Hallo und guten Tag,
    Sechs Monate habe ich versucht mit täglichem Auftragen von Testogel (50mg) den Testosteronwert anzuheben. Monatlich wurden der Wert kontrolliert. Leider vergebens.
    Heute habe ich meine erste Spritze mit Nebido bekommen. Nebenwirkungen sind bisher ausgeblieben.

    Eine Frage habe ich allerdings noch dazu, wie lange dauert es, bis der Wirkstoff im Blut ankommt ? Bei Testogel sagt man so nach einer Woche.

    Vielen Dank !
    Tim

    • Helmut Schatz sagt:

      Lieber Tim, bei Testogel kommt der Wirkstoff sehr rasch, noch am Tage des Auftragens an, es dauert nur etwa eine Woche, bis sich ein einigermaßen konstanter Basalspiegel im Blut einstellt. BEI NEBIDO IST DER BASALSPIEGEL ETWA 2-3 MONATE KONSTANT, WENN ER EINMAL ERREICHT IST. DESWEGEN GIBT MAN ANFANGS SCHON NACH 6 WOCHEN DIE 2.INJEKTION, DANN NUR ETWA ALLE 3 MONATE. NACH EINER NEBIDO-FOLGEINJEKTION GIBT ES ALSO PRAKTISCH KAUM UNTERSCHIEDE, WEDER IN DER BEFINDLICHKEIT NOCH IM TESTOSTERONSPIEGEL, FREILICH NIMMT ER NACH EINIGEN WOCHEN LANGSAM EIN BISSCHEN, ABER NICHT SEHR VIEL AB.

  57. Alan sagt:

    Hallo.

    Aufgrund von einem Testosteronmangel (klinisch festgestellt) bekomme ich seit über
    10 Jahren Testoviron gespritzt. Da mein Testosteronspiegel immer rapide abnimmt,
    bekomme ich in einem 1-wöchigem Rhythmus die Spritze.

    Nun würde ich gerne mal Nebido ausprobieren, da es doch praktischer ist,
    wenn man nicht wöchentlich zum Arzt muss, um sich seine Spritze abzuholen.

    Allerdings habe ich die Befürchtung, dass auch Nebido nicht sehr lange bei
    mir halten wird. In welchem minimalem Rhythmus darf man dieses verabreicht bekommen?

    Vor einigen Monaten habe ich einen Bericht im Internet gelesen (habe mir die Seite
    leider nicht notiert), in dem stand, dass es vielleicht einmal möglich sein wird, dass man
    nicht mehr zur Spritze gehen muss, weil es dann eine Art „Nasenspray“ geben soll, mit dem
    man sich das Testosteron einfach in den Körper „sprühen“ kann. Haben Sie davon schon
    einmal gehört?

    Darüberhinaus habe ich gelesen, dass in den Muskel injizierte Präparate am Besten geeignet
    sind, den meisten Testosterongehalt an den Körper abgeben und am Längsten halten (im
    Körper). Stimmt das?

    Könnte ich zusätzlich zu dem Testoviron noch ein weiteres Präparat verwenden, um einen länger
    anhaltenden Effekt erzielen zu können (Pflaster, Gel, Kapseln)?

    Und noch eine letzte Frage:
    Vor Kurzem wurde bei mir ebenfalls Hashimoto (Autoimmunerkrankung der Schilddrüse) festgestellt.
    Wirkt sich das auch auf meinen Testosteronhaushalt bzw. -spiegel aus? Oder hätten Schilddrüsen-
    hormone (Medikamente, die ich zukünftig nehmen soll) eine negative Auswirkung darauf?

    Vielen Dank und mit freundlichem Gruß
    Alan

    • Helmut Schatz sagt:

