Medizinische Kurznachrichten der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie
(Prof. Helmut Schatz, Bochum)

Vitamin-D-Mangel und COVID-19: Wie ist die aktuelle Evidenz?


Bochum, 4. Januar 2021:

Fast schon seit Beginn der COVID-19-Pandemie wird über eine mögliche protektive Rolle einer Vitamin-D-Supplementation diskutiert, und auch im Blog der DGE wurde das Thema bereits zweimal behandelt, und zwar am 18. und am 19. Mai 2020.

Hinweise aus Studien, dass ein Vitamin-D-Mangel mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Verlauf von COVID-19 einhergeht, gibt es viele. Eine Meta-Analyse konnte kürzlich zeigen, dass bei schweren Verlaufsformen die Wahrscheinlichkeit für einen Vitamin-D-Mangel um 64% höher als bei leichten Verläufen war (Odds Ratio 1,64, 95%-Konfidenzintervall 1,30–2,09). Eine insuffiziente Vitamin-D-Konzentration war umgekehrt mit einem erhöhten Risiko für Hospitalisierungen (OR 1,81, KI 1,41–2,21) und einer Übersterblichkeit assoziiert (OR 1,82, KI 1,06–2,58) [Pereira et al. 2020].

Dennoch verbleibt die Frage, ob hier wirklich eine Kausalität zugrunde liegt. Es könnte ja durchaus sein, dass eine Verzerrung durch Confounder vorliegt, etwa weil multimorbide und bettlägerige Menschen häufig auch einen Vitamin-D-Mangel aufweisen, ihr Risiko aber wegen der Multimorbidität erhöht ist. Außerdem konnte gezeigt werden, dass die 25-Hydroxy-Vitamin-D-Konzentration im Serum nach experimenteller Herbeiführung einer Entzündung durch Gabe bakterieller Lipopolysaccharide absinkt [Smolders et al. 2020], so dass ein Mangel an Vitamin D möglicherweise nicht die Ursache, sondern die Folge der schweren Erkrankung darstellt. Daher wurden zu Recht interventionelle Studien zur Klärung eines möglichen Nutzens einer Vitamin-D-Therapie gefordert [Bilezikian et al. 2020].

Diesen Anspruch wollen zwei kürzlich veröffentlichte Studien erfüllen, welche die Wirkung einer supplementativen Therapie mit Vitamin D auf den Verlauf von COVID-19 untersucht haben. Die randomisierte COVIDIOL-Studie hat 76 hospitalisierte Patientinnen und Patienten mit SARS-Cov-2-Infektion untersucht [Castillo et al. 2020]. 50 Personen erhielten am Aufnahmetage 0,532 mg Colecalciferol und je 0,266 mg an den Tagen 3 und 7 nach Aufnahme. Eine Kontrollgruppe erhielt kein Vitamin D. Beide Gruppen wurden ansonsten mit der selben Standardbehandlung, die u. a. Hydroxychloroquin und Azithromycin sowie ggf. Ceftriaxon umfasste, therapiert. Von den 50 mit Vitamin D behandelten benötigte eine Person eine intensivmedizinische Therapie (2%), jedoch 13 der 26, die kein Vitamin D erhielten (50%). Durch eine Vitamin-D-Therapie sank die Odds Ratio für eine Intensivtherapie auf 0,02 (95%-Konfidenzbereich 0,002–0,17) ab. Nach Korrektur um Hypertension und Diabetes mellitus Typ 2 lag die Odds Ratio mit 0,03 (0,003–0,25) nur unwesentlich höher. In der Colecalciferolgruppe gab es keinen Todesfall, jedoch 2 in der Kontrollgruppe.

Die zweite Studie verfolgte einen „quasi-experimentellen“ Ansatz [Annweiler et al. 2020]. Hierfür wurden 66 an COVID-19 erkrankte Bewohner eines französischen Pflegeheims untersucht. Zur Interventionsgruppe wurden diejenigen gezählt, die während der COVID-19-Erkrankung oder im Monat davor eine Colecalciferol-Supplementation erhielten, wie das in französischen Pflegeheimen übliche Praxis ist. Als Kontrollgruppe zählten die übrigen mit SARS-CoV-2 infizierten Bewohner. 82,5% der 57 Senioren in der Therapiegruppe überlebten, aber nur 44,4% der 9 Personen in der Kontrollgruppe.

Kommentar

Mit den Ergebnissen der beiden Studien liegen erstmals Hinweise aus interventionellen Ansätzen vor, die eine mögliche Effektivität einer Vitamin-D-Supplementation für eine Verbesserung der Prognose von COVID-19 suggerieren. Diese Ergebnisse würden gut zu experimentellen Hinweisen passen, dass Vitamin D auch die Abwehr viraler Infekte unterstützt [Bilezikian et al. 2020].

Allerdings ist noch Vorsicht angebracht. Zum einen sind die Fallzahlen beider Studien sehr klein, so dass die statistische Belastbarkeit noch gering ist. Zum anderen muss eine Supplementation nicht automatisch hilfreich sein, denn von einer möglichen Überversorgung mit Vitamin D ist keine Verbesserung der Prognose zu erwarten. So konnte eine Studie zeigen, dass es einen nichtlinearen U-förmigen Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Versorgung und dem Risiko für eine diabetische autonome Neuropathie gibt. Letztere fand sich gehäuft sowohl bei niedrigen als auch hohen Vitamin-D-Konzentrationen [Hansen et al. 2017]. Daher sind weitere Studien mit größeren Fallzahlen nötig, die auch sorgfältig auf die erreichten Serumkonzentrationen eingehen.

