Medizinische Kurznachrichten der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie
(Prof. Helmut Schatz, Bochum)

Patient mit erniedrigtem Testosteronspiegel


ENDOKRINOLOGISCHES DISKUSSIONSFORUM

Bochum, 3. November 2015:

Die Gabe von Testosteron wurde in den letzten Monaten auch in unserem Blog eingehend besprochen. Da der Zuspruch zu den bisherigen drei ENDOKRINOLOGISCHEN DISKUSSIONSFOREN sehr lebhaft war, soll die Problematik „Testosteron“ in einem 4. Beitrag diskutiert werden.

Fallbericht von Frau Dr. med. Cornelia Jaursch-Hancke, Wiesbaden:

Anamnese: Selbständiger Kraftfahrzeughändler, 21 Jahre alt, klagt über Gewichtszunahme, nachlassende Libido und Konzentrationsmangel. Er sucht einen Urologen auf, der „typische Symptome eines Testosteronmangels“ diagnostizierte und Testosteron verschrieb. Der Patient wollte noch eine 2. Meinung hören und ging zur Endokrinologin Frau Dr. Jaursch-Hancke.

Bei der klinischen Untersuchung zeigte sich ihr ein Patient von normal-männlichem Habitus, keine Änderung des Rasierverhaltens, Bauchumfang 108 cm bei 1.80m Körpergröße und 98 kg Gewicht, BMI 30,2 kg/m2. Keine Gynäkomastie. Penis normal groß, Hoden bds. 20 ml von normaler Konsistenz. Normale Genitalbehaarung.

Laborwerte:  Nüchternblutzucker 115 mg/dl / 6,5 mmol/l, HbA1c 6,4%, HOMA-IR 9,2 (<2.5). Gesamttestosteron 2,36 ng/ml (2,5 – 8,4). Gonadotropine (LH, FSH): niedrig-normal.

Vorgehen?
Weitere Untersuchungen? Welche?
Therapie?

Bitte um lebhafte Diskussion!

Helmut Schatz

Publiziert am von Dr. Ulrike Schatz
Dieser Beitrag wurde unter Diskussionsforum abgelegt und mit verschlagwortet. Permalink.

30 Antworten auf Patient mit erniedrigtem Testosteronspiegel

  1. Prof.Klaus-Henning Usadel sagt:

    Gewichtabnhame !

  2. Prof.Klaus-Henning Usadel sagt:

    Gewichtabnahme!!!

  3. Bensan sagt:

    Es liegt offensichtlich ein metabolisches Syndrom vor. In vielen Faellen des metabol. Syndroms wird ein eher erniedrigter Gesamt-Testosteronspiegel gefunden, der durch Gewichtsreduktion mit der Zeit zumindest verbessert, wenn nicht behoben werden kann. Mit der Testosteron-Gabe wuerde ich zum jetzigen Zeitpunkt zurueckhaltend sein. Ausserdem koennte ich mir vorstellen, dass das freie Testosteron noch im (niedrig-) normalen Bereich liegen kann. Gestoerte Proteinbindung / -dissoziation ?

  4. Stephan Scharla sagt:

    Ich würde noch den Prolaktin-Spiegel messen. Hypothalamisch-Hypophysäre Ursache durchaus möglich.

  5. S. Zimny sagt:

    Ebenso würde ich die Bestimmung des Prolaktins durchführen, zudem das SHBG zur Abschätzung des FAI. Liegen klinische Zeichen eines Hyperkortisolismus vor?

    Therapeutisch: Lebensstilmodifikation mit Gewichtsreduktion.

  6. Nemo sagt:

    Gewichtsabnahme und Sport wäre die erste Maßnahme. Wenn man will, kann man – in Anlehnung an den Blogbeitrag über Enclomiphen-Zitrat – bei unerfülltem Kinderwunsch ein Spermiogramm anfertigen, auf jeden Fall aber (einen Parameter für) das freie Testosteron. Keinesfalls sofort Testosterongabe.

  7. Friedrich Jockenhövel sagt:

    Herr Usadel und Herr Scharla haben völlig recht!
    Bei dem Patienten liegt ein sekundärer Hypogonadismus vor, der eine endokrinologische Abklärung erfordert. Also meiner Meinung nach Hypophysenfunktionstest und Bildgebung (MRT zum Ausschluß einer Raumforderung, z.B. Craniopharyngeom, Adenom etc.). Bei intakter Hypophysenfunktion und Ausschluß einer Raumforderung steht die Therapie des metabol. Syndroms im Vordergrund: Gewichtsabnahme!