      Lieber Alan, 1x wöchentlich Testoviron (zu 250 mg) ist schon ungewöhnlich, habe ich nie gesehen, dass dies nötig gewesen wäre. Wurde auch das freie Hormon im Blut bestimmt, z.B. über den Freien Androgen-Index mittels Bestimmung des Sex-Hormon- Bindenden -Globulins (SHBG)?. Nebido wird gewiss seltener zu spritzen sein. Beginnen Sie mit Ihrem Arzt nach dem üblichen Schema: Zuerst 1x i.m injizieren., dann nach 6 Wochen die 2. Nebido-Injektion. Sie können ja vor der 2. Spritze den TESTOSTERONSPIEGEL (und den Index für freies Hormon) INTERESSENSHALBER MESSEN LASSEN. DIE 2. SPRITZE DANN NACH ~3 MONATEN (12 Wochen). ABHÄNGIG VON DER SPIEGELMESSUNG VOR DER NÄCHSTEN SPRITZE KANN MAN DEN ABSTAND VERKÜRZEN. ICH SPRITZE ES EINIGEN MEINER PATIENTEN DANN NACH 8 bis 10 Wochen (b nie war ein noch kürzerer Abstand nötig) STATT WIE NORMALERWEISE NACH 12 WOCHEN. Später als nach 12 Wochen, da der Spiegel noch sehr hoch gewesen wäre, musse ich nie injizieren. Nasenspray? Das verfügbare Präparat Tefina ist für Frauen, sehr niedrig dosiert und wird zur Steigerung des weiblichen Sexualempfindens verwendet, also für Sie nein. Besser Gel, täglich 50 mg (etwa Testogel 50 oder ein anderes). Der Spiegel schwankt dann aber im Tagesverlauf, daher tatsächlich das Testosteron besser in den Muskel. Bitte nicht zum Testoviron andere Hormonpräparate! Zuerst Wechsel auf Nebido. Schilddrüsenhormone (bei Ihnen wegen Hashimoto) haben keinen Einfluss, wenn sie so dosiert werden, dass die Schilddrüsenfunktion normal ist (am besten ist nach wie vor ein damit erzielter TSH-Wert im Referenzbereich (etwa zwischen 0.4 und 2.5 bis 4 mU/L.)

  58. Helmut Schatz sagt:

    Pardon, nach drei Monaten nicht die 2., sondern die 3. Spritze.

  59. stephan sagt:

    Guten Tag Hr. Herr Prof. Schatz,

    ich habe am Montag meine 7. Nebido seit Mai 2016 bekommen. Testosteronmangel wurde 2013 in Hannover bei einem Endo festgestellt und wurde bis Mai 2016 mit Testogel behandelt. Nach und nach benötigte ich immer mehr Gel und irgendwann wirkte es nicht mehr.

    Der Begin mit Nebido nun alle 12 Wochen war zunächst recht positiv. OK das Spritzen ist schon sehr unangenehm, Schmerzen waren nach 4 bis 5 Stunden reduziert und nach max. 2 Tagen weg. Ausser leicht erhöhte Agressivität und Hitzewallungen in den ersten 1 bis 2 Wochen war alles bestens. Bei der 5. Spritze bekam ich schon bei der Injektion ein Kratzen im Hals und hatte dann ca. 10 Minuten immer ein Husten. Danach ok.

    Die 6. Spritze wurde noch vorsichtiger gespritzt (sonst bis 2 Minuten und dann über 2 Minuten). Da kein Kratzen und Husten mehr..

    Spritzen 1 bis 6 wurden immer von Arzthelferinnen gespritzt. Auf Nachfrage beim Endo teilte man mir mit das dieser Hustenreiz nun schon öfter beobachtet wurde. Immer bei unterschiedlichen Arzthelferinnen, welche schon seit Jahren unverändert spritzen. Die Praxis hat seit dem ein Sauerstoffgerät und hat das Bundesamt für Arzneimittelsicherheit informiert, weil sie vermuten es liegt an bestimmten Chargen.

    Weil ich für die Spritzen immer 100km fahren musste (tut echt weh nach der Spritze länger zu fahren) habe ich mich um die Möglichkeit bemüht diese am Wohnort zu bekommen.

    Ein netter junger Urologe übernimmt das. Die 7. Spritze bekam ich wie immer im Liegen. Sehr gut desinfiziert und dann vllt. etwas schneller als sonst. Aber ich schätze ach 1 Minute. Kurz vorm Ende merkte ich ein Ziehen bis ins linke Knie. Das wurde zunächst leicht besser und ich ging. Nach ein paar Minuten merkte ich ein kratzen und nach einer Stunde leichte Erkältungssymptome. Die aber Abend besser wurden und ganz leichte Halsschmerzen waren nach 2 Tagen weg. Allerdings fingen dann Abends die starken Schmerzen im hinteren Oberschenkel an. Ähnlich wie massiver Muskelkater. Nur nicht so großflächig.
    Dieser Schmerz hielt fast 3 Tage an und ich konnte gerade nach dem Sitzen oder Autofahren laufen.

