Medizinische Kurznachrichten der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie
(Prof. Helmut Schatz, Bochum)

Morbus Addison: Nur 1x tägliche Gabe von modifizierten Hydrocortison-Tabletten? Immunologische und andere Vorteile?


ENDOKRINOLOGISCHES DISKUSSIONSFORUM

Bochum, 21. Februar 2018:

Am 29. Oktober 2012 wurde im DGE-Blog über ein Präparat mit zweiphasischer Hydrocortisonfreisetzung (Plenadren®) bei Nebenniereninsuffizienz berichtet (1). Im Kommentar zu dem Beitrag wurden der hohe Preis und die Notwendigkeit eines Notfallpräparates mit rascher Cortisolfreisetzung für besondere Stress- und  Krisensituationen diskutiert. Jetzt wird im März 2018 in THE LANCET, Diabetes & Endocrinology (2) ein – bereits  online verfügbarer – Bericht italienischer Autoren erscheinen: Bei Patienten mit Autoimmun-Addison wurden mit einem Präparat mit modifizierter  Hydrocortisonfreisetzung im Vergleich zur konventionellen Therapie Gewichtsvorteile, ein verbessertes Profil der immunologisch kompetenten Zellen und verminderte rekurrente Infekte gesehen.

In einer einfach-blinden randomisiert-kontrollierten Studie (3) an zwei italienischen Universitätskrankenhäusern wurden 89 Patienten mit Nebenniereninsuffizienz entweder mit konventioneller Standardtherapie, also mehrfach täglicher Hydrocortisongabe weiterbehandelt (n=43) oder gewechselt auf ein  1x täglich zu nehmendes Präparat mit modifizierter Hormonfreisetzung (n=46). Die Behandlung erfolgte  24 Wochen lang. Die Gruppe mit modifizierter Hydrocortisonabgabe nahm signifikant stärker an Gewicht ab und die Patienten  wiesen häufiger ein normales Bild der Immunzellen auf.  Rekurrente Infekte traten seltener auf (17 vs. 38, p=0.016), und die Lebensqualität wurde als besser beschrieben. Unterschiede in unerwünschten Nebenwirkungen wurden nicht gesehen. Diese waren meist milde, einmal wurde jedoch die Verschlechterung einer Arthritis unter dem 1x täglich zu nehmenden  Cortisonpräparat beschrieben.

Kommentar

Diese Untersuchung spricht dafür, dass die nur 1x täglich zu nehmende Tablette mit modifizierter Hormonfreisetzung nicht nur von der Compliance her, sondern auch bezüglich  anderer Faktoren wie etwa immunologischer Art  Vorteile bietet. Langzeituntersuchungen sollten zeigen, ob  wie in Australien beobachtet und im DGE-Blog berichtet (4), die  Inzidenz von Nebennierenrinden-Krisen zunehmen wird oder nicht.

Alle Kolleginnen und Kollegen, ob  DGE-Mitglied oder nicht, und alle (Addison-) Patienten  werden gebeten, über ihre Erfahrungen mit verzögert Hydrocortison freisetzenden Tabletten zu berichten, die mittlerweile in Deutschland schon länger als 5 Jahre auf dem Markt sind.

Helmut Schatz

Literatur

(1) Helmut Schatz: Hydrocortison-Präparat mit zweiphasischer Hormonfreisetzung nur 1x täglich zur Substitution bei Nebennierenschwäche.
DGE-Blogbeitrag vom 29. Oktober 2012

(2) Andrea M. Isidori et al.: Effect of once-daily, modified-release hydrocortisone versus standard glucocorticoid therapy on metabolism and innate immunity in patients with adreanal insufficiency (DREAM): a single-blind, randomized controlled trial.
THE LANCET Diabetes & Endocrinology. Vol. 6, No.3, p173-185. March 2018.
DOI: https://doi.org/10.1016/S2213-8587(17)30398-4

(3) ClinicalTrials.gov, NCT02277587

(4) Helmut Schatz: Mehr Nebennierenkrisen unter der heute niedriger dosierten Substitutionstherapie?
DGE-Blog vom 16. August 2015

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Publiziert am von Prof. Helmut Schatz
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23 Antworten auf Morbus Addison: Nur 1x tägliche Gabe von modifizierten Hydrocortison-Tabletten? Immunologische und andere Vorteile?