    • Observer sagt:

      Sehr geehrter Herr jockenhövel, auch dann, wenn – der am besten gleich initial bestimmte -freie androgenindex im referenzbereich liegt also SHBG sehr tief ist?

  8. Michael sagt:

    Ich habe in den Jahren festgestellt. Wenn männl. Kunden von mir mit ihrem Körperfettanteil unter 20% kommen, steigt der Muskelzuwachs progressiv (Krafttraining vorausgesetzt). Bei einem BMI von 30 und einem Bauchumfang von 108cm (100cm sollte das Maximum sein), kann man erstmal alle „natürlichen“ Möglichkeiten ausschöpfen, bevor man Testosteron verabreicht.

  9. Dr. C. Jaursch-Hancke sagt:

    Vielen Dank für die zutreffenden Kommentare. Selbstverständlich reicht das Gesamttestosteron nicht aus um eine Diagnose zu stellen oder gar therapeutische Konsequenzen zu ziehen . SHBG mit Berechnung des freien Androgenindexes und/oder freies Testosteron n.Vermeulen(dazu muss Albumin mit bestimmt werden ) sind notwendig . bei dem vorliegenden Pat.fanden sich Normalwerte für freies T und Androgenindex.
    Also lag bei diesem Pat.kein Hypogonadismus vor , lediglich metabolische Störungen , die durch Gewichtsabnahme und allgemeine Maßnahmen behandelt werden und sicher nicht durch Testosterongabe.
    Die Bestimmung von PRL und weiteren hypohysären Partialfunktionen sowie MRT Hypophyse wären sicher sinnvoll gewesen , wenn tatsächlich ein sekundären Hypogonadismus vorgelegen hätte.
    Dr. C. Jaursch-Hancke

    • Ergänzung zur Labordiagnostik :
      Die Leitlinien der Endocrine Society zur Testosterontherapie(1) empfehlen zunächst die Bestimmung des Gesamttestosteron, dann die Wiederholung von Gesamttestosteron wegen der intraindividuellen Schwankungen und der Laborproblematik.
      Gleichzeitig wird dazu geraten bei vermutetem erniedrigtem oder erhöhtem SHBG ergänzend freies Testosteron oder „bioavailable“ Testosteron zu bestimmen.
      Wann SHBG Abweichungen zu vermuten sind ist einer Tabelle zu entnehmen: neben moderatem Übergewicht ,Diabetes mellitus bis einfach „Aging“ sind weitere Krankheiten gelistet.
      Also empfielt es sich bei jedem älteren Mann sowie bei jedem Mann unabhängig vom Alter , der übergewichtig ist oder metabolische Störungen aufweist eine zusätzliche Labordiagnostik durchzuführen.
      Da die Messung des freien Testosteron und/ oder des biologisch aktiven Testosterons aber analytisch in der Routine noch problematischer sind als Gesamttestosteron, haben sich die oben aufgeführten Parameter , also die ergänzende Bestimmung des SHBG und ggf auch Albumin, bewährt.
      Ob dabei der errechnete freie Androgenindex dem errechneten freien Testosteron nach Vermeulen gleichwertig ist , ist noch Gegenstand der Diskussion.

      1 S.Bhasin et al ,JCEM June 2010, Vol 95(6):2536-2559

  10. evtl. Betroffener sagt:

    Hallo,
    habe eine ähnliche Problematik und bräuchte Meinungen. Ich bin m, 38 Jahre alt BMI ca. 29 (mache aber mind. 2x wöchentlich Sport) und leide unter schwerer OAT (= unerfüllter Kinderwunsch, ICSI geplant)

    Vorerkrankungen: Diabetes mellitus (seit 25 Jahren), Niere links fehlt seit Geburt, grenzwertige Herzleistung, Bluthochdruck, (leichte) Panikattacken, ständige Müdigkeit

    Wegen des Kinderwunsches wurde an 2 Terminen Hormonwerte bestimmt. Hier die auffälligen:
    – Prolaktin 1 mal zu hoch, 1 mal normal
    – Testosteron 3.32 / 4.7 ug
    – SBGH 55 mmol
    – FAI ca. 20 (nur beim ersten Test bestimmt)!
    – Östradiol 66ng
    – Gesamt PSA 1.1 ug

    Könnt Ihr mir ein paar Empfehlungen geben? Wie soll ich wegen der Hormonwerte weiter vorgehen ?