    Heute also Freitag, habe ich schlagartig ein Ziehen bis Schmerzen im Unterleib (oberhalb des Penis), Die Knochen schmerzen und ich
    habe seit 20:00 leichtes Fieber.

    Wie einige hier habe ich seit 2007 Hashimoto und musste vor 6 Wochen meine Dosis anpassen. Ich nehme 175ug L-Thyroxin und 15ug Thybon. Der TSH liegt wegen dem Thybon bei 0,01

    Viele Grüße und über Antworten oder Kommentare würde ich mich freuen. Insbesondere der Häufung der Hustensymptome und meine Schmerzen nach der 7. Spritze.

    Auf Grund des Fiebers bitte ich eventuelle Rechtschreibfehler zu entschuldigen.

    LG Stephan

    • Helmut Schatz sagt:

      Lieber Stephan, das Husten kommt in der Tat häufiger vor. Bei der i.m. Injektion soll man vor dem Spritzen aspirieren, d.h. den Spritzenstempel zurückziehen, um zu sehen, ab man, was nicht sein soll, ein Blutgefäß getroffen hat. Erst dann langsam über mindestens 1 min injizieren. In der Praxis -unter Beobachtung – warten, mindestens 1/2 Stunde, besser länger, um zu sehen, ob Nebenwirkungen auftreten. Das Ziehen hinten im Obverschenkel kann ich mir nur so erklären, wenn es auf der gleichen Seite war wo injiziert wurde, dass der Ischiasnerv etwas abbekommen hat. Ich injiziere Nebido Immer selbst, am stehenden Patienten, und zwar nicht in das Standbein, sondern in das sogenannte Spielbein (das unbelastete Bein). Wichtig ist, nicht in die Po-Backe, sondern deutlich höher oben: An der unteren Spitze eines gleichschenkeligen Dreiecks: Von der vorderen Beckenkante ein Handspanne zurück und dann von diesen beiden Punkten je eine Handspanne schräg nach unten. Das ist der klassische Punkt für intramuskuläre Injektionen. Oft wird viel zu tief in die Po-Backe gespritzt (es passiert dann aber in der Regel auch nichts).
      Helmut Schatz

  60. Achim sagt:

    Hallo und einen schönen guten Tag, Herr Prof. Schatz.

    Ich habe auch Nebido ausprobiert (aufgrund eines festgestellten Testosteronmangels).
    Leider habe ich es überhaupt nicht vertragen. Die Einstichstelle tat ca. 1 Woche weh,
    aber das eigentliche Probleme war, dass ich durch die Spritze sehr starke Migräne
    bekommen habe, die konstant über mehrere Wochen anhielt. Darüberhinaus habe ich
    auch während einigen auf einanderfolgenen Wochen so stark geschwitzt, dass icvh mehrmals
    am Tag duschen musste.

    Aus diesen Gründen riet mir mein Arzt dazu, dass ich Nebido nicht mehr verwenden soll
    (was ich ihm sowieso von mir aus gesagt hätte). Stattdessen soll ich es mit Axiron
    oder Testotop probieren. Dazu hätte ich ein paar Fragen an Sie:

    1. Worin besteht der genaue Unterschied zwischen diesen beiden Medikamenten?
    Ich weiß, dass man von Axiron maximal 120mg und vom Testotop maximal 250mg am Tag
    nehmen kann bzw. soll. Auch weiß ich, dass sie unterschiedlich angewendet werden.
    Ist eins besser als das Andere? Wirkt eins besser als das Andere (aufgrund der Anwendungsstelle
    und des unterschiedlichen Testosterongehalts)?

    2. Mein Arzt empfahl mir diese beiden Medikamente, meinte jedoch sofort im nächsten Satz,
    dass sie ziemlich teuer wären und dass er sie mir wohl nicht regelmäßig verschreiben könne,
    da er pro Patient während eines Quartals nur 80 Euro zur Verfügung hätte. Was bringt es mir,
    wenn eins davon gut anschlägt und ich darauf angewiesen bin, ich es jedoch nicht durchgängig
    anwenden kann, da er es mir angeblich nicht dauerhaft verschreiben kann?! (Könnte ich mir von
    2 Ärzten dasselbe Medikament verschreiben lassen oder würde das meine Krankenkasse nicht
    mitmachen? Ich habe mal gehört, dass es nicht ginge, wenn man sich von 2 unterschiedlichen
    Ärzten wegen derselben Erkrankung behandeln bzw. dasselbe Medikamnet verschreiben lässt).

