Medizinische Kurznachrichten der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie
(Prof. Helmut Schatz, Bochum)

Welche DGE-Blogbeiträge werden am häufigsten aufgerufen? Endokrinologie und Diabetologie gehören zusammen!


Graz, 7. Juli 2018:

Auf der Vorstandssitzung der DGE am 2. Juli 2018 im Frankfurter Airport-Congress-Center präsentierte ich als Blogbeauftragter des DGE-Vorstandes die in den unten stehenden drei Tabellen wiedergegebene Statistik. Tabelle 1: Die Zahl der Blog-Beiträge blieb über die Jahre in etwa gleich, da wöchentlich etwa zwei Beiträge gebracht werden sollen, in der Urlaubszeit und Weihnachtszeit etwas weniger, so dass sich eine Zahl von jährlich etwa 90 bis 100 Beiträgen ergibt (1.). Die Kommentare nehmen ständig zu, wobei man sich allerdings bei manchen Beiträgen mehr Kommentierungen wünschen würde. Jährlich erscheinen die Blogbeiträge, nach Sachgebieten geordnet, zusammen mit den Pressemitteilungen als „Jahrbuch“ (2.). Die Beantwortung insbesondere von Patientenanfragen nimmt einen breiten Raum ein. Bei manchen Themen musste die Kommentarfunktion geschlossen werden (3.). Das Echo auf die Blogbeiträge in den Medien steigt ebenfalls ständig. So wurden der derzeitige Pressesprecher, Prof. Matthias Weber und ich sehr oft von den Medien um Auftritte, Interviews oder Artikel gebeten, welche Frau Dagmar Arnold von unserer Pressestelle stets gewissenhaft vermittelte (4.).


Tab. 1

Tabelle 2 und 3: Unser äußerst engagierter Webmaster, Herr Immo Schröter, hat diese Aufruf-Statistik zusammengestellt: Auf den Bildern sehen Sie die Top-25 der Themen: Von links:  Rang (1-13 und 14-25), Gesamtzahl der Aufrufe, der gekürzter Beitragstitel, die Zahl der Aufrufe pro Tag (ein schon länger zurückliegender Beitrag kann naturgemäß öfter zitiert werden als einer, der erst einige Tage im Netz steht) und ganz rechts die Zahl der Kommentare (bei einigen Themen musste die Kommentarfunktion geschlossen werden, wenn unsachliche oder gar beleidigend bis aggressive Kommentare gepostet worden waren).


Tab. 2


Tab. 3

 

Kommentar

Erfreulich ist, dass die Akzeptanz des DGE-Blogs ständig steigt und bis zu 14.000 x auf einen Beitrag im Internet zugegriffen wurde. Die Kommentierungen sind in ihrer Zahl sehr unterschiedlich. Von Seiten der DGE-Mitglieder könnte die Beteiligung grösser sein. Von Patienten hingegen wird die Kommentarfunktion gerne in Anspruch genommen.

Erstaunlich war für mich die Verteilung der Zugriffe auf die einzelnen Themen: Testosteron, Schilddrüsenthemen und lipidologische Fragen stehen an der Spitze, während diabetologische Beiträge, obwohl recht zahlreich und immer höchst aktuell und zeitnah gepostet, kaum Interesse bei den Lesern fanden: Nur Metformin brachte es gerade einmal auf den 9.Platz und Betatrohpin auf Platz 25. Man könnte daraus schließen, dass die DGE-Mitglieder sich wenig für den Diabetes interessieren, obwohl das Teilgebiet der Inneren Medizin doch offiziell nach wie vor „Endokrinologie und Diabetologie“ lautet. Auch unsere DGE führt im Untertitel die Bezeichnung „Hormone und Stoffwechsel“. Während der Fettstoffwechsel und auch der Knochenstoffwechsel erfreulicherweise Beachtung finden, gilt dies offenbar nicht in gleichem Maße für den Glukosestoffwechsel.

Die DGE, gegründet 1952,  ist die Muttergesellschaft der  Deutschen Diabetes-Gesellschaft, die 1964 aus ihr heraus entstand, mit Prof. Karl Oberdisse als erstem Präsidenten beider Gesellschaften. Die DGE fühlt sich also der Diabetologie verpflichtet es ist gut, dass die beiden  Gesellschaften in jüngster Zeit wieder näher zusammenrücken und gemeinsam öffentlich in Erscheinung treten. Vielleicht wird von den vorwiegend endokrinologisch (im engeren Sinne) tätigen Ärzten das Interesse an der Diabetologie zunehmen. Aus universitärer Sicht sowie in Sinne der Weiterbildung ist eine breite Verankerung von Endokrinologie und Diabetologie zum Erhalt von Lehrstühlen und Abteilungen dringend erforderlich.

Helmut Schatz

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Publiziert am von Prof. Helmut Schatz
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Eine Antwort auf Welche DGE-Blogbeiträge werden am häufigsten aufgerufen? Endokrinologie und Diabetologie gehören zusammen!

  1. Beppi sagt:

    Sehr geehrter Herr Prof. Schatz,
    Als Patientin, die sowohl ein kompliziertes Schilddrüsenproblem hat als auch Diabetes, scheint mir aus Laiensicht völlig klar, weshalb Diabetesbeiträge recht wenig kommentiert werden.
    Als Diabetikerin bin ich allerbestens versorgt. Meine Ärzte verstehen meine Krankheit und behandeln sie kompetent. Und wenn der Patient sich dazu vernünftig verhält und seinenTeil beiträgt, dann sieht man nicht so viele offene Fragen, die man diskutieren müsste. Es liegen Welten zwischen dem Wissen zur einen und zur anderen Erkrankung.

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