  11. Nemo sagt:

    Bitte bei allen Laborwertangaben keine reinen Zahlen oder nur microgramm usw. ohne Betzug auf das Volumen, sondern die komplette Dimension mit Referenzbereich des Bestimmungslabors. Z.B. …ng/dl, Norm …. bis …., oder mmol/L, Norm …. bis … .
    Mit Ihren nackten Zahlen kann man nichts anfangen.Norm .

  12. Endokendo sagt:

    Auch hier ein ähnlich gelagerter Fall mit der Bitte um Diskussion:

    Patient:
    m36, 175cm, 83kg, BMI 27 kg/m2, Taillenumfang 102 cm, Puls 51/min, RR 130/81 mmHG, guter AZ,
    Hodentorsion li/re in 2011 operiert

    Symptome:
    stark verminderte Libido und ausgeprägte ED, Antriebslosigkeit, Konzentrationsstörungen, Haarausfall

    Weitere Untersuchungen, Therapie? Testosterongabe?

    bisherige Diagnosen:
    Autoimmunthyreopathie, Euthyrose, Ausschluss Hyperprolaktinämie und Hypogonadasmus

    Labor:
    Cholesterin gesamt leicht erhöht
    HDL-Cholesterin und Vitamin D (25-OH) leicht erniedrigt
    Anti-TPO 46,3 IU/l (Ref. <35)
    TSH-Ak 2,68 IU/l (0-0,099, Cutoff 1,00, kontrollierter Wert!)

    LH 5,04 U/l (4-10)
    FSH 2,57 U/l (1,27-19,3)
    Prolaktin 7,09 ng/ml (5-14)
    Teststeron 3,51 ng/ml (2,7-10,7)
    SHBG 21 nmol/l (13,2-89,5)
    FAI 57,8 (15-95)
    Cortisol, bas. 68,2 ng/ml (20-120)

    Testosteron in Voruntersuchungen 2,99 ng/ml und 3,46 ng/ml

    • Helmut Schatz sagt:

      Sie haben einen guten freien Androgenindex bei Testosteron noch im Referenzbereich und keine erhöhten Gonadotropine. Also KEIN Testosteron, auch nicht beri Zustand nach Hodentorsion. Der Urologe soll nachsehen, wie groß die Hoden jetzt sind und wie Ihr Spermiogramm ist. Die verminderte Libido und die erektile Dysfunktion haben wohl andere Ursachen (da gibt es viele wie Partnerschaftliche, familiäre, chronischer Stress im Beruf usw. usw.).

      • Endokendo sagt:

        Sehr geehrter Herr Prof. Schatz,

        vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Ein ähnliches Feedback habe ich bereits von meinem Hausarzt und Urologen erhalten. Auch eine stationäre psychosomatische Behandlung 1-2 Jahre nach der Torsion hat keinerlei Besserung gebracht. Im Gegenteil, die einjährige Medikation von Mirtazapin hatte sogar vieles verschlimmert. Lediglich die Schlafprobleme wurden etwas besser.

        Als Laie stimme ich Ihnen völlig zu, die Laborwerte in Sachen Hormone sehen normal aus, bzw. sind evtl. etwas erniedrigt. Allerdings habe ich wirklich nun seit 5-6 Jahren fast alle Symptome, die typisch für einen Testosteronmangel sind. Selbst intensives Training (Ausdauer und Kraft) mit 20kg Gewichtsabnahme hat zu keinerlei Muskelaufbau geführt. Meine Schlafqualität ist eine Katastrophe, ich schlafe gut ein und auch durch, bin aber morgens völlig erschöpft. Zudem bin ich der einzige Mann in meiner Familie, der so früh mit starkem Haarausfall zu kämpfen hat.

        Auch die Einnahme von Tadalafil bzw. Sildenafil hilft nur wenig gegen die ED, was mich noch nachdenklicher macht. Libido bzw. Trieb sind fast nicht mehr vorhanden.

        In die psychische Richtung gehe ich definitiv nicht mehr, da ich das Gefühl habe, dass man hier eher etwas eingeredet bekommt und schnell medikamentös eingefriffen wird.

        Inwiefern meine Schilddrüse hier eine Rolle spielt, vermag ich auf Basis der bisherigen Diagnosen nicht beurteilen.

  13. Ratsuchender sagt:

    Bitte um Ratschläge und zweite Meinung!