  1. Marei sagt:

    Ich habe Plenadren nicht gut vertragen. Ich habe es nach ca.8 Wochen wieder abgesetzt. Ich habe die Dosierung nicht hinbekommen. 1x tgl war nicht genug. Direkt nach Einnahme bekam ich einen Flush. Hochroten Kopf und hohen Blutdruck und Luftnot. Dann Müdigkeitsanfälle. Dazu Übelkeit und Schwindel und Kopfschmerzen. Ich vertrage die mehrmalige Einnahme von 5-10mg HC ca 2-3x tgl deutlich besser. Jedoch bin ich übergewichtig und schaffe keine Gewichtsabnahme.

  2. Tanja sagt:

    Ich habe eine komplette Hirnanhangsdrüseninsuffizienz nach der Entfernung eines Kraniopharyngeom. Mit dem Hydrocortisol habe ich mich immer missgelaunt gefühlt und innerhalb von 3 Monaten 30 Kilo zugenommen. Ich nehme jetzt seit über 2 Jahren Plenandren 20-10-0 und komme damit sehr gut zurecht! Meine gedachte Addision Krise hat sich als Gallensteine entpuppt. Leider bin ich mein Gewicht noch nicht wieder los geworden. Wenn ich jetzt mal Stress habe oder krank bin nehme ich zusätzlich Hydrocortisol und das funktioniert sehr gut.

  3. Marielle sagt:

    Ich habe einen primären Morbus addison. Mit der zuerst angestrebten Dosierung 10-10 Hydrocortison ging es mir immer schlechter. Wach zu bleiben war extrem schwer. Konzentration kaum möglich. Das Gewicht stieg um 25 kg.

    Seit Juli 2017 nehme ich Plenadren und spürte sehr schnell eine Verbesserung der Situation. Nur die Dosis musste ich anpassen, aktuell auf 30 mg Plenadren. Aber damit kann ich 6 Stunden konzentriert arbeiten und kann danach auch zu Hause noch etwas tun. Das abnehmen klappt mal besser mal schlechter aber ich hab einige Kilo abnehmen können.

    Ich bin sehr froh dass es das zeitverzögerte Medikament gibt, allerdings finde ich den Preis schon auch sehr extrem!!!

  4. Annimu sagt:

    Habe das normale Hydrocortison gar nicht vertragen (Gewichtszunahme, Muskelschmerzen, Herzrasen…) Plenadren nehme ich 20mg morgens und alles ist bestens, ich merke den Addison gar nicht mehr.

  5. Julia sagt:

    Ich hab eine Hypophysenvorderlappeninsuffizienz durch einen Gendefekt und muss seid meinem Jugendalter Hydrocortison nehmen. Mich hat jedoch gestört, dass das immer so schnell abgebaut wird und man ständig über den Tag verteilt etwas nachnehmen musste! So haben wir meine Medikamente vor 2 Jahren auf Plenadren morgens 20mg umgestellt und ich komm super damit klar! Es reicht über den ganzen Tag, außer ich mache etwas sehr anstrengendes oder Sport, dann kann ich von dem Hydrocortison noch punktuell etwas nachlegen!
    Also ich bin mit Plenadren deutlich zufriedener!!!

  6. Jacqueline sagt:

    Mir geht es mit Plenadren sehr viel besser. Die meiste Zeit reicht mir die einmalige Gabe am Morgen. Im Bedarfsfall fülle ich mit HC auf. Meine Lebensqualität ist deutlich höher. Ich bin nicht mehr so oft krank, bin leistungsstärker, kann meine Aufmerksamkeit länger halten und bin im Tagesverlauf weniger müde. Am Abend habe ich keine Einschlafprobleme. Die Umstellung hat ca 3 Wochen gedauert, verlief bis auf etwas Müdigkeit absolut problemlos.
    Erwas umständlich ist lediglich die Beschaffung des Plenadren, da der HA es nicht verschreibt u ich jedes Mal ne Überweisung an die Uniklinik schicken muss u die mir dann das Rezept schicken.