PD Johannes W. Dietrich, Bochum

Literatur

1. Pereira M et al.: Vitamin D deficiency aggravates COVID-19: Systematic review and meta-analysis.
Crit Rev Food Sci Nutr. 2020 Nov 4:1-9. doi: 10.1080/10408398.2020.1841090. Epub ahead of print. PMID: 33146028.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33146028/

2. Smolders J et al.: Letter to the Editor: Vitamin D deficiency in COVID-19: Mixing up cause and consequence.
Metabolism. 2020 Nov 17:154434. doi: 10.1016/j.metabol.2020.154434. Epub ahead of print. PMID:33217408; PMCID:PMC7671645.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33217408/

3. Bilezikian JP et al.: MECHANISMS IN ENDOCRINOLOGY: Vitamin D and COVID-19.
Eur J Endocrinol. 2020 Nov;183(5): R133-R147. doi:10.1530/EJE-20-0665. PMID:32755992.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32755992/

4. Entrenas Castillo M, Entrenas Costa LM, Vaquero Barrios JM, Alcalá Díaz JF, López Miranda J, Bouillon R, Quesada Gomez JM. „Effect of calcifediol treatment and best available therapy versus best available therapy on intensive care unit admission and mortality among patients hospitalized for COVID-19: A pilot randomized clinical study“.
J Steroid Biochem Mol Biol. 2020 Oct;203:105751. doi: 10.1016/j.jsbmb.2020.105751. Epub 2020 Aug 29. PMID: 32871238; PMCID: PMC7456194.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32871238/

5. Annweiler C et al.: Vitamin D and survival in COVID-19 patients: A quasi-experimental study.
J Steroid Biochem Mol Biol. 2020 Nov; 204:105771. doi: 10.1016/j.jsbmb.2020.105771.
Epub 2020 Oct 13. PMID: 33065275; PMCID: PMC7553119.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33065275/

6. Hansen CS et al.: High and low vitamin D level is associated with cardiovascular autonomic neuropathy in people with Type 1 and Type 2 diabetes.
Diabet Med. 2017 Mar; 34(3): 364-371. doi: 10.1111/dme.13269. Epub 2016 Oct 15. PMID:27696502.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27696502/

Publiziert am von Dr. Johannes W. Dietrich
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44 Antworten auf Vitamin-D-Mangel und COVID-19: Wie ist die aktuelle Evidenz?

  1. Thies Kruse sagt:

    Tiermedizin
    Gilbert M. Weber 30-Jul-2018 (vor 2 Jahre 3 Monate 14 Tage) https://www.3drei3.de/
    Die Adresse 3drei3 ist aus einem Schweineblog, beschreibt in dem Artickel das bei Tierversuchen festgestellt wurde, das der Vitamin D gehalt im Blut sich in den Speichelpro. der Nase und des Rachens wiedersp.. IGA Titer, sowie die IgA und IgG Zellen, sowie die Leukozyten wie auch die phagozytische Kapazität wurden durch mehr Vitamin D im Futter Positiv beeinflust. Studie Hohnheim Prof. Biesalski Punkt 1.12 Vitamin und ARDS berichtet zum Zytokinsturm . Hier im Blog Es wird ausgibig Stellung genommen zur Frage Vitamin D Mangel vor Infekt oder durch Infekt. Körper reagiert auf Infekt, mit Vitamin D Verbrauch, ist genug Vorrat gelingt Bekämpfung und Steuerung der Immunreaktion. zu wenig Vorrat, Immunreaktion strauchelt nach einigen Tagen , Steuerung reißt ab, Körper kollabiert, durch Zytokinsturm . 36 Ng/ml guter Wert laut WHO, Efs und RKI , Vitamin D sind 260 % mehr als 10 NG/ml.

  2. Maja sagt:

    Wenn man das wichtigste Prinzip eines Arztes „primum nihil nocere“ sich vor den Augen hält, muß man hier fragen, warum man so laut für eine positive Wirkung des Vitamins D3 nach einer starker Evidenz ruft, gleichzeitig aber Hydroxychloroquin und Azithromycin, ohne ausreichend nachgewiesene positive Wirkung, so breit anwendet. Medikamente, deren, gut erforschtes, schädigendes Potential bestens bekannt ist.
    Das Scheinargument, daß Vitamin D3-Überdosierung (rein theoretisch, da keine Evidenz dafür) schädlich ist, kann man in der Diskussion gar nicht ernst nehmen, da niemand zur Überdosierung aufruft. Ein Spiegel von <100-120 ng/ml gilt als sicher. Zur Erinnerung – man kann den Spiegel des Vitamins im Serum messen, um um eine ev. Überdosierung zu vermeiden. Um nicht Äpfel mit Birnen zu vergleichen, sollte man festhalten, daß eine Überdosierung von Hydroxychloroquin und Azithromycin auch schädlich ist. Sollte man einen letalen Ausgang als Schaden betrachten.

  3. Johannes W. Dietrich sagt:

    Hydroxychloroquin und Azithromycin wurden nur in der Anfangszeit der COVID-19-Pandemie empfohlen.

  4. KRAFMA sagt:

    Leider wird wie immer im Blog gegen Vitamin D3 gesprochen. Nicht, das die Daten der vorliegenden Studien in letzter Konsequenz hinsichtlich der Patientenzahl ausreichend gepowerte Studien wären, aber wer bitte kümmert sich an der vordersten Front schon um die Wirksamkeit von Vitamin D3 und würde eine Studie auflegen, die eine ausreichende Power hätte. Ich wüsste zumindest keine Pharmafirma, die an der Kostenübernahme interessiert wäre. Haben wir eigentlich für irgendein anderes initial eingesetztes Medikament mit wirklich ausgeprägtem Nebenwirkungsprofil eine Evidenz. Nein. Insofern belächeln wir halt weiter das Potential von nicht medikamentösen Therapieansätzen. Leider haben wir keine besseren Daten für eine medikamentöse Therapie sodass Vitamin D3 durchaus ein effizienter Ansatz wäre, und pathophysiologisch sogar durchaus nachvollziehbar…. ohne wirklich gefährliches Nebenwirkunsprofil im Gegensatz zu anderen Alternativen

  5. Johannes W. Dietrich sagt:

    @KRAFMA: Vielen Dank für Ihren Beitrag. Natürlich ist Vitamin D „zu billig“, um für Sponsoren mit finanziellen Interessen interessant zu sein. Dennoch ist das natürlich für sich noch kein Grund, der die Wirksamkeit von Vitamin D beweist. Es bleibt eben unklar.