    Vielen vielen Dank, ich weiß es wirklich zu schätzen, dass Sie sich für mich die Zeit nehmen und
    mein Anliegen so gut wie möglich beantworten!!!

    Lieben Gruß,
    Achim

    • Helmut Schatz sagt:

      Lieber Achim, danke für Ihre Zuschrift. Leider kann ich Ihnen keinen Rat und auch keine Antworten auf Ihre Fragen geben, da ich beide Präparate nie angewendet habe und auch nicht kenne.

  61. Ferdi sagt:

    Hallo Herr Prof Helmut Schatz,
    ich leider seit ca. innerhalb einem Jahr unter errektile Dysfunktion , mein LH Wert ist 2,71 U/L unter dem Normbereich und der Testosteron Wert ist 2,89 ng/ml wohl im“ Normbereich „und der Arzt und das Labor sagten das die Werte völlig normal sind was ich gar nicht so der Meinung bin bei den Werten , doch ich bekomme jetzt nun die Nebido 3Monats Spritze wann würde diese wirken ? ich bin erst 25 und psychisch leide ich auch darunter .
    für ihre Antwort wäre ich stolz dankbar.
    Mfg Ferdi

    • Helmut Schatz sagt:

      Lieber Ferdi, Zunächst zu den Werten: 2.89 ng/dl wäre extrem niedrig. Die untere Grenze des Referenzbereiches meines Labors liegt bei 274 ng/dl, das sind 27.4 ng/ml. Schreibfehler? LH ist, wie von Ihnen angegeben, im Normbereich. Wenn Ihre Ärzte und das Labor sagen, Testosteron und LH seien „völlig normal“, dann wird das wohl stimmen. Dann verstehe ich nicht ganz, warum Sie Nebido bekommen. Soll das ein Versuch sein? Für 25 Jahre wäre Ihr Wert zwar im Referenzbereich, aber im unteren. Das nicht erhöhte LH spricht dagegen, dass bei Ihnen ein Mangel an freiem (= biologisch aktivem) Testosteron vorliegt. Also dürfte die erectile Dysfunktion nicht hormonell bedingt sein. Psyche und äußere Umstände spielen eine große Rolle. Auch Übergewicht ist ungünstig. Zur speziellen Frage: nach 2-4 Wochen sollte der Testosteronspiegel nach Nebidoinjektion schon deutlich angestiegen sein. Die erste Wiederholungsspritze (also die 2. Injektion) wird nach 6 Wochen gegeben, dann in der Regel alle 3 Monate.

  62. sushi sagt:

    ich bekomme seid april 2017 nebido die erste ende april dann nach 6 wochen die zweite…ab mitte der zweiten spritze haben bei mir starke gelenk und muskel schmerzen angefangen…ich hab erst gedacht es kommt vom sport es war mal mehr mal weniger…anfang september hab ich jetzt meine dritte spritze bekommen und es ist immer noch so wobei die muskel schmerzen überwiegen…ich hab das gefühl mich ständig strecken zu müssen…sie fühlen sich an als wenn sie dauer angespannt sind…auch die psyche ist deutlich schwächer geworden…antriebslos…motivationslos…steige mit abklingen der spritze auf jedenfall um.

  63. Rainaldo sagt:

    Guten Abend in die Runde. Im Jahre 1980 wurde bei mir Klinefeltersyndrom festgestellt, also bekomme ich eitdem Testorsteron 250 mg alle 3 Wochedn gespritzt. Ich bin jetzt 66 Jahre, also 37 Jahre diese behandlung. Der Wert liegt immer zu tief, so bei 1,4. Nun hatte ich mich kürzlich zum urologen begeben um eine erweiterte Krebsuntersuchung durchfrühren zum lassen. Ergebnis kein Prostatakrebs, aber eben der Testovironwert viel zu niedrig. NEBIDO soll nun das Heilmittel sein, und ich bekomme ( solles es bekommen ) Morgen am 12.10.17. Nach allem was ich hier lese, bekomme ich Beklemmungen aller Arten, was die Nebenwirkungen angehen. Ich bin völlig verunsichert,ob ich wirklich auf NIBEDO umsteigen soll, oder lieber weiterhin den niedrigeren Wert bei 1,4-1,6 akzeptieren sollte. Ich habe ehrlich gesagt keine Lust auf Atemnot, anhaltendem starken Puls über 120..Herzrasen ..Grippegefühle, Schütteldrost usw..es sei noch erwaähnt, dass ich seit gleicher Zeit unter Angst/Depris leide, wofür ich schon 2005 in Ewerbsminderung ging..jetzt Altersrentner..Diese damaligen Symptome wieder stark aufleben zu lassen, möchte ich ich lieber ganz drauf verzichten..Also wie gesagt..Es stehen wohl mehr starke Nebenwirkungen im Raum, als es einem lieb ist..was mach ich nun morgen?..:-(