  7. Carmen sagt:

    Ich bin trotz addison sehr aktiv und habe zwei sehr fordernde Hobbys. Unter der Einnahme von HC hatte ich starke Schwankungen z.b. Heißhunger auf Zucker, gewichtszunahme, leistungsschwankungen…Seid ich plenadren nehme bin ich leistungsfähiger, mein Gewicht hat sich stabilisiert und die Heißhungerattaken sind weg. Ich bin weniger krank. Wenn ich erhöhen muss nehme ich HC da es schnell wirkt. Für mich ist plenadren eine gute Lösung. Es verbessert meine Lebensqualität.

  8. Michael sagt:

    Ich leide nach operativer Entfernung eines Makroadenoms an einer vollständigen Hypophysen- Insuffizienz. Nach der Umstellung auf Plenadren (30mg) komme ich normalerweise gut durch den Tag. Ich fühle mich sicherer. Besondere Belastungen gleiche ich mit kleinen Dosen HC aus. Plenadren macht mich müde, aber der Tag wird einfacher.

  9. Prof. Dr. Wolfgang Oelkers, Endokrinologe, Berlin sagt:

    Die Studie von Isidori et al. hat einen verschwiegenen Haken, wie fast alle Publikationen über „Plenadren“. Die mittlere Tagesdosis Hydrocortison (HC, konventionell) war 27.9 mg (viel zu hoch), die von Plenadren war 25.2 mg. Johannssen et al. (J.Clin.Endocrinol. Metab 2012, 97, 473-481) haben in dieser ersten klinischen Studie über Plenadren mitgeteilt, dass die Bioverfügbarkeit des galenisch veränderten Präparates im Vergleich mit konventionellem HC um 19 % vermindert ist. Das bedeutet für die jetzige Studie eine mittlere Tagesdosis HC konventionell von 27.9 mg, für Plenadren (bioverfügbar): 20.4 mg. Bei einem Dosisunterschied von 7.5 mg !!! pro Tag braucht man sich über die Gewichtsabnahme unter Plenadren bei Überdosierung von konventionellem HC nicht zu wundern. Die immunologischen Surrogatparameter sind in ihrer Relevanz kaum zu beurteilen. Plenadren ist viel zu teuer und bietet klinisch keinen Vorteil gegenüber konventionallem HC. Mit einer Einzeldosis von 3 oder 4 mg Prednisolon morgens ist eine Substitutionstherapie ebenfalls möglich und sehr preiswert, wenn 2 x HC am Tag aus objektiven oder subjektiven Gründen schwierig ist.

  10. Silje sagt:

    Nur weil es gerade passt, ich substituiere mit Prednisolon seit 17 Jahren und keinerlei Nebenwirkungen, weder Gewichtszunahme oder Infektanfälligkeit. Bin damit sehr stabil und auch leistungsfähig.
    Damals mit Cortison Ciba ging es auch, aber mit Hc war überhaupt keine Stabilität hinzubekommen, da es genau eine Stunde nur wirkt und dann wieder abfällt. Dadurch kam ich auf viel zu hohe Dosen, zwar auch keine Gewichtszunahme aber absolut nicht leistungsfähig bei dem hoch und runter.
    Hypophyseninsuffizienz
    Finde auch gut, da in vielen Dosierungen und überall verfügbar und preiswert. Auch als Notfallspritze bin ich auf Prednisolon umgestiegen, allein schon die längere Haltbarkeit finde ich da praktisch, aber auch vom Handling.

    • Karin Schuster sagt:

      Hallo liebe Silje, habe nach der Prednisolon Notfallspritze gegoogelt, konnte aber nichts finden. Könntest du mir bitte die genau Bezeichnung zuschicken. Wäre sehr dankbar dafür. LG Niklas

  11. kelva sagt:

    Ich habe seit ca. 2 Jahren eine primäre Nebenniereninsuffizienz. Seit ca. einen halben Jahr nehme ich nun Plenadren (1 x 20mg). Die Umstellung hatte ca. 6-8 Wochen gedauert (Müdigkeit am frühen Nachmittag; teils Unwohlsein in der Magengegend). Davor HC mit 15 / 5mg.