    Es gibt einige sowohl theoretische als auch klinische Gründe die für Vitamin D sprechen, aber es gibt auch wichtige Gegenargumente. Zwei möchte ich hier herausstellen: Zum einem sind alle bisherigen Studien sehr klein, so dass eine erhebliche statistische Unsicherheit besteht. Zum anderen sollte die U-förmige Dosis-Wirkungs-Kurve von Vitamin D Anlass zur Vorsicht geben. Mit einer Überdosierung kann man sehr wohl schaden.

  6. Maja sagt:

    Sehr geehrter Dr. Dietrich,
    1. auch, wenn die Studien klein waren und eine statistische Unsicherheit besteht, ist das keinesfalls ein Gegenargument, hohstens eine fehlende Sicherheit. Wenn man die Zahl der Todesfälle bedenkt, die auf dem Spiel steht, würde ich lieber Vitamin D3 einsetzten, trotz der Unsicherheit, und schauen, ob ich Leben retten kann oder nicht. Man muß sich ja fragen, was, wenn die Gabe tatsächlich eine positive Wirkung hätte, und die Todesfälle, bzw. schwere Verläufe deutlich sinken würden. Scheinbar will es niemand wissen. 2. Den zweiten Gegenargument kann ich keinesfalls gelten lassen, da niemand für eine Überdosierung plädiert. Es ist ja auch denkbar einfach, nicht in eine Überdosierung zu geraten, da der Serumspiegel simpel zu messen ist. Da fragt man sich, aus welchem Grund man, bspw. Kortison einsetzt, obwohl eine Evidenz besteht, daß es für Covid-Patienten eher schädlich ist. Bei einem Vitamin dagegen diskutiert man ewig und wartet auf unumstößliche Beweise.

  7. Oliver Rau sagt:

    Guten Tag Herr Dr. Dietrich, nur diese kleine Anmerkung, Castillo et al gaben Calcifediol, das Zwischenprodukt auf dem Weg von Colecalciferol und dem aktiven Hormon Calcitriol. Da Colecalciferol im Körper nur teilweise zu Calcifediol umgestetzt wird ergibt sich eine relativ zu Colecalciferol höhere Dosierung (je nach Quelle und Dosis ca. 3-10 fach). Hinzu kommt die wesentlich schnellere Kinetik, da die Umsetzung von Colecalciferol zu Calcifediol im Körper nach gewissen Quellen bis zu 7 Tage dauert. (Vielleicht erklärt sich hierdurch ja die wesentlich bessere Wirksamkeit in dieser Studie im Vergleich zu ähnlich hohen Dosen Colecalciferol (300.000IE i.v.) in späten Phasen schwerer akuter Atemwegsinfekte [Quellenangabe müsste ich raussuchen]). Die Statistik ist immerhin mindestens so aussichtsreich wie in den ersten Studien zu Remdesivir, der Effekt aber wesentlich grösser. Solange kein systematischer bias vorlag, sollte die COVIDIOL Studie irgendwann einmal ein wirksames Medikament…

  8. Johannes W. Dietrich sagt:

    Vielen Dank, Herr Rau, für diese Präzisierung. Calcifediol ist hierzulande eher als Calcidiol, 25-Hydroxy-Vitamin D oder 25-Hydroxy-Colecalciferol bekannt. Wenn im Serum die „Vitamin D“-Konzentration bestimmt wird, dann ist das ülicherweise die 25-Hydroxycolecalciferolkonzentration.

  9. Dr. Stefan Peters sagt:

    Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zum Nutzen von Vitamin D in der Prävention von akuten Atemwegserkrankungen.

    https://www.dge.de/presse/pm/guter-vitamin-d-status-kann-vor-akuten-atemwegsinfektionen-schuetzen/
    Klasse, also generelle Empfehlung Vitamin D für ALLE, wenigstens im Winter die ungefährlichen 800 IE pro Tag? Oh nein, erstmal 25OHD messen. Aber bitte auf eigene Kosten, wie von Prof. Schatz hier wiederholt gefordert. Warum soll das die GKV bezahlen? Die Deutschen sind doch laut DGE/BfR/RKI ausreichend versorgt, wenn sie im Sommer 3 x pro Woche kurz die nackten Ärmchen in die Sonne halten. Komisch, warum sind dann laut RKI von Dez-Feb 80% unterversorgt (<20 ng/ml). Die DGE empfehlt im Artikel 800 IE, wenn die endogene Synthese nicht möglich ist, erwähnt aber nicht, dass davon ALLE Menschen in Deutschland von Oktober-März betroffen sind. Nutzen nur bei täglicher oder wöchentlicher VitD-Zufuhr und nicht bei Bolus? Wird auch verschwiegen. Ist auch…

  10. Dr. Stefan Peters sagt:

    Diese Petition hat auch der von Prof. Schatz geschätzte Prof. Michael Holick unterschrieben:

    http://www.vitamind4all.org

    Unterschrieben haben auch zwei britische Politiker (u.a. Ex-Minister David Davies), dank deren Hartnäckigkeit das NHS nun eine allgemeine VitD-Supplementation (Okt-Mrz) mit 400-1000 IE tgl. ausspricht:

    https://www.gov.uk/government/publications/vitamin-d-supplementation-during-winter-phe-and-nice-statement/statement-from-phe-and-nice-on-vitamin-d-supplementation-during-winter

    In GB wird seit Anfang des Jahres an vulnerable Gruppen eine 4-Monats-Dosis kostenlos abgegeben. Ganz nach dem Motto, schaden tut es definitiv nicht und wir haben nicht die Zeit, auf die finale Evidenz nach „Goldstandard“ zu warten. In meinen Augen ist es unverzeihlich ignorant, dass in Deutschland keine der medizinischen Institutionen die Initiative ergreift, sondern stattdessen immer nur mehr Studien gefordert werden. Bei den „Masken“ ging es deutlich schneller, trotz fehlender…

  11. Dr. Jörg Velker sagt:

    Die angeführte Evidenz ist schon wieder überholt: S. Walrand (Nature 21.1.2021: https://doi.org/10.1038/s41598-021-81419-w): Der Anfang des exponentiellen Anstiegs der Infektionszahlen im Herbst ist ausschliesslich mit dem Breitengrad und der damit saisonal verminderten UVB Leistung der Sonne (i.e. nicht mit Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Schulöffnung) korreliert: zu betrachten z.B. in Verbindung mit der Positiv-Rate im Verhältnis zu 25(OH)D Serumwerten: Kaufmann et al. (https://doi.org/10.1371/journal.pone.0239252).