    Patient: 33J. seit 20J Typ1 Diabetes.177cm groß, ca. 84kg schwer.
    Symtome: Panikattacken, Angst, Verwirrung, Vergesslichkeit. Libido recht schwankend, mal sehr stark (besonders bei viel Sport – Kraftsport und Joggen) – bei wenig Sport wirds weniger.
    Labor:
    Parameter                Norm.   08.01.19 – Uhrzeit 14.30 Uhr

    ACTH ng/l                 |0-0     17,00  
    Albumin g/dl          |3,5-5,2      4,49  
    Vitamin B12 mg/l      |180-914       626  
    Ery. M/µl             |4,4-5,9      4,90  
    Hb g/dl             |13,5-17,8     15,60  
    HBE pg                  |28-33     31,80  
    HKT l/l              |0,4-0,53      0,44  
    Leukozyten k/µl      |3,9-10,9      6,30  
    MCHC g/dl               |33-36     35,10  
    MCV fl                  |80-96     90,50  
    Throm. k/µl           |140-330    203,00  
    Calcium mmol/l       |2,2-2,65      2,51  
    Calcium kor., mmol/l |2,2-2,65      2,39  
    CaPhosProd. mmol2/l2   |0-4,44      2,54  
    Cholesterin mg/dl       |0-199    248,00 
    Cortisol ng/ml            |0-0    119,50  
    DHEA-S µg/dl          |200-600    498,60  
    E2 pg/ml              |0-46,99     20,00
      
    FAI                     |15-95     17,30  

    Eisen µg/dl            |70-180        79  
    Ferritin ng/ml         |21-390        36  
    FSH U/l              |1,3-12,5      6,39  
    FT3 pmol/l              |3,3-6      5,08  
    FT4 pmol/l             |7-21,1     12,40  
    eGFR ml/min/1,73 m² |90,01-999    > 60,0  
    GGT U/l                |0-54,9     13,90  
    GOT U/l                |0-49,9     32,70  
    GPT U/l                |0-49,9     30,10  

    Testosteron ng/ml    |2,7-10,7      4,85  

    HbA1c %                 |0-6,5      6,90 
    HbA1c mmol/mmol       |0-46,45     52,00
    HDLCholesterin mg/dl   |40-200     72,60  
    HoloTC pmol/l          |25-165    221,00 
    IGF-1 µg/l            |100-300    124,30  
    Inhibin B ng/l         |25-325    150,50  
    Kalium mmol/l         |3,5-5,1      4,05  
    Kreatinin mg/dl     |0,72-1,18      0,76  
    LDL-Cholesterin         |0-130    122,00  
    LH U/l                 |2,5-10      5,51  
    Anti-TPO IU/ml        |0-34,99      0,80  
    Na mmol/l             |135-145    139,00  
    Phosphat mg/dl        |2,6-4,5      3,14  
    Prolaktin ng/ml    |2,64-13,13      2,81 

    SHBG nmol/l         |13,2-89,5     97,00 

    hTG ng/ml             |1,59-50      5,19
    TgAAk IU/ml             |0-3,9     < 0,9  
    Transferrin mg/dl     |200-360    241,00  
    TFS %                   |16-45     23,00  
    Triglyceride mg/dl      |0-150    100,00  
    TSH mIU/l            |0,34-4,2      1,43  
    TRAK IU/l             |0-0,099    < 0,10  
    Vitamin D ng/ml        |20-100     37,50

    —————-
    Für mich als Patient ist mein Testosteronwert auffällig, da er gesunken ist. (dieser war vor 3 Jahren noch auf 7.02 ng/ml – Uhrzeit der Messung war gegen 8.00 Uhr morgens) und derzeit der FAI Wert, da er an der unteren Grenze liegt. Und ebenso der dazugehörige SHBG Wert. Der Arzt meinte es sei alles ok. Ist es normal, dass der Testowert so stark sinkt und der FAI SO niedrig ist?
    Bitte dennoch um weitere Kommentare und Meinungen.
    Danke im Vorraus

    • Helmut Schatz sagt:

      Ihre geschilderten Symptome haben mit vermuteten Hormonstörungen nichts zu tun. Testosteron und Freier Androgen-Index (FAI) sind bei Ihnen normal. Die Spiegel von Testosteron können schwanken. Ihre Symptome sind typisch für psychische Störungen. Aber gewiß waren Sie schon bei einem Psychiater – oder?