    Bin sehr zufrieden – nur eine Tablette am Tag ist eine größere Erleichterung / Vereinfachung als ich davor gedacht hatte. Anpassung weiterhin mit HC bei Bedarf. Gewichtszunahmen oder anderweitige Beeinträchtigungen (Schlafstörungen, etc.) soweit keine.

    Im Vergleich zu HC besseres Gefühl – gefühlte aufputschende Wirkung mit der HC Dosis am Nachmittag ist mit Plenadren nun weg.

  12. Annette G. sagt:

    Bei mir wurde vor zwei Jahren M. Addison diagnostiziert. Die Therapie habe ich mit herkömmlichen HC gestartet, aber meine Zuckerwerte (Typ I Diabetes) und mein körperliches Befinden waren eine Katastrophe. Vor über einem Jahr bin ich auf Plenadren umgestiegen, auch weil ich stark auf Lactose reagiere welches im HC drin steckt. Damit geht es mir deutlich besser, aber leider auch immer noch nicht wirklich gut. Natürlich muss ich im akuten Mangel auf HC zurück greifen, aber das viel seltener als ohne Plenadren.
    Zum Thema Gewicht: 10 kg in 2 Jahren zugenommen. Ich denke aber das es bei mir eher an mangelnder körperlicher Bewegung liegt und das ich mitlerweile 5 verschiedene Hormone einnehmen muss. Übergewichtig war ich leider vor der Diagnose schon. Einen Unterschied von HC zu Plenadren kann ich im Zussammenhang zur Waage ;-) nicht erkennen.

  13. Niklas sagt:

    Seit zwei Jahren nehme ich Plenadren und ich bin unendlich dankbar für das Medikament!!! Denn seitdem kann ich endlich auch ein normales Leben führen: Konzentration deutlich gestiegen, wieder gute Schulnoten, Sport ist dadurch erst möglich geworden, ich kann mit Freunden abends auch länger aufbleiben, Körpergewicht gehalten (bin schlank) und ganz wichtig die psychische Belastung, die ich unter HC Tabletten hatte, ist völlig weg.
    Unter HC Tabletten habe ich jahrelang gekämpft, um mich über Wasser zu halten. In der Schule war ich ständig versetzungsgefährdet, sehr oft müde, nicht belastbar sowohl körperlich als auch psychisch und das, obwohl ich von der HC-Dosis hoch eingestellt war. Es ging mir nicht gut! In den letzten Monaten mit HC musste ich die Tagesdosis auf 5-6 Einnahmen aufteilen, um irgendwie dranbleiben zu können. Der Arzt war auch ratlos.
    Gemessen an meiner deutlich gestiegenen Lebensqualität, sollte der Preis von Plenadren keine Rolle spielen. Und dass Studien nicht immer alle notwendigen Bereiche völlig abdecken ist klar. Vordergründig sollten aber das Wohlbefinden und die Aussagen der erkrankten Menschen ausschlaggebend sein!!! Wieder zu HC Tabletten zurückkehren zu müssen, wäre für mich eine Katastrophe.

    • Manuela Klingenberg sagt:

      Hallo Niklas, darf ich mal fragen wie alt du warst, als dir Plenadren verschrieben worden ist? Meine Tochter ist 15 Jahre. Nimmt HC und soll auf Dexamethason umgestellt werden. Plenadren ist laut Endokrinologen für Jugendliche nicht zugelassen. LG Manuela

      • Niklas sagt:

        Hallo Manuela, ich war 17 Jahre alt und vom Gewicht und vom Körperbau schon „erwachsen“ :-). Mein Arzt hat da keine Bedenken gehabt. Und ich bin ihm sehr dankbar dafür. LG

      • Christa sagt:

        Hallo Manuela,
        bei meinem Sohn 16,5 J. steht das auch an, wir schwnaken zwischen Plenadren und Dexamethason. Wir ist Ihre Erfahrung damit. Bei uns ist es Hypophysenvorderlappeninssufizienz mit Ausfall aller Hormonachsen.
        Danke
        Christa

  14. Alexa sagt:

    Ich kam mit Plenandren nicht klar (morgens 20 mg), ich hatte davon Durchfall, wurde davon gar nicht wach, brauchte also gleich viel HC morgens, um überhaupt aufstehen zu können. Dann war die ganze Wirkung von Plenadren um 12 Uhr komplett weg und ich befand mich im Mangel. Den ganzen Vormittag war ich latent im Mangel.
    Also mein Darm hat das so nicht verwerten können.

    Letztendlich musste ich so viel HC dazu dosieren, wie ich sonst auch HC alleine nehme.

    Ich nehme HC lieber 4 bis 5 mal am Tag alle 3 Stunden, damit komme ich einigermassen gut zurecht.

  15. Petra sagt:

    Bei mir wurde 2012 ein primärer Morbus Addison mit Hashimoto diagnostiziert und ich startete mit Hydrocortison, L-Thyroxin und Astonin-H. Seit ungefähr zwei Jahren nehme ich Plenadren 25 mg, Astonin-H, L-Thyroxin und Vitamin D. Mir geht es damit sehr gut. Es ist eine erhebliche Steigerung der Lebensqualität, wenn man nur einmal am Tag (morgens ) Tabletten einnehmen muss. Mein Gewicht ist von der Diagnostizierung in 2012 bis 2018 um 14 kg gestiegen. Ich kann plus / minus 2 kg mein Gewicht seit ca. vier Jahren halten (164 cm / 71 kg). Ich bin durch den Winter ohne jegliche Erkältung gekommen. Infektanfälligkeit ist demnach übernhaupt nicht gegeben. Mein größtes Problem ist, dass ich morgens nicht aus dem Bett komme. Ich bin wahnsinnig müde und der Kreislauf sehr weit unten (100 zu 80). Ca. 1-2 Stunden nach dem Aufstehen und der Tabletteneinnahme bin ich dann fit. Ich arbeite 26 Std. in der Woche und bekomme das sehr gut hin. Oft muss ich mich nach der Arbeit hinlegen, kann aber danach alle anfallenden Hausarbeiten, Sport und Freizeittermine problemlos wahrnehmen. In ganz seltenen Fällen, max. fünf Mal im Jahr, muss ich mit Hydrocortison nachdosieren. Ich war nur einmal in einer kritischen Situation im Jahr 2017. Damals hatte ich einen Magen- und Darminfekt und konnte die Tabletten nicht bei mir behalten. Zur Addison Krise ist es jedoch nie gekommen. Das Rezept für Plenadren bekomme ich von der Uniklinik.

    • Gabi sagt:

      Liebe Petra!

      Darf ich hier mal zu meinem Lieblingsthema Vitamin D einhaken? :-)
      Wieviel Vitamin D nimmst du denn täglich und wird dein Vitamin D Spiegel ab und zu kontrolliert?

      Ich empfehle grundsätzlich Vitamin D Spiegel von 60-80 ng/ml (was viele Endokrinologen als jenseits von Gut und Böse erachten), sich aber im Bereich der Vitamin D Forscher und Anwender als vernünftiger Level erwiesen hat.
      Meine Erfahrung hat gezeigt, dass die meisten (normalgewichtigen) Hashimoto-Patienten mindestens einen täglichen Input von 10.000 IE Vitamin D3 brauchen, damit der Spiegel in Richtung 80 ng/ml kommt und dann dort vor allen Dingen auch bleibt!

      Auf der Auftaktveranstaltung der Endokrinologischen Gesellschaft zur Deutschen Hormonwoche in Berlin wurde über die schlechte Lebensqualität der Hashimoto-Patienten lamentiert.
      Wenn man bei der DGE nicht der Meinung wäre, dass Vitamin D-Spiegel von 20 ng/ml völlig ausreichend sind und man in Deutschland in fünf Monaten Sommer „soviel“ Sonne bekommt, dass man damit locker über sieben Monate Winter hinweg kommt, könnte man mit einer simplen, adäquaten und täglichen Vitamin D Gabe die Lebensqualität der Hashimoto-Patienten im Handumdrehen verbessern. Nebenbei gehen wundersamerweise auch noch die TPO und TRAK Werte nach unten, wirkt Vitamin D doch bekanntermaßen auch auf’s Immunsystem!

      Übrigens haben (fast) alle Hashimoto-Patienten eine Anomalie im MTHFR- Gen, was zu erhöhten Homocycteinspiegeln führt. Hat der behandelnde Endokrinologe da denn auch schon mal nachgeschaut?!

      Viele Grüße,

      Gabi
      https://www.vitamindservice.de/users/gwassmannhwmailde

      • Beppo sagt:

        Hallo Gabi,
        Doch wohl nicht Lieblingsthema, sondern Gelderwerb?
        Wer so gewagte Thesen äußert, solte sie belegen. Also inwiefern wirkt Vit. D auf das Immunsystem? Wie kommen Sie darauf, fast alle Hashimotopatienten hätten die MTHFR-Mutation? Mir ist keine Neigung zu Thrombosen bei Hashimoto bekannt.

        Meine Vit- D-Einnahme ist gerechtfertigt, da ich behinderungsbedingt wenig nach draußen komme, Sonne und Wärme allgemein nicht gut vertrage, und zudem bereits ein Melanom hatte und daher Sonnenbäder vermeiden muss. Ich nehme einmal pro Monat 20000 IE. Ein Versuch, diese Dosis zweimal monatlich einzunehmen, endete mit Muskelschmerzen und Unwohlsein. Sie behaupten eine ganze Menge über Hashimotokranke. SInd das eigene Erfahrungen oder wie kommen Sie darauf?

        Die Formulierung schließlich, man “ lamentiere“ in Berlin auf der deutschen Hormonwoche über die schlechte Lebensqualität der Hashimotokranken, kommt bei mir ganz unangenehm an. Seien wir doch froh, dass endlich geforscht wird und uns Betroffenen geholfen wird. Lamentieren über mein Schicksal tut keiner und soll keiner, nicht einmal ich selber. Dass Ihre Patentlösungen nicht helfen, weiß ich zudem sehr gut. Doof sind Hashimotokranke nämlich nicht.

  16. Heiko sagt:

    Leider hat Plenatren bei mir nicht gewirkt. Schon vormittags wurde ich extrem müde, am Nachmittag musste ich HC nehmen, um nicht spontan einzuschlafen. Letztendlich führte nur das Hinzudosieren von HC wieder dazu, dass ich mich wohl fühlte. Die Dosis des HC war dabei fast genau so hoch wie vorher. Also habe ich das Plenatren wieder abgesetzt.
    Da ich Typ-I-Diabetiker bin, konnte ich auch am Blutzucker die geringe Wirkung des Plenatren erkennen (ständige Unterzuckerungen).
    Gerne hätte ich auch nur eine Tabletteneinnahme am Tag gehabt. Leider hat es nicht funktioniert

  17. Wibke sagt:

    Seit 2011 nach Conn Syndrom und Adrenalektomie mit Atrophie der zweiten NN, Einstellung auf Astonin H und HC.

    Tagesdosis HC derzeit bei 30 mg (+) bei Verteilung auf 3 Tagesdosen. Habe quasi alles an Dosierungsversuchen durch, meine Lebensqualität ist sehr schwankend und tw. stark eingeschränkt, Berufstätigkeit zum Teil eine Qual. Gewichtszunahme + 15 KG. Häufige Hyponatriämien.

    Habe allerdings auch eine fortschreitende Niereninsuffizienz sowie Bluthochdruck. Habe jetzt 3x mal einen Anlauf genommen auf Plenandren umzusteigen und jeweils nach wenigen Wochen abgebrochen. Versuche sowohl mit einmaliger Einnahme morgens (30 mg) bzw. zweimaliger Einnahme morgens (20 mg) und mittags (10 mg).

    Musste nach kurzer Zeit über den Tag immer wieder kl. Dosen HC zusätzlich nehmen, da ansonsten im Stehen eingeschlafen, Schwäche, Depris, Übelkeit, Muskelschmerzen und andere Beschwerden.

    Also keine Besserung der Leistungsfähigkeit und des Allgemeinbefindens und dazu noch teuer. Leider!

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