  64. Helmut Schatz sagt:

    Lieber Rainaldo, natürlich können Sie bei Testosteron-depot bleiben. Zur Therapiekontrolle nicht nur das Gesamttestosteron messen, sondern auch einen Parameter für das freie Testosteron, z.B. den „Androgen-Index“, der sich aus Gesamttestosteron und Sex-Hormon-Bindendem Globulin (SHBG) errechnet. Diesen bestimmt jedes Hormonlabor. Wenn auch dieser Index erniedrigt ist, kann man den Abstand der Testoviron depot -250 mg-Spritzen etwas verkürzen. ABER: Ich behandle alle meine Klinefelter-Patienten seit Jahren nur mehr mit Nebido, ohne je die im Blog beschriebenen Nebenwirkungen gesehen zu haben. Im Blog schreiben natürlich nur die Patienten mit schlechten Erfahrungen, nicht die viel, viel größere Zahl derjenigen, die Nebido anstandslos vertragen wie alle meine Patienten. Vorschlag: Versuchen Sie es doch 1, 2x und sehen Sie, ob Sie etwas bemerken. Nach der Wahrscheinlichkeit nicht. Und alle 3 Monate Nebido ist praktischer als alle 3 Wochen Tetoviron-depot. Und der Spiegel ist gleichmäßiger. Folgeinjektion nach dem 1. mal nach 6 Wochen, dann alle 3 Monate (kann man ggf. etwas verkürzen).

    • Rainaldo sagt:

      Besten Dank Herr Professor Schatz,
      sicher haben Sie Recht, so wie natürlich auch die betroffenen Recht haben.
      Ich habe heute erstmal weiter gemacht mit Testosteron 250mg ..Habe ja die Nebidospritze auf Vorrat liegen. Leider hat mich der Urologe nicht über die Nebenwirkungen aufgeklärt.Sicher bin ich deshalb eher verunsichert. Ich vertrage was Medikamente angehen in der Regel alles recht gut.Bei Testoveron bzw.Testosteron 250 hatte ich von beginn an auch kaum Beschwerden. Was mich etwas verunsichert ist die Tatsache, dass hier ja eine 4 x stärkere Dosis gespritzt wird, also 1000..und dies alles ohne Nebenwirkungen? Frage: der Wert liegt ja nun schon seit 1980 am untersten Rand. Wieso hat ein Urlologe nicht schon wesentlich früher darauf hingewiesen ,und eine andere Therapie vorgeschlagen ? Und was wäre, wenn ich keinerlei Behandlungen mit Testosteron mehr machen würde..was könnte dann passieren ? Freue mich auf Ihre nächste Antwort. Besten Dank !

      • Rainaldo sagt:

        und alles Gute im neuen Lebensabschnitt..was sind heutzutage schon 80 Jahre :-) ?

      • Helmut Schatz sagt:

        Nebenwirkungen treten auf, wenn man die Testosteron-Präparate irrtümlich in die Vene und nicht in den Muskel injiziert. Deshalb muß man vor dem Einspritzen nach dem Stich immer ansaugen („aspirieren“) und , wenn Blut kommt, zurückziehen, ggf. an einer anderen Stelle spritzen, und zwar langsam, 1 min lang. Die Beschwerden kommen, wenn das Verzögerungsmittel (Rhizinus- oder ein anderes Öl) in den Blutkreislauf gerät, (etwa in den der Lunge ,dann Hüsteln, oder Schwindel etc. etc.). Übrigens wird auch Testoviro-depot mit Öl verzögert. Was passiert ohne Testosterongabe? Wahrscheinlich nichts, außer dass die Muskeln abgebaut werden und Libido und Geschlechtsfunktion nachlassen. Das hängt aber vom Alter und auch von psychischen Faktoren ab. Es gilt auch hier der Grundsatz „Man behandelt keinen Laborwert, sondern einen Menschen“ – mit Beschwerden und besonderen Risiken, die hier aber, was das (Über-)Leben betrifft, nicht vorliegen.
        Helmut Schatz
        Danke für die Geburtstagswünsche!