      • Ratsuchender sagt:

        Danke für die schnelle Antwort. Ja ich bin in Behandlung und es zeigt auch Wirkung :)

        Noch einmal zum allgemeinen Verständnis, was die Hormone angeht:
        Ist es „besser“ wenn FAI / SHBG unten oder oben ist? FAI steht doch für das freie Testosteron im Blut, was sozusagen der Organismus dann nutzt oder?

        • Helmut Schatz sagt:

          Am besten gar nicht messen lassen. „Normal ist normal“. Es gibt ja auch die bei Testosteron bekannten Tagesschwankungen . Beim FAI ist es innerhalb des Referenzbereichs auch praktisch egal.

          • RATSUCHENDER sagt:

            Wie sieht es mit DHT aus? Wie wichtig ist dieser Wert und wie kann ich den berechnen bzw. muss er isoliert gemessen werden?

  14. Helmut Schatz sagt:

    Ich messe DHT bei meinen Patienten nie.

  15. Max sagt:

    Mit der Bitte um eine Einschätzung zu folgendem Fall:

    bin m, 22 J., 185 cm, 80 kg, 82cm Bauchumfang, treibe Sport
    Symptome: Müdigkeit, Antriebslosigkeit, depressive Verstimmungen, schlechter Muskelaufbau (trotz guten Trainings und guter Ernährung), starkes Schwitzen, leichte Gynäkomastie (radiologisch untersucht und unbedenklich)

    FSH: 0,0 – 6,0 1,7 mIE/ml
    LH: 1,7 – 8,6 5,8 mlU/ml
    Prolaktin: 4,04 – 15,20 9,30 ng/ml
    Testosteron: 2,49 – 8,36 3,080 ng/ml
    Freier Androg. 15 – 95 24,2
    Dihydrotesto. 250 – 990 1195,9 pg/dl+
    STH: 0 – 1,23 0,16 ug/l
    IGF 1: 84 – 323 167,0 ng/ml

    rechts minimal vermindertes Hodenvolumen, links normwertiges Hodenvolumen. Hoden-Sonographie „ohne wegweisenden pathologischen Befund“.

    Meine Fragen:
    1. Ist der FSH-Wert (zu) niedrig?
    2. Ich habe gelesen, dass die Hirnanhangsdrüse zusammen mit dem Hypothalamus auch den Wärmehaushalt reguliert. Könnte das mein starkes Schwitzen (mit-)erklären?
    3. Sollte ich meine Hypophyse untersuchen lassen?
    4. Die Hoden sind laut Untersuchung in Ordnung. Liegt der niedrige Testosteronwert am niedrigen FSH und somit evtl. in der Hypophyse begründet?

    Vielen Dank im Voraus.

  16. Wie ist Ihr Spermiogramm? Wenn das normal ist würde ich die Hormone "vergewsen". sagt:

    Ihre Hormonwerte sind alle +/- in Ordnung. Ihre Beschwerden dürften nicht von dem für Ihr Alter etwas niedrigen Testosteron kommen . FSH ist für die Spermienbildung zuständig , für die Leydigzellen, die das Testosteron bilden, ist es LH. LYH

    • Max sagt:

      Ein Spermiogramm ist nicht erstellt worden. Ich soll in einem nun mehr 3/4 Jahr zur Verlaufskontrolle vorbeikommen, dann werde ich das mal ansprechen.

      Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort Herr Prof. Schatz!

  17. Helmut Schatz sagt:

    Der obige fett geratene Satz ist das Ende meiner Antwort. Ist am Smartphone durcheinander geraten. Helmu Schatz

  18. Maik sagt:

    Ich bitte um Eine Einschätzung zum vorliegenden Fall:

    Ich bin 36 Jahre, 1.92m, 95 Kg
    2008 akute Nebenhodenentzündung rechts, seitdem immer wieder Probleme/Schmerzen im Bereich Becken/Hoden/ Prostata. Die Schmerzen sind teilweise schlecht zu lokalisieren. Sehr Wetterabhängig. Über Jahre viele Antibiotikaverordnungen die immer nur kurzfrißtig mir Ruhe verschafften.

    2011 hat sich bei mir eine Gynäkomastie entwickelt.
    Bei einer Blutuntersuchung wurde dann ein sehr geringer Testosteronwert von 1.6 (Norm 3.5-8.5), fesgestellt, alle anderen Werte waren in Normbereich.