    Neben dem schon genannten vitamindforall.org verweise ich noch auf die führenden französischen Experten von denen präventive Massnahmen gefordert, und auf langjähriger Erfahrung optimierte Supplementationsschemata vorgeschlagen werden. https://www.larevuedupraticien.fr/article/effet-benefique-de-la-vitamine-d-dans-la-covid-quelles-sont-les-donnees

    Wirkmechanismus RAS (ACE/ACE2 Gleichgewicht) wird nicht diskutiert.

    Alles andere wurde schon kommentiert.
    Joerg…

  12. Dr. S. Wey sagt:

    Ich schließe mich den positiven Argumenten zu Vitamin D an! ich arbeite seit 19 Jahren damit in Diagnostik und Therapie und die Systematik der Gabe immunrelevanter Mikronährstoffe bewährt sich in der Pandemie: keine Beatmeten, keine Toten in Praxisumfeld und Freundeskreis. Ich habe so viele E-Mails an medizinische und politische Entscheider geschrieben und stoße auf taube Ohren aus dem Elfenbeinturm, dass es mir schon fast körperliche Schmerzen bereitet. Ich gehe davon aus, dass 30-50 % Pandemie Tote in Deutschland durch konsequente Vitamin D Gabe in der langfristigem Prävention vermieden worden wären. und der Wahnsinn geht weiter: die virulenteren Mutanten lassen die Zahlen für eine dritte Welle wieder steigen und der Immunprävention wird immer noch kein Stellenwert eingeräumt! Trotz der ersten Sonnentage werden noch viele deutsche, die sich von den letzten Zeitungsberichten haben bremsen lassen, im Vitamin D Mangel verbleiben. Das wird ein Fest für das Virus (Diabetes,adipös,50-80 J)

  13. Christian Wiechering sagt:

    Man braucht keine Studien mehr, die die Wirkung von Vitamin-D konkret auf die COVID-19 Erkrankung beweisen.
    Es reicht aus, dass man weiß, das bei schwer an COVID-19 Erkrankten der Vitamin-D Spiegel üblicherweise niedrig ist, was unbestritten ist, und man dazu dieses Ergebnis von Forschungender EU aus Dänemark von 2010 dazu kennt.

    „Sonne unverzichtbar für starkes Immunsystem“
    „…T-Zellen brauchen unbedingt ausreichende Mengen an Vitamin D im Blut, um in Aktion treten und entsprechend funktionieren zu können.“
    https://cordis.europa.eu/article/id/31850-more-sun-means-a-better-immune-system/de

    Damit lassen die verschieden Krankheitsverläufe der COVID-19 Erkrankung in Abhängigkeit
    vom Vitamin-D Spiegel in 2 Sätzen leicht erklären.

    Zum Aktivieren von T-Zellen verbraucht der Körper Vitamin-D. Ist der Vorrat aufgebraucht
    aber es sind noch Viren vorhanden gewinnt das Virus, oder verbleibt länger im Körper,
    so das verspätete Schäden auftreten und die Erholung lange dauern…

  14. Johannes W. Dietrich sagt:

    Lieber Herr Wichering,

    leider gibt es zwei epistemiologische Probleme, die die Sache komplizierter machen:

    Das statistische Problem besteht darin, dass man mit einer Korrelation keine Kausalität nachweisen und schon gar nicht die Richtung der Kausalität erschließen kann. Es bleibt daher unklar, was Henne und was Ei ist.

    Und es gibt ein zweites Problem, und das ist ein physiologisches: Die Vitamin-D-Konzentration ist im Wesentlichen das Ergebnis dreier Prozesse, des Aufbaus (bzw. der Aufnahme), des Abbaus und der Bindung an Plasmaproteine. Bei schweren Erkrankungen ist der Abbau gesteigert (durch vermehrte Aktivierung zu Calcitriol) und darüber hinaus ist auch die Plasmaproteinbindung beeinträchtigt (so dass die Gesamtkonzentration zurückgeht). Diese Effekte können wesentlich zu den niedrigeren Konzentrationen bei schweren Infektionen beitragen.

    Die Sache ist nicht so einfach, wie sie scheint.

  15. Joerg Velker sagt:

    Sehr geehrter Herr Dietrich
    Denken Sie doch bitte Ihre Argumente bis zum Ende durch, setzen Sie die RKI Daten ein: z.Zt. liegen mind. 80% der Bevölkerung (i.e. nicht Risikopersonen) bei < 20 ng/mL 25(OH)D; und berücksichtigen Sie dass das BfArM auf das RKI verweist und das RKI (COVRIIN) ausdrücklich auf die Empfehlungen der DGEs verweist. Ich hoffe Sie sind sich der Verantwortung bewusst. Henne / Ei, beide haben das Risiko.
    Die Empfehlungen des RKI bleiben inkonsequent:
    – Substitution aller Hypovitaminosen bei Patienten mit nachgewiesenem oder vermutetem Mangel, bei denen ein erhöhtes Risiko für COVID-19 besteht oder bereits eine COVID-19-Erkrankung vorliegt
    – bei kritisch kranken Patienten Substitution bei nachgewiesenem Vit. D-Defizit (≤ 30 nmol/l) entsprechend Empfehlung der DG für Endokrinologie sowie den aktuellen Leitlinien der DEGM.

    Substitution für alle bei denen Risiko für COVID-19 besteht ist angebracht.
    Klare Vorgaben notwendig. Information der Ärzte zwingend.
    LG…

  16. Joerg Velker sagt:

    Sehr geehrter Herr Dietrich
    Noch ein Nachtrag zu:
    „Zum anderen sollte die U-förmige Dosis-Wirkungs-Kurve von Vitamin D Anlass zur Vorsicht geben. Mit einer Überdosierung kann man sehr wohl schaden.“
    Welche U-förmige Kurve meinen Sie? Die aus Durup et al? Diese war ein Fehler, sehen Sie bitte hier mal nach: https://academic.oup.com/jcem/article/101/11/L99/2764905
    Die anderen mir bekannten aussagekräftigen Kurven (Gaksch et al. 2017, Garland et al 2014) sind inversed-J-shaped, nicht U-shaped… sie bleiben flach bis zu hohen Serumkonzentrationen.
    Die Expertenbriefe sind eindeutig. Dieses Thema sollte doch eigentlich als abgeschlossen angesehen sein.
    Niemand fordert Mengen die gefährlich werden könnten (ausser in sehr seltenen klinischen Situationen die dem Arzt und dem Patienten i.d.R. bekannt sind).
    Aber eine gezielte Aktion mit Stossdosen und ausreichend grossen Erhaltungsdosen ist notwendig, daher benötigt es eine sinnvolle Information der Ärzte.
    Besten Gruss
    J.V.

  17. Johannes W. Dietrich sagt:

    Vielleicht helfen diese beiden Arbeiten weiter:

    1. Hansen CS, Fleischer J, Vistisen D, Ridderstråle M, Jensen JS, Jørgensen ME. High and low vitamin D level is associated with cardiovascular autonomic neuropathy in people with Type 1 and Type 2 diabetes. Diabet Med. 2017 Mar;34(3):364-371. doi: 10.1111/dme.13269. Epub 2016 Oct 15. PMID: 27696502. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27696502/

    2. Esteghamati A, Fotouhi A, Faghihi-Kashani S, Hafezi-Nejad N, Heidari B, Sheikhbahaei S, Zandieh A, Nakhjavani M. Non-linear contribution of serum vitamin D to symptomatic diabetic neuropathy: A case-control study. Diabetes Res Clin Pract. 2016 Jan;111:44-50. doi: 10.1016/j.diabres.2015.10.018. Epub 2015 Oct 21. PMID: 26548603. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26548603/

    Beide Arbeiten zeigen den U-förmigen Zusamenhang und in beiden wurde für das Alter und weitere mögliche Prädiktoren adjustiert.

  18. Chistian Wiechering sagt:

    noch eine Frage zu dem Thema
    „…T-Zellen brauchen … Vitamin D im Blut, um .. funktionieren zu können.“

    Hat das etwas mit Kausalität zu tun. Es geht hier nicht um den Vitamin-D Wert vor der Erkrankung, sondern um den aktuell gemessen Wert im Krankenhaus.

    Die Messung in Krankenhaus stellt doch fest, wie viel Cholecalciferol noch vorhanden ist, aus dem dann Calcidiol durch umwandeln erzeugt werden kann.
    Wenn kaum noch Cholecalciferol vorhanden ist, woraus soll dann Calcidiol entstehen, oder gibt es noch andere Substanzen aus denen der Körper das herstellen kann?

    Wenn das nicht der Fall ist, und beim Patienten ein niedriger Cholecalciferol Wert bestimmt worden ist, wäre dann ein Vorenthalten der Behandlung mit Calcidiol nicht ein Behandlungsfehler , wenn man die Zusammenhänge kennt.

    Ich bin ein Laie der sich dies im Laufe der Zeit aus Studien und Publikationen angelesen hat, daher fehlen mir bestimmt Details dazu. Was ist nicht korrekt an dem Zusammenhang?

    Ch…

  19. Johannes W. Dietrich sagt:

    Niemand hat vorgeschlagen, Patienten mit Vitamin-D-Mangel nicht zu behandeln. Es kommt aber auch darauf an, eine Überdosierung zu vermeiden. Populistische Forderungen wie „Viel hilft viel“ bringen kritisch Kranke nicht weiter.

  20. Christian Wiechering sagt:

    Mich wundert es etwas, dass sich bisher kein Mediziner zu der Möglichkeit der Überdosierung
    geäußert hat.
    Als wie unfähig schätzen sie Mediziner in Krankenhäusern ein, und durch welche Logik soll eine Überdosierung möglich sein, wenn man genügend oft die Werte kontrolliert.

    Ich denke etliche arbeiten mit sehr viel gefährlicheren Medikamenten z.B. in der
    Krebsbehandlung, und diesen Sie trauen nicht zu, korrekte Mengen von Calcidiol zu geben?

  21. Ch. Wiechering sagt:

    Sehr geehrter Herr Dietrich,
    lassen Sie mich das zusammenfassen .Die Aussage „…T-Zellen brauchen … Vitamin D im Blut, um .. funktionieren zu können.“ wird nicht bezweifelt, und der Zusammenhang von hoher Sterblichkeit im Krankenhaus in Verbindung mit dem dort gemessen Vitamin-D Spiegel auch nicht.

    Ein Patient der also mit niedrigem Vitamin-D Spiegel ins Krankenhaus kommt, hat definitiv schlechte Chancen wieder gesund zu werden, wenn der Mangel nicht mit Calcidiol ausgeglichen wird.
    Das wird aber vorsichtshalber nicht empfohlen, weil Ärzte es versehentlich überdosieren könnten.

    Ich hoffe, dass wenn jetzt nichts passiert in Richtung einer Behandlungsempfehlung mit Calcidiol, dass dann später bei der Frage, warum im März–Juni 2021 noch so viele Patienten gestorben sind, diese Zusammenfassung eine Rolle spielt. Vielleicht wird das Ganze ja nochmal ethisch oder sogar juristisch aufgearbeitet.

    Ch.Wiechering
    Kiel

  22. Dirk sagt:

    Ich will es ja nicht noch komplizierter machen, aber zur Behandlung von schon kranken Patienten ist wohl eher die aktive Form von D3 geeignet. Bei Calcidiol muss die Ergänzung noch über die Leber umgewandelt werden, was Zeit benötigt. Calcidiol ist – meiner Meinung nach – sehr gut für die Prophylaxe geeignet.

    Hier ein Link zu einer Studie dazu:
    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32871238/

  23. Maja sagt:

    Immer stärker drängt sich die Frage auf, wie lange noch wollen deutsche Ärzte den Kopf im Sand vergraben lassen. Die Studien mehren sich aber trotzdem…Hilft ja alles nichts. Die „Henne – Ei“-Frage ist auch nicht schwierig zu beantworten. Ich hoffe, man will ja nicht behaupten, daß alle, die mit Vitamin D3-Insuffizienz eingeliefert wurden, vor der Erkrankung segr gut mit Vitamin D3 versorgt waren und erst, aufgrund der Erkrankung, insuffizient geworden sind. Glaubhaft erscheint solche These eher nicht. Wenn man noch, nach RKI-Berechnung, bedenkt, daß 80% der Bevölkerung in D. mit Vitamin D3 unterversorgt ist, in anderen Ländern ist ja auch nicht viel anders, dann stellt man tatsächlich fest, daß hier das Henne-Ei-Problem längst ausgedient hat.

    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33600292/

  24. Johannes W. Dietrich sagt:

    Herr Wiechering, können Sie mir zeigen, wo ich empfohlen habe, Personen mit Vitamin-D-Mangel nicht zu behandeln?

    Im Übrigen halte ich es für fragwürdig, in einer grundsätzlichen Diskussion wie hier pauschale juristische Arguemente gegen (vorhandene oder nicht vorhandene) wissenschaftliche Evidenz aufzubringen.

  25. Ch.Wiechering sagt:

    Sehr geehrter Herr Dietrich,
    ich gehe davon aus, dass die Evidenz vorhanden ist, da Sie den Inhalt der
    Zusammenfassung nicht bemängelt haben.
    Bei Ihnen kommt am Ende des Tages nur keine Evidenz heraus, weil Sie das Scheinargument
    einer möglichen Überdosierung stärker gelten lassen, als die Notwendigkeit einer
    Behandlung mit Calcitriol (nicht Calcidiol wie ich fälschlicherweise geschrieben hatte).

    Ihr Stimme hat Gewicht, und solange Sie nicht konkrekt zu einer Supplementation raten, werden
    viele Ärzte nicht damit behandeln und dadurch mehr Patienten versterben, als dies sonst der
    Fall wäre.

    Da muss Ihnen doch klar sein,dass das die indirekte Auswirkung Ihrer bisher veröffentlichten
    Meinung ist.

    Ch.Wiechering
    Kiel

  26. Johannes W. Dietrich sagt:

    Das Thema wurde ganz aktuell von einer neuen Studie wieder aufgegriffen. Mit fortgeschrittener Statistik (Mendelsche Randomisierung) hat sie keine Evidenz für einen Schutz durch Vitamin D gefunden. Sie ist bislang leider nur als Preprint vor der wissenschaftlichen Begutachtung (Peer Review) veröffentlicht und daher nur mit einer gewissen Vorsicht zu betrachten. Dennoch ist das von Interesse.

    Vitamin D and COVID-19 susceptibility and severity in the COVID-19 Host Genetics Initiative: A Mendelian randomization study
    Guillaume Butler-Laporte, Tomoko Nakanishi, Vincent Mooser, David R. Morrison, Tala Abdullah, Olumide Adeleye, Noor Mamlouk, Nofar Kimchi, Zaman Afrasiabi, Nardin Rezk, Annarita Giliberti, Alessandra Renieri, Yiheng Chen, Sirui Zhou, Vincenzo Forgetta, J Brent Richards
    medRxiv 2020.09.08.20190975; doi: https://doi.org/10.1101/2020.09.08.20190975

  27. Johannes W. Dietrich sagt:

    …und noch eine weitere Studie, die keinen Vorteil in Vitamin D sieht, diesmal auf epidemiologischer Ebene erhoben (leider auch nur ein nicht-begutachteter Preprint):

    Prevalence of vitamin D is not associated with the COVID-19 epidemic in Europe. A judicial update of the existing evidence
    Dimitra Rafailia Bakaloudi, Michail Chourdakis
    medRxiv 2021.03.04.21252885; doi: https://doi.org/10.1101/2021.03.04.21252885

  28. Thies Kruse sagt:

    https://www.youtube.com/watch?v=oNGFXiBVV8M Das ist ein Video von Frau dr Schmidt-Jürgens, zu den Veröffentlichungen von Pfitzer zu den Ergebnissen begleitender Untersuchungen. Neben vielen Infos wird in Minute 35 bis 45 Der rasante Abfall an Lymphozyten erklärt und begründet, der jede Impfung begleitet. Man geht davon aus das die B und T Lymphozyte nach einer Woche wieder aufgefüllt sind, macht darauf Aufmerksam das zwischendurch eine große Gefahr für Infektionen besteht, weil die Person quasi schutzlos ist für einige Tage. Wir haben über 12 Millionen Menschen mit weniger als 12 Ng/ml in Deutschland. sie werden durch die Impfung ihrer letzten Lyomphozyten beraubt, haben kein VitaminD Speicher zur Erneuerung. Es ist eine Ethische Frage, ob sie ihre Hausärzte mit dieser Frage alleine lassen wollen. Ich würde mich freuen wenn sie sich stärker für eine Vitamin D Spiegelbestim. vor der Impfung einsetzen würden, D die Patienten vertrauen den Ärzten blind. Schalten sie Risiken aus Danke

  29. Thies Kruse sagt:

    https://de.rt.com/meinung/114026-covid-19-impfung-werden-kollateralschaden/
    Hier ein Teil der Meldungen von denen man Hört. Es ist die Antwort der praktischen Arbeit auf die Gleichung, wenig Vorrat, belastet durch einen starken Zehrer, der Schuß geht nach hinten los. Schon früher hießes, wenn Du geschwächt bist, lass Dich nicht impfen,
    Für was haben wir früher Lebertran oder Multi Sanostol bekommen, jeden Tag einen Löffel. welchen Trick wenden die Eskimos an, warum haben Taíwan und Island Corona schnell überstanden, liegt es an den über 60 kg Fischverzehr? Forschungen aus Belgien belegen, Anfang Okt. bis Ende März kommt die Sonne nicht über ca 34 Grad, so lange kommt kein UV Licht durch. Wen nur ein Drittel von dem gerettet werden könnte, zusätzlich leichte Verläufe siehe Prof Biesalsky. Wann starten Sie die Werbetrommel für Vitamin D auf 35 Ng,l, mit bis zu 4000 Einh. gemäß WHO und Efsa es ist höchste Zeit,Danke. Alle warten auf Sie. warum sondern wir uns ab von Engl. u…

  30. Christian Wiechering sagt:

    Sehr geehter Herr Dietrich,
    das von mir erwähnte Studienergebnis aus Dänemark wird von Universität Turin als Beweis für die Wirksamkeit einer Vitamin-D Supplementation bezüglich der COVID-19 Erkrankung angesehen.
    Siehe Publikation
    “ Region Piemont empfiehlt Vitamin D zur Corona Prophylaxe und Behandlung
    https://tkp.at/2021/03/18/region-piemont-empfiehlt-vitamin-d-zur-corona-prophylaxe-und-behandlung/

    Dieses Studeinergebnis ist gemeint:
    „Sonne unverzichtbar für starkes Immunsystem“
    „…T-Zellen brauchen unbedingt ausreichende Mengen an Vitamin D im Blut, um in Aktion treten und entsprechend funktionieren zu können.“
    https://cordis.europa.eu/article/id/31850-more-sun-means-a-better-immune-system/de

    Andere sehen also in diesem Ergebnisauch die Kausalität. Wie lange wollen Sie eine mögliche Überdosierung von Ärzten immer noch stärker werten als dieses Studienergebnis?

    Ch.Wiechering
    Kiel

  31. Thies Kruse sagt:

    Sehr geehrter Herr Dietrich aus meierv Sicht geht es bei den Anregungen um das Problem der teilweise starken Mangel Frage.
    , iese Ergebnisse können in einigen Analysen durch eine schwache Instrumentenverzerrung eingeschränkt sein. Darüber hinaus gelten unsere Ergebnisse nicht für Personen mit Vitamin-D-Mangel.

    Das ist imText der großen Kanadischen Studiein dre Einleitung zu finden, wenn man den Google Übersetzer Nutzt Grüsse Thies Kruse

  32. Christian Wiechering sagt:

    Zur Gefahr der möglichen Überdosierung, die hier als so relevant eingeschätzt wird, dass
    man sogar Ärzten nicht zutraut, Vitamin-D nichtig dosieren zu können, hier eine Veröffentlichung
    der Mayo Klinik von 2015 (Mit Google Translate übersetzt)

    „Vitamin D Is Not as Toxic as Was Once Thought: A Historical and an Up-to-Date Perspective“
    .. Eine Vitamin-D-Vergiftung, die mit Hyperkalzämie … verbunden ist, tritt typischerweise bei Patienten auf, die mehrere Monate bis Jahre lang massive Dosen von Vitamin D im Bereich von 50.000 bis 1 Million IE / Tag erhalten.
    Kürzlich wurde über mehr als 17.000 gesunde erwachsene Freiwillige berichtet, die an einem vorbeugenden Gesundheitsprogramm teilnahmen und unterschiedliche Dosen Vitamin D bis zu 20.000 IE / Tag einnahmen.
    Diese Patienten zeigten keine Toxizität …

    https://www.mayoclinicproceedings.org/article/S0025-6196(15)00244-X/fulltext
    Das Argument der Überdosierung ist also stark überbewertet, aber wenn nicht mehr…

  33. Sylt sagt:

    Super infos, danke!

  34. Noch eine Doppelblindstudie aus Indien, deren Ergebnis eine Empfehlung zur Behandlung mit Vitamin-D ist.

    Trotz dessen das nur Cholecalciferol verwendet wurde, waren die Entzündungsmarker der Vitamin-D Gruppe
    signifikant niedriger
    Indien Gandhi Medical College Secunderabad 20.05.2021
    „Impact of daily high dose oral vitamin D therapy on the inflammatory markers in patients with COVID 19 disease“
    https://www.nature.com/articles/s41598-021-90189-4

    Dazu eine bemerkenswerte Publikation aus der TheHindu
    https://www.thehindu.com/news/cities/Hyderabad/high-vitamin-d-levels-reduce-covid-infection-nims-study/article34684271.ece

    „..Dr. Maheshwar beobachtete auch, dass weniger als 5% der Menschen an COVID-19 erkrankten, wenn der
    Vitamin-D-Spiegel mehr als 55 ng/ml betrug.
    Die Sterblichkeit von COVID-Patienten ist fast null, wenn der Vitamin-D-Spiegel +50 ng/ml beträgt“

    Hier die deutsche Übersetzung
    http://www.kiwiw...

  35. Noch eine Studie, diesmal bezüglich Schwangerer die an Covid-19 erkrankt waren
    „Einfluss von Vitamin D auf den Verlauf von COVID-19 während der Schwangerschaft: Eine Fall-Kontroll-Studie“

    Es wurde jedoch beobachtet, dass alle Patienten mit schwerem COVID-19 die Patienten waren, die keine Vitamin-D-Supplementierung einnahmen……
    Die Aufrechterhaltung eines ausreichenden Vitamin-D-Spiegels kann als Ansatz zur Vorbeugung eines aggressiven Verlaufs der durch dieses neuartige Coronavirus bei schwangeren Frauen induzierten Entzündung nützlich sein.“

    Studie
    „Impact of vitamin D on the course of COVID-19 during pregnancy: A case control study“
    https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0960076021001576

    Link zur Übersetzung der oben im Blog erwähnten Indischen Studie war nicht komplett, hier der
    komplette Link.
    http://www.kiwiw.de/public/TheHindu_HoheVitamin-D-SpiegelReduzierenCOVID-Infektion.pdf

  36. Dr.med. Jakob Krüger sagt:

    Sehr geehrter Herr Wiechering, wieder eine der hunderten solcher „hypothesengenerierenden“ Studien (hier eimw Fall-Kontroll-, auch Observations-, Querschnitts- etc.).Wie Sie im Internet schreiben, wurde Ihr Interesse als Nichtmediziner durch ein persönliches Erlebnis geweckt. Diese Studien zeigen Assoziationen, aber keine Kausalität auf. Ausgewogene Stellungnahmen, die auch dies betonen haben die beiden DGE’s, für Endokrinologie und für Ernährung abgegeben.

  37. Die Doppelblindstudie aus Indien ist keine Beobachtungsstudie, sondern es wurde aktiv Vitamin-D gegeben.
    Insofern stelt sich Frage der Kausalität bei dieser Studie nicht.

    Die ist die 2te Studie aus Indien, bei der den Patienten aktiv Vitamin-D gegeben wurde. Die erste wird schon seit
    langen in der Veröffentlichung des RKIs „Medikamentöse Therapie bei COVID-19 mit Bewertung durch die Fachgruppe COVRIIN am Robert Koch-Institut“ gelistet.
    „Auszug aus dem Dokument in den Studien zu Vitamin-D
    10 Rastogi A, Bhansali A, Khare N, Suri V, Yaddanapudi N, Sachdeva N, et al. Short term, high-
    dose vitamin D supplementation for COVID-19 disease: a randomised, placebo-controlled,
    study (SHADE study). Postgraduate medical journal. 2020:postgradmedj-2020-139065.
    https://pmj.bmj.com/content/early/2020/11/12/postgradmedj-2020-139065

    Dort waren nach 17 Tagen 3 mal so viele Patienten der VItamin-D Gruppe Virenfrei.

  38. Dr.med. Jakob Krüger sagt:

    Die von Ihnen zitierte randomisierte Studie aus Indien mit 16 vs. 24 Patienten mag als Pilotstudie gelten, so wie die aus Heidelberg auch, liefert aber wegen der iel zu geringen Fallzahl keinen Kausalitätsbeweis. Wir warten alle auf genügend große randomisierte Studien, die ja laufen.

  39. Für die Irische Regierung haben die Studien schon vor Monaten gereicht, um
    eine Vitamin-D Empfehlung an die Bevölkerung auszusprechen.
    Report dazu
    https://covidstudien.files.wordpress.com/2021/05/irland-vitamind-report-de.pdf

    An der Kurven der Fallsterblichkeit, die nur kurzzeitig bei stark steigenden oder fallenden
    Fallzahlen verformt wird, ist zu erkennen, dass nach der ersten Empfehlung zur Vitamin-D
    Supplementation im Dezember und der 2ten im April die Fallsterblichkeit, die ein guter Indikator
    für den Vitamin-D Spiegel der Bevölkerung ist, dort auf nur noch 1,5%. gesunken ist.

    https://ourworldindata.org/explorers/coronavirus-data-explorer?zoomToSelection=true&time=2021-03-29..latest&facet=none&pickerSort=desc&pickerMetric=new_deaths_per_million&Metric=Case+fatality+rate&Interval=Cumulative&Relative+to+Population=true&Align+outbreaks=false&country=DEU~FIN~NOR~IRL~GBR~ITA

    Deutschland hat mit 2,4% inzwischen die 3 höchste Fallsterblichkeit in Europa.
    Ärzteversagen?

  40. Observer sagt:

    Im DGE-Blog wurde einmal ein Bericht aus den USA besprochen, nach welchem Michael Holick, der „US-Papst“ für Vitamin D laufend grosse Geldsummen von der Vit.D- Pharmaindustrie und Laboratorien mit Vit.D-Bestimmung für seine Lobbytätigkeit erhält.

  41. Viel kann man an Vitamin-D nicht verdienen, es sei denn man verkauft es über Apotheken.

    Auf Handelsplatformen kosten 365 Tabletten mit 10.000 I.E pro Tablette etwa 13 Euro.
    Wenn man die mikrigen 1000 I.E pro Tag , die häufig nur empfohlen werden, als Rechengrundlage nimmt, braucht man pro Woche eine Tablette und hat damit sogar mehr als die 1000 I.E täglich.
    Ein Dose Tabletten reicht dann für 365 Wochen also für 7 Jahre.
    Diese Dosis kostet also weniger als 2€/Jahr, wenn man günstige Präparate kauft.

    Ich glaube, dass es kaum ein anderes Nahrungsergänzungmittel oder Medikament gibt, dass ein so gutes Kosten Nutzen Verhältnis hat wie Vitamin-D.

  42. Joerg Velker sagt:

    Es braucht scheinbar mal wieder eine Auffrischung der Datenlage da die DGE proaktiv eher negative Studien zitiert (Einträge 10. März) oder fragliche Studien zu Nebenwirkungen anbringt (Hansen et al. Eintrag 1. März) …

    Andalusien 16 000 Personen Kohorte Log Hazard Ratio, LHR = -1.27±0.32 (umgerechnet auf Mortalitätsrisiko etwa > 70% Risikominderung) bei (effizienter, ausreichender gut und schnell bioverfügbarer) Vitamin D Gabe (Calcifediol) < 15 Tage vor Krankenhaus: https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2021.04.27.21255937v1

    Diese Studie validiert übrigens die Castillo et al. RCT Pilotstudie die ja wegen der angeblichen Überrepräsentation von Diabetes in der Plazebogruppe als unzureichender Kausalitätsbeweis angesehen wurde. Aktive Substanz ist dieselbe, nur dieses Mal sind die Patienten zu 100% "matched".

  43. Joerg Velker sagt:

    [Folgekommentar gelöscht]

  44. Joerg Velker sagt:

    [Folgekommentar gelöscht]

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