  65. Mike sagt:

    Guten Tag,

    Nach einer Hodenkrebsoperation (einer wurde entfernt) sank mein Testosteronwert ab (kaum noch messbar). Seit 1,5 Jahren bekomme ich nun die 3 Monats-Nebido Spritze. Mein Testosteronwert schwankt nun stark, ist aber meist im unteren Normbereich.

    Nebenwirkungen sind ein Ziehen im Bein direkt nach der Spritze (ähnlich Pferdekuss/Muskelkater), ist nach max. 10 Minuten vorbei. Libido schwankt stark (ist aber besser als vor den Spritzen, da vorher praktisch zum Erliegen gekommen). Unregelmäßig treten Schweißausbrüche auf, ist aber auszuhalten. Atemnot oder Ähnliches bis jetzt nicht, die Krankenschwestern spritzen aber auch langsam und sorgfältig soweit ich es beurteilen kann.

    Ich habe noch zwei Fragen:

    1. Wie stark beeinträchtigt die Testosteronspritze die Zeugungsfähigkeit? Aktuell besteht kein Kinderwunsch, aber wenn abzusehen ist, dass die Zeugungsfähigkeit durch die Spritzen im Zeitverlauf stark abnimmt, wäre es dann eventuell ratsam, Sperma konservieren zu lassen ?

    2. Hat die Spritze direkten Einfluss auf das Sperma bzw. sollte z.B. nach der Spritze eine zeitlang beim Oralsex auf das Schlucken des Ejakulats verzichtet werden? Meine Partnerin hat geschmacklich einen Unterschied empfunden.

    Viele Grüße,
    Mike

    • Helmut Schatz sagt:

      Lieber Mike, wurde nach der Entfernung des Hodens auch bestrahlt und/oder chemotherapiert? Normalerweise reicht ein verbliebener Hoden zur Testosteronproduktion aus, wenn er nicht schon vorher oder operationsbedingt geschädigt war. Zu Ihren Fragen:
      1.) Unter Testosterongabe kann die Samenproduktion vermindert oder ganz unterdrückt werden. Sie kann sich nach Absetzen der Testosterongabe zwar wieder erholen. Zuerst jetzt – wohl noch unter Nebido – ein Spermiogramm anfertigen lassen. Denn wenn keine genügend große Spermienzahl in der Samenflüssigkeit enthalten ist, nützt eine Kryopräservation für eine „intravaginale Insemination“, d.h. das Einbringen des Samens in die Scheide der Frau auch nicht. Dann sollte man vor einer Kryopräservation Nebido solange absetzen bis genügend Spermien vorhanden sind (mindestens 5 Mio/ml). Heute kann man aber mit der „ICSI“-Methode (dabei wird ein einzelnes Spermium in eine der Frau entnommenen Eizelle injiziert ) auch bei nur wenigen Spermien in der Samenflüssigkeit eine Schwangerschaft erzielen. Fragen Sie diesbezüglich bei einem Reproduktionsmediziner nach. 2.) Ob sich der Geschmack eines beim oralen Sex ejakulierten Spermiums unter Nebido ändert, weiß ich nicht, glaube aber kaum, denn es wird ja nur das fehlende Hormon ersetzt und davon gelangt nichts in die Samenflüssigkeit. Vielleicht spielen hier psychologische Gründe mit.

      • Mike sagt:

        Hallo Herr Professor Schatz,

        Vielen Dank für die ausführliche Antwort.

        Der Tumor hatte noch nicht gestreut, auf Bestrahlung/Chemo wurde verzichtet, stattdessen regelmäßige Kontrolle (MRT Abdomen, Scrotum / CT Thorax jeweils alle 6 Monate).

        Warum der verbliebene Hoden nach der OP nicht ausreichend Testosteron produziert, ist nicht geklärt.

        Freundliche Grüße,
        Mike

  66. H. E. P. sagt:

    Sehr geehrter Herr Professor Schatz!

    Wegen viel zu niedrigem Testosterongehalt im März 2017 (bloß 2,52 ng/ml) bei keinen organischen Auffälligkeiten (daher: Hypogonadismus) bekam ich die erste Nebido-Spritze, die zweite nach 8 Wochen.

    Wegen div. Nebenwirkungen (fette Haut, Pickel bei einem 54-Jährigen!!!, schrumpfende Hoden, mitunter aggressives Verhalten) wollte ich die dann Anfang August 2017 fällig gewordene nächste Injektion nicht mehr haben.

    Ich versuchte mit anderen Maßnahmen (vermehrtes Krafttraining, Zink, Bockshornklee etc) auf natürliche Weise die Testosteronproduktion anzukurbeln. Total vergeblich: Anfang Oktober 2017 lag der Wert wieder nur bei 2,62 ng/ml, weshalb ich mir nolens volens wieder Nebido geben ließ.

    Jetzt im November 2017 fällt mir als Nebenwirkung (neben den übrigen wie gehabten) auf, dass ich unter Verstopfung leide (kann tagelang nicht aufs WC) und ich erinnere mich, dass ich diese Beschwerden auch schon beim vorigen Nebido-Zyklus hatte. Kann das sein? Können Sie mir da was raten? Ich überlege mir nämlich wirklich, das Ganze mit dem Nebido auf der Schutthalde der im Leben gemachten Erfahrungen zu entsorgen.

    Vielen Dank für Ihre Hilfe und mit freundlichen Grüßen
    H. E. P.

    • Helmut Schatz sagt:

      Wenn Sie keine Beschwerden haatten, wie Sie schreiben, warum wurde dann Testosteron gemessen? Wurde ein Parameter für das freie Testosteron bestimmt, wie der „freie Androgen-Index? Dieser kann normal sein, auch wenn das Gesamttestosteron tief ist. Oder sind Sie ubergewichtig?

      • Helmut Schatz sagt:

        Wenn Übergewicht oder Adipositas vorliegt zuerst Gewicht abnehmen, viel Bewegung, nicht nur Krafttraining, dann steigt das Testosteron. Über Verstopfung hat noch keiner meiner Nebido -Patienten geklagt, ich habe auch nichts in der Lieratur gelesen.

        • H. E. P. sagt:

          Sehr geehrter Herr Professor Schatz!

          Danke für Ihre rasche Antwort!

          Nein, Übergewicht liegt nicht vor (175 cm, 72 kg). Ich bewege mich sehr viel, 3 x die Woche Fitnessstudio, 1 x Yoga, 1 Hund (zum Äußerln). Ich habe den örtlichen Urologen Anfang März 2017 aufgesucht, da ich unter sexueller Lustlosigkeit litt (verspürte auch nach Wochen von Enthaltsamkeit keine „Bedürfnisse“, obwohl ich erst 54 bin), außerdem liegt seit ewigen Zeiten schon Erektionsschwäche vor.

          In einem ersten Schritt habe ich die jahrelang verschriebene Einnahme von Seroquel ausgeschlichen, die Dosis von Cipralex (bis dahin 10 mg täglich) auf die Hälfte reduziert (alles natürlich nach Rücksprache mit dem zuständigen Arzt). Beide Medikamente wirken ja bekanntlich als Lustkiller. Außerdem hat mir der Urologe Cialis 5 mg (davon nehme ich täglich nur die Hälfte) verschrieben.

          „Freier Androgen-Index? Noch nie gehört, was ist das bitte? Das wurde bei mir mit Sicherheit nie getestet! Was soll ich da bitte veranlassen?

          Nebenwirkung Verstopfung: Habe ich auch nirgendwo gelesen, ist aber leider so. Vielleicht passt bei mir etwas überhaupt nicht? Was raten Sie mir bitte?

          Vielen Dank!
          Ernst P.
          Villach

          • Helmut Schatz sagt:

            Freier Androgen Index errechnet sich aus Testosteron und Sex Hormon Bindendem Globulib (SHBG), bestimmt jedes Labor. Aus standesrechtlichen Gründen darf ich nicht weiter „fernberaten“ ohne dass ich Sie gesehen habe. Wenden Sie sich daher zukünftig nicht mehr an mich, sondern an Ihren Endokrinologen und/oder Ueiligen

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