    Trotz Testosteronwert von 1.6, war Bartwuchs, Lebido, und Muskelaufbau jedoch normal vorhanden, Libido sogar gut. Jedoch bin ich seit meiner Nebenhodenentzündung sehr träge geworden, erledige nur noch wichtige Sachen im Alltag, Mehrarbeit stresst mich nur noch und mein Wohlbefinden ist nicht das schönste.

    2011-2015 wurde mir alle 8-10 Wochen Nebido verabreicht was ich dann absetzte, da ich Augenflimmerm bekam, was mir große Angst bereitete.

    Bis jetzt lebe ich ohne Testosterontherapie.

    Merke jetz zunehmend das ich immer beqemer werde und mit Stress noch schlechter umgehen kann.
    An einem 20:15 Film ist nicht mehr zu denken, da schlafe ich schon beim Vorspann ein.
    Auch habe ich in letzter Zeit gehäuft Gliederschmerzen, teilweise sehr heftig. Zudem schwitze und friere ich im Wechsel.

    letzter gemessener Testosteronwert am 05.04.2019 lag bei 1.9 (3.5-8.5 Norm)

    Nun überlege ich ob ich mir wieder Spritzen geben lasse.

    Meine Frage dazu wäre: Kann das Augenflimmern eine Nebenwirkung vom Nebido sein? Sind die gehäuften Gliederschmerzen ein Symptom vom Testosteronmangel?
    Im Internet lese ich immer nur von schlechter Lebido oder Antriebslosigkeit.

    Würden Sie in meinen Fall Testosteron verabreichen?

    Ich würde mich herzlichst bedanken wenn ich ein Feedback erhalte.

    • Helmut Schatz sagt:

      Das müssen Sie mit Ihrem Arzt besprechen, am Internet ist das nicht möglich. Nur soviel: Augenflimmern habe ich bei allen meinen Nebido-Patienten nie berichtet bekommen. Ein niedriger Gesamt-Testosteronwert allein genügt nicht. Man bestimmt ein Maß für des bioaktive Testosteron und nimmt dazu i.d.R: den „Freien Androgen-Index“. Wenn dieser auch erniedrigt ist, ist in der Regel Testosteronzhufuhr angezeigt.

  19. RRicky sagt:

    Hallo. Ich bin 39 Jahre alt, 190cm groß, männlich und 102 kg schwer. Seit mehreren Jahren leide ich an Depression, Erschöpfung, Konzentrationsstörung,Gedächtnisprobleme, Haarausfall,Muskelschwäche, Nervenkribbeln und taubheitsgefühlen in den Fingern und Zehen.. Selbst ein 9 wöchiger Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik und verschiedenste Antidepressiva ( zur Zeit Mirtazapin und Escitalopram) brachten bis jetzt keine Besserung. Ein Besuch beim Endokrinologen brachte einen Testosteronmangel ans Licht. Der Wert war bei 1,5ng/ml. Eine zweite Messung 3 Wochen später bei einem Urologen der auch die Hoden untersuchte war bei 1,67ng/ml. Die dritte Messung beim Hausarzt war bei 2,12ng/ml.Weitere Blutergebnisse die außer dem Referenzbereich waren oder nur knapp innerhalb
    Lymphozyten absol. 3,5 (Referenz 1,2-3)
    Eosinophil absol. 0,47 (0-0,4)
    Holotranscoba 181 (25,1-165)
    Natrium 146 (135-145)
    anorg. Phosph 4,61 (2,7-4,5)
    Creatinkinase 251 (0-170)
    Vitamin D 26,4 (30-100) ==> trotz regelmäßiger Einnahme von Vitamin D Kapseln
    DHEAS 280 ug/dl(0-0?)
    FSH 3,7(1,3-19,3)
    LH 2,2 (4-10)
    Prolaktin 5,3 (5-14)
    IGF-1 278,9 (83,4-232,7)
    Zink 0,5 (0,7-1,5)

    Obwohl alle 3 Messungen einen Testosteronmangel bestätigen habe ich einen sehr starken Bartwuchs. Woher kommt das? Die Endokrinologin will jetzt eine Testosteronbehandlung beginnen. Mit welchen Nebenwirkungen muß ich rechnen? Kann ich darauf hoffen daß die Behandlung auch zu einer Besserung der Depression führt?
    Was kann ich sonst noch untersuchen lassen? Bringt eine Ernährungsumstellung was bei Testosteronmangel? Kann es auch sein daß die Testosteronwerte wegen der Depression oder der Antidepressiva so schlecht sind.
    Ich bin für alle Tipps dankbar!!!!!!!!!!!!!